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IP-Telefonie (kurz für Internet-Protokoll-Telefonie sowie Internettelefonie[1]) oder Voice over IP (kurz VoIP; aus englisch voice over internet protocol, wörtlich für Stimm[-übertragung] über [das] Internetprotokoll) genannt, ist das Telefonieren über Rechnernetze, welche nach Internetstandards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, mithin Sprache und Steuerinformationen beispielsweise für den Aufbau einer Verbindung, über ein Datennetz übertragen. Bei den Gesprächsteilnehmern können Computer, auf IP-Telefonie spezialisierte Telefonendgeräte oder klassische Telefone, die über spezielle Adapter angeschlossen sind, die Verbindung herstellen.

IP-Telefonie ist eine Technik, die es ermöglicht, den Telefondienst auf IP-Infrastruktur zu realisieren, so dass diese die herkömmliche Telefontechnik samt ISDN und allen Komponenten ersetzen kann.

Ziel des Einsatzes der IP-Telefonie bei Kommunikationsnetzbetreibern ist hierbei eine Kostenreduktion durch ein einheitlich aufgebautes und zu betreibendes Netz. Aufgrund der langen Einsatzdauer klassischer Telefoniesysteme und der notwendigen Neuinvestitionen für IP-Telefonie wird der Wechsel bei bestehenden Anbietern oft als lang andauernder, gleitender Übergang („sanfte Migration“) realisiert. Währenddessen existieren beide Techniken parallel. Daraus ergeben sich ein deutlicher Bedarf an Lösungen zur Verbindung beider Telefoniesysteme (etwa über VoIP-Gateways) und die Notwendigkeit zur gezielten Planung des Systemwechsels unter Berücksichtigung der jeweiligen Möglichkeiten für Kosten- und Leistungsoptimierung. Die Zahl von Anbietern ausschließlich mit neuer Technik (also IP-Telefonie statt herkömmlichem Telefon) nimmt zu. Ende 2016 nutzten in Deutschland rund 25,2 Millionen Menschen die Voice-over-IP-Technik.[2]

Inhaltsverzeichnis

1 Vermittlung von VoIP-Telefonaten – Vermittlungsdienst
2 Geschichte
3 Funktionsprinzip

3.1 Signalisierungsprotokolle
3.2 Verbindungsaufbau mit SIP
3.3 Rufnummernsysteme

3.3.1 SIP-Adresse
3.3.2 Telefonnummer
3.3.3 ENUM
3.3.4 Herkömmliche Ortsrufnummern über ein Gateway
3.3.5 Spezielle Internet-Rufnummern

3.4 Gesprächsübertragung

3.4.1 Digitalisierung der analogen Signale und digitale Verarbeitung
3.4.2 Transport der Daten
3.4.3 Übertragungsqualität

4 Qualitätsmerkmale

4.1 Durchsatz
4.2 Laufzeit (Latenz) und Jitter
4.3 Paketverlust
4.4 Verfügbarkeit

5 Architektur

5.1 Terminal

5.1.1 Endgerätetypen
5.1.2 Fax über IP (Fax over IP, FoIP)

5.2 Gateway
5.3 Gatekeeper
5.4 Multipoint Control Unit (MCU)

6 Anwendungsbereiche

6.1 Direkte Internettelefonie
6.2 Organisationsinterne Telefonie
6.3 Hintergrund-Technik der herkömmlichen Telefonie

7 Verbindungspreise
8 Sicherheitsaspekte

8.1 Ausfallsicherheit
8.2 Stromversorgung
8.3 Lokalisierung und Notrufe
8.4 Öffentliche Sicherheit und staatliche Blockade

9 Literatur
10 Spezifikationen
11 Weblinks
12 Einzelnachweise

Vermittlung von VoIP-Telefonaten – Vermittlungsdienst

Die Vermittlung von Telefonaten ist in Computernetzen eine wesentliche Aufgabe. Da viele Nutzer dynamisch mit dem Internet verbunden sind, so dass sich die IP-Adresse häufig ändert, scheidet die IP-Adresse selbst als „Telefonnummer“ für die Kontaktaufnahme zu den VoIP-Telefonen aus. Ein Vermittlungsdienst in Form eines Servers übernimmt diese Aufgabe und ermöglicht die Telefonie bei sich ändernden IP-Adressen der IP-Telefone.

VoIP-Telefone melden sich beim Server (zum Beispiel SIP-Server) an; daher kennt der Server die aktuelle IP-Adresse der Telefone.
Mit Hilfe der IP-Adresse des Telefons, die dem Server bekannt gemacht wurde, kann er die Vermittlung übernehmen, und das angewählte IP-Telefon klingelt in Abhängigkeit von dieser IP-Adresse (also an einem beliebigen Ort in der Welt, wenn sich das IP-Telefon von dort aus beim Vermittlungsserver über das Internet registriert hat).
Die Kommunikation zwischen den IP-Telefonen kann unabhängig vom Server erfolgen.
Es gibt kommerzielle Dienste, die zugleich mit einem Account für den Vermittlungsserver ein lokales Telefon anbieten, welches zudem über das Festnetz erreichbar ist. Die IP-Telefonate sind in der Regel kostenlos.
Wenn eine feste IP-Adresse besteht, ist es möglich, auf dem zugehörigen Rechner einen Vermittlungsserver zu betreiben (beispielsweise OpenSIPS), um vergleichbar mit der Verbindung von mehreren Ortsnetzen im Festnetz mehrere Vermittlungsserver miteinander zu verbinden. In kommerziellen Lösungen existieren häufig Partnernetze, die eine kostenfreie Verbindung zwischen VoIP-Partnernetzen herstellen. Die Netzauswahl ist oft eingeschränkt, da die Unternehmen mit den Verbindungen von VoIP-Telefonen in das reguläre Festnetz ihren Umsatz bestreiten müssen. Freie, selbst betriebene Open-Source-Telefonieserver können technisch gesehen unabhängig von diesen ökonomischen Grenzen im Internet ein Netzwerk aus Vermittlungsstellen bilden. Auch wenn SIP-Telefonieserver technisch gut funktionieren, existiert eine institutionalisierte Vernetzung von solchen SIP-Vermittlungsservern zurzeit noch nicht.

Geschichte

Neben den Telefonnetzen entstand auf den Leitungen der Telefonnetze allmählich eine weitere Kommunikations-Infrastruktur. Beginnend mit der Vernetzung von EDV-Systemen in den 1980er Jahren, auf die die Internetentwicklung der 1990er Jahre folgte, stieg und steigt die Übertragungsleistung kontinuierlich stark an: Wurden anfangs mit Akustikkopplern 300 Bit pro Sekunde erreicht, waren im Januar 2008 bis zu 100.000.000 Bit pro Sekunde für Endverbraucher mit DSL-Anbindung auf normalen Telefon-Hausanschlüssen oder im Kabelnetz realisierbar. Diese Infrastruktur bildet eine Grundlage für IP-basierte Datennetzwerke, insbesondere für das Internet als öffentliches Netz.

Im Jahr 1973 wurden erste Übertragungen digitaler Sprache im Arpanet mittels Network Voice Protocol[3] zwischen PDP-11-Rechnern realisiert. Dem Sprachkanal wurde dazu eine Datenübertragungsrate von 3490 bit/s zur Verfügung gestellt. Nur vier Jahre später ging das beschriebene Network Voice Protocol in den Standard RFC 741 über, noch bevor 1980 das Internet Protocol (IP) in RFC 791 spezifiziert wurde. Ebenfalls 1980 wurden erste Empfehlungen der ITU-T (damals noch CCITT) für ISDN dokumentiert, welches ab 1989 kommerziell eingeführt wurde und Telefonieren mit höherer Sprachqualität ermöglicht und zusätzlich verschiedene Dienste wie zum Beispiel Rufnummernübermittlung in einem Netz integriert. Die Standarddatenübertragungsrate von ISDN wuchs von 3490 bit/s bei NVP-II auf 64 kbit/s. Im selben Jahr begann die Entwicklung des World Wide Webs, welches sich später als Grundlage für den breiten Erfolg des Internets erweisen sollte.

Mit dem GSM-Mobilfunk wurde ab 1992 in Deutschland (D-Netz) ein Dienst für die mobile Sprachübertragung mit einer Datenübertragungsrate von 13 kbit/s (260 bit Frames bei einer Framedauer von 20 ms) geschaffen. Diese 13 kbit/s beziehen sich jedoch nur auf die Übertragungsrate der Nutzdaten. Um die Übertragung der Nutzdaten gegen Übertragungsfehler, z. B. durch atmosphärische Störungen, zu schützen, wird durch die Kanalcodierung dem Signal Redundanz hinzugefügt. Dies lässt den Datenframe von 260 bit auf 456 bit anwachsen, während die Framedauer jedoch wegen der Echtzeitanforderung bei Sprachverbindungen konstant bleiben muss. Somit beträgt die Bruttobitrate der Übertragung (Nutzdaten + Redundanz zur Fehlerkorrektur) 22,8 kbit/s.

Im Jahr 1994 entwickelte Michaela Merz mit der Free Software Association of Germany mtalk, eine freie Voice-Over-IP-Software für GNU/Linux sowie Unix. Die ersten Versionen von mtalk hatten nur rudimentäre Datenkompression. mtalk bildete die Basis für eine ganze Reihe von VoIP-Software, diverse Pakete werden aus geschichtlichen Gründen noch von verschiedenen Servern zum Abruf bereitgehalten.[4]

Im Jahr 1995 ermöglichte ein Windowsprogramm des israelischen Unternehmens Vocaltec Communications Internettelefonie, jedoch nur im Halbduplexbetrieb, weshalb die Gesprächspartner nur abwechselnd mit schlechter Sprachqualität sprechen konnten. Verbindungen zu Computern, die nicht die gleiche Software verwendeten, waren nicht möglich. Bereits ein Jahr später ermöglichte QuickTime-Conferencing Ton- und Bildkommunikation im Vollduplexbetrieb über AppleTalk- und IP-Netze einerseits, andererseits wurde das Real-Time Transport Protocol in RFC 1889 beschrieben.

Drei Jahre später, 1998, wurde mit H.323 erstmals ein ITU-T-Rahmenstandard verabschiedet, sodass Lösungen verschiedener Hersteller miteinander kompatibel sein sollten. Das Session Initiation Protocol (SIP) in RFC 2543 wurde bereits im Folgejahr spezifiziert. Der darauf folgende Aufbau von VoIP-Lösungen brachte 2001 in Österreich den ersten Bescheid zum Betrieb eines Carrier-Sprachvermittlungsnetzes durch die Regulierungsbehörde an die IPAustria hervor. Im Sinne des heutigen VoIP folgte im Jahr 2002 zur Verbesserung von VoIP die SIP-Erweiterung in RFC 3261, sowie zur besseren Anbindung an andere Netze die Verabschiedung von ITU Q.1912.5 zur Interoperabilität zwischen SIP und ISDN User Part.

Der Standardisierung von VoIP zuwiderlaufend erschien 2003 die Software Skype, die ein eigenes, nicht offengelegtes Protokoll zur IP-Telefonie, basierend auf der Peer-to-Peer-Technik, verwendet.

Funktionsprinzip

VoIP-Kapselung

Das Telefonieren mit der IP-Telefonie kann sich für den Teilnehmer genauso darstellen wie in der klassischen Telefonie. Wie bei der herkömmlichen Telefonie teilt sich das Telefongespräch dabei in drei grundsätzliche Vorgänge auf, den Verbindungsaufbau, die Gesprächsübertragung und den Verbindungsabbau. Im Unterschied zur klassischen Telefonie werden bei VoIP keine dedizierten „Leitungen“ durchgeschaltet, sondern die Sprache wird digitalisiert und in kleinen Daten-Paketen mittels des Internetprotokolls transportiert.

Signalisierungsprotokolle

Der Auf- und Abbau von Verbindungen (Verbindungssteuerung, Signalisierung) erfolgt über ein Protokoll, das von der Sprachkommunikation getrennt ist. Das Aushandeln und der Austausch von Parametern für die Sprachübertragung geschehen über andere Protokolle als die der Verbindungssteuerung.

Damit in einem IP-basierten Netz eine Verbindung zu einem Gesprächspartner hergestellt werden kann, muss die aktuelle IP-Adresse des gerufenen Teilnehmers innerhalb des Netzes bekannt sein, jedoch nicht notwendigerweise auf der Seite des Anrufers. Geographisch feste Anschlüsse wie im Festnetz (PSTN) gibt es in rein IP-basierten Netzen nicht. Die Erreichbarkeit des Angerufenen wird, ähnlich wie in Mobilfunknetzen, durch eine vorangegangene Authentifizierung des Angerufenen und eine damit verbundene Bekanntmachung seiner momentanen IP-Adresse ermöglicht. Insbesondere kann dadurch ein Anschluss unabhängig vom Aufenthaltsort des Nutzers genutzt werden, was als nomadische Nutzung bezeichnet wird.

Aufgrund von Ortswechsel des Teilnehmers, Wechsel des Benutzers am selben PC oder der dynamischen Adressvergabe beim Aufbau einer Netzwerkverbindung ist eine feste Zuordnung von Telefonnummern zu IP-Adressen nicht möglich. Die allgemein angewandte Lösung besteht darin, dass die Teilnehmer oder deren Endgeräte ihre aktuelle IP-Adresse bei einem Dienstrechner (Server) unter einem Benutzernamen hinterlegen. Der Rechner für die Verbindungssteuerung, oder manchmal das Endgerät des Anrufers selbst, kann bei diesem Server die aktuelle IP-Adresse des gewünschten Gesprächspartners über den angewählten Benutzernamen erfragen und damit die Verbindung aufbauen.

Verbreitete Signalisierungsprotokolle sind:

SIP – Session Initiation Protocol, IETF RFC 3261
SIPS – Session Initiation Protocol over SSL, RFC 3261
H.323 – Packet-based multimedia communications systems, ein ITU-T-Standard
IAX – Inter-Asterisk eXchange protocol
ISDN over IP – ISDN/CAPI-basierendes Protokoll
MGCP und Megaco – Media Gateway Control Protocol H.248, gemeinsame Spezifikation von ITU-T und IETF
MiNET – von Mitel
Skinny Client Control Protocol – von Cisco Systems (nicht zu verwechseln mit SCCP (Q.71x) der ITU-T)
Jingle – Erweiterung des XMPP Protokolls, begründet durch Google Talk

Verbindungsaufbau mit SIP

Das Session Initiation Protocol (SIP) wurde von der Internet Engineering Task Force (IETF) entwickelt. Wie H.323 ermöglicht die herstellerunabhängige Spezifikation von SIP den Einsatz von SIP-basierten Systemen in heterogenen Umfeldern, insbesondere die Kopplung von VoIP-Komponenten unterschiedlicher Hersteller. Wie bei anderen Standards ist die Interoperabilität von Komponenten durch die Einhaltung der Spezifikation (SIP-Kompatibilität) allein nicht gewährleistet, sondern im Einzelfall durch Interoperabilitätstests zu prüfen. Grundsätzlich eignet sich SIP für Einsatzszenarien über VoIP und Videotelefonie hinaus.

Die Teilnehmer besitzen bei SIP eine SIP-Adresse (ähnlich einer E-Mail-Adresse) im Uniform-Resource-Identifier-Format (URI-Format), wie zum Beispiel „sip:0123456789@example.com“, wobei „0123456789“ den Benutzernamen und „example.com“ die Domain repräsentiert. SIP-Endgeräte (user agents) müssen IP-Adresse und Port, unter der sie aktuell per SIP erreichbar sind, beim SIP-Registrar-Server ihrer Domain registrieren. Standardmäßig liefert das Domain Name System (DNS) die Information über die zuständigen SIP-Server für eine Domain.
Ablauf des Verbindungsaufbaus:

Das Endgerät des Anrufers sendet eine Nachricht mit der SIP-Adresse des Angerufenen an den Server des eigenen SIP-Service-Providers (SIP-Proxy).
Dieser Verbindungswunsch wird durch den SIP-Proxy der eigenen Domain an den SIP-Proxy der angerufenen Domain weitergeleitet. Dieser ermittelt mit Hilfe des SIP-Location-Service IP-Nummer und Port der angerufenen SIP-Adresse und leitet die Nachricht an das Endgerät des Angerufenen weiter.
Sofern die Verbindungsanfrage dort verarbeitet werden kann, schickt das Endgerät eine entsprechende Nachricht über die Server zurück zum Anrufer.
Zu diesem Zeitpunkt klingelt das Endgerät des Angerufenen, der Anrufer hört einen Freiton.

Im Rahmen des Aufbaus einer „Session“ werden zwischen den Endgeräten alle relevanten Informationen über Eigenschaften und Fähigkeiten ausgetauscht. Eine direkte Kommunikation zwischen den beiden Endgeräten hat bis jetzt noch nicht stattgefunden. Für das eigentliche Telefongespräch sind die Server nicht mehr notwendig, die Endgeräte senden sich ihre Daten direkt zu und der Datenaustausch im Rahmen des Gespräches läuft am Server vorbei. Für die Übertragung dieser Daten in Echtzeit wird üblicherweise das Real-Time Transport Protocol (RTP) eingesetzt.

Zur Beendigung des Gesprächs sendet eines der Endgeräte eine SIP-Nachricht an den Server, der diese an den anderen Teilnehmer weitergibt. Beide Endgeräte beenden die Verbindung.

SIP sieht, ebenso wie H.323, die Möglichkeit eines direkten Verbindungsaufbaus zwischen zwei Endgeräten ohne die Verwendung von SIP-Proxyservern, nur über die IP-Adresse vor. Dazu müssen jedoch bei vielen Endgeräten zunächst alle vorhandenen Einträge für SIP-Registrar-Server gelöscht werden.

Rufnummernsysteme

Zwar können die IP-Adressen der Teilnehmer für den Verbindungsaufbau verwendet werden, diese sind den Anwendern jedoch nicht immer bekannt und können sich ändern. Es gibt daher eine Reihe von Ansätzen, den Teilnehmern eine individuelle und mnemotechnisch günstige, von den IP-Adressen unabhängige Internet-Telefonnummer zu geben. Angefangen von reinen SIP-Nummern gibt es Ansätze zur Integration der Internettelefonie in den bestehenden Rufnummernplan der herkömmlichen Telefonnetze bis hin zu einem ganz neuen System. Wichtige Gesichtspunkte der Europäischen Union und der deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA, früher: RegTP) sind die Einhaltung der Vorschriften und mittelfristig die Integration von Notruf­systemen.

SIP-Adresse

Für Nutzer, die über das Internet mit anderen Internetnutzern telefonieren wollen, bieten viele Dienstanbieter SIP-Adressen an. SIP-Adressen sind, anders als Telefonnummern oder MSNs, nicht an einen Anschluss gebunden, sondern wie E-Mail-Accounts von jedem Internetanschluss der Welt aus nutzbar. Dies gilt zwar für Telefonnummern, die bei eingehenden Verbindungen einer SIP-Adresse zugeordnet sind, dennoch bietet die SIP-Adresse vor allem dem Anrufer Vorteile. So sind beispielsweise Telefonverbindungen unter Verwendung der SIP-Adresse zwischen zwei Endgeräten möglich, statt, wie bei Anwahl einer Telefonnummer, zwingend immer über das Telefonnetz geroutet werden zu müssen.

Um eine eigene SIP-Adresse im URI-Format zu bekommen, muss man sich bei einem von vielen freien oder kostenpflichtigen Anbietern anmelden. Da viele Anbieter entweder nur SIP-Adressen mit reinen Zahlenfolgen vergeben (beispielsweise 12345@example.com) oder zur nichtnumerischen Adresse einen numerischen Alias vergeben, können IP-Telefone mit normaler Tastatur zum Wählen verwendet werden, um Gesprächspartner anzuwählen, die sich beim selben SIP-Server registriert haben. Kunden eines SIP-Serviceproviders können über ihre SIP-Adresse angewählt werden und andere anrufen, soweit der Provider des Angerufenen die externe SIP-Anfrage zulässt. Die meisten Anbieter von SIP-Adressen ermöglichen die Erreichbarkeit aus dem herkömmlichen Telefonnetz, da sie durch die Terminierungsentgelte (die Durchleitung vom Telefonnetz zum Anschluss des angerufenen Teilnehmers) zusätzliche Einnahmen generieren können. Über diesen kostenpflichtigen Umweg kann der Teilnehmer andere SIP-Serviceprovider anrufen, wenn der eigene Provider oder der des Gesprächspartners entsprechend sperrt. Zwischen manchen Providern bestehen Abkommen, die den Kunden eine direkte Kommunikation untereinander über die Telefonnummer erlaubt. In diesem Fall kommt eine Internetverbindung zwischen den Teilnehmern zustande, allerdings unter Beteiligung beider SIP-Provider. Es ist meist möglich, innerhalb desselben Anbieternetzes die „interne Telefonnummer“ (das ist der Teil der SIP-Adresse vor dem @-Zeichen) mit einem handelsüblichen Telefon mit Nummernfeld zu wählen. Aus diesem Grund enthalten die meisten SIP-Adressen in diesem Teil ausschließlich Ziffern.

Viele SIP-Adapter, die für den Anschluss eines herkömmlichen Telefons mit Ziffernfeld ausgelegt sind, bieten die Möglichkeit, im internen Telefonbuch SIP-Adressen an Stelle einer Telefonnummer zu speichern und diese SIP-Adresse mittels einer zugeordneten Kurzwahl am Telefon auszulösen. In diesen Fällen können SIP-Adressen mittels eines herkömmlichen Telefons zumindest indirekt gewählt werden.

Telefonnummer

Eine Telefonnummer ist bei IP-Telefonie grundsätzlich nicht unbedingt erforderlich. Da die meisten Verbindungen jedoch unter Verwendung des herkömmlichen Telefonnetzes zustande kommen, ist zumindest für eingehende Verbindungen die Zuordnung einer SIP-Adresse zu einer herkömmlichen Telefonnummer Voraussetzung. Für abgehende Gespräche ist eine Telefonnummer dagegen überflüssig. Zur Übertragung einer gültigen Telefonnummer als Absenderkennung kann neben der „internen Telefonnummer“ (siehe SIP-Adresse) bei vielen Anbietern die Funktion CLIP (no screening) verwendet werden, bei der eine nutzerdefinierte Telefonnummer übertragen wird, über die der Nutzer eingehend erreichbar ist. In einigen Ländern (u. a. Deutschland) ist es vorgeschrieben, dass der Anbieter über einen Rückruf (z. B. Teledialogsystem mit PIN-Übermittlung) die angegebene Rufnummer als zum Kunden zugehörig verifiziert.

Die Trennung zwischen Providern für eingehende und ausgehende Verbindungen ist sinnvoll, wenn über den Internetserviceprovider ohnehin eine Telefonnummer für eingehende Verbindungen besteht und lediglich für abgehende Verbindungen ein alternativer (oft günstigerer) Anbieter benötigt wird. Aus diesem Grund bieten die meisten freien Anbieter eine Telefonnummer nur optional gegen Aufpreis an, besonders wenn ein kostenloser Telefonanschluss ohne Flatrate angeboten wird.

Zur Schaltung einer Telefonnummer gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Die meisten Anbieter von Internettelefonie bieten Rufnummern für eingehende Gespräche an, da sie dadurch weitere Einnahmen generieren können.
Andere Anbieter – wie die Dienste der Dellmont-Gruppe (Voipbuster, Megavoip usw.) – bieten die Möglichkeit, die bei einem Drittanbieter registrierte DDI-Nummer (Direct Dialing In) auf den eigenen SIP-Anschluss zu mappen (zuzuordnen). In diesem Fall entfällt die Portierung der Rufnummer beim Wechsel des SIP-Anbieters. Diese Möglichkeit, Telefonnummer und SIP-Account von getrennten Anbietern betreuen zu lassen, hat sich in Deutschland bisher nicht allgemein durchgesetzt, ist jedoch in anderen Ländern durchaus üblich.

Einige Anbieter verzichten auf die Vermittlung eingehender Gespräche und bieten diese Möglichkeit auch optional nicht an.

ENUM

Telefonnummern können mittels Telephone Number Mapping (ENUM) im Internet nachgeschlagen werden. Dieses Verfahren wird von einigen Netzbetreibern und sowohl von der deutschen (DENIC) als auch der österreichischen (Nic.at) Domain-Vergabestelle vorangetrieben.

Bei ENUM wird die Rufnummer umgekehrt und mit Punkten zwischen den einzelnen Ziffern versehen, als Subdomain der Top-Level-Domain „arpa“ mit der Second Level Domain „e164“ vorangestellt. Aus +49 12345 6789 wird also zum Beispiel 9.8.7.6.5.4.3.2.1.9.4.e164.arpa. Diese Lösung setzt voraus, dass der Telefonkunde schon über eine Rufnummer verfügt.

Aufgrund der EU-Richtlinien zur Rufnummernmitnahme bei Wechsel des Telefonproviders erlebt ENUM (zumindest in Österreich) den erhofften Aufschwung. Bevor Telefonprovider aufgrund eigener Datenbanken ein Telefongespräch vermitteln, wird überprüft, ob es zu der gerufenen Nummer und dem verwendeten Dienst bei ENUM einen DNS-Eintrag gibt. Falls ja, wird der Ruf zu der im DNS angegebenen Adresse vermittelt (PSTN- oder SIP-Teilnehmer).

Bei großen kommerziellen Anbietern ist der öffentliche Ansatz von ENUM unbeliebt. Mit ihm ist es einerseits Angreifern möglich, automatisierte kostenlose Werbeanrufe, so genannte SPIT (Spam over IP Telephony), einzusetzen. Anderseits könnten Kundendaten abgefragt werden. Durch geeignete Maßnahmen können ENUM-Verzeichnis-Betreiber automatisierte Massen-Abfragen unterbinden, so dass sich beide Gefahren eingrenzen lassen. Ein weiterer, vielleicht wesentlicher Grund für die Reserviertheit vieler Anbieter gegenüber ENUM ist der, dass durch kostenlose Gespräche Einnahmequellen entfallen.

Herkömmliche Ortsrufnummern über ein Gateway

VoIP-Anbieter können über eigene Gateways freie Telefonnummern aus dem Nummernvorrat der deutschen Ortsnetze erhalten und an ihre Kunden vergeben. Darüber sind diese Kunden aus dem herkömmlichen Telefonnetz zu erreichen. Die Bundesnetzagentur begrenzt solche Angebote jedoch auf Teilnehmer, die in diesen Ortsnetzen ihren Wohnort haben. Die für einen orts- und anschlussunabhängigen Dienst nur schwer nachvollziehbare Begründung ist, dass ansonsten der Bezug, den die Vorwahl zum Wohnort hat, aufgelöst werde. Die Anbieter sind damit verpflichtet, zu überprüfen, ob der Kunde in dem gewünschten Ortsnetz tatsächlich wohnt und Nummern aus allen Ortsnetzen anzuschaffen, in denen sie Kunden haben (wollen). Aus Kostengründen bieten die meisten kleineren VoIP-Anbieter nur in den größeren Ortsnetzen Nummern an. Falls der Kunde außerhalb eines verfügbaren Vorwahlbereiches wohnt, stellen viele Anbieter 0180x-Nummern zur Verfügung. Dieses Verfahren ist jedoch nur noch übergangsweise zulässig.

Wenn der VoIP-Anbieter beim Verbindungsaufbau das SIP-Protokoll einsetzt, besitzt der Kunde neben der Ortsrufnummer gleichzeitig eine SIP-Nummer. Viele Anbieter teilen ihren Kunden jedoch lediglich die vergebene Festnetz-Rufnummer mit. Zudem blockieren viele dieser Anbieter Internet-Anrufe von Anrufern, die sich nicht bei ihnen oder einem ihrer Partner registriert haben. Dadurch kann ein Internet-Telefongespräch nur dann kostenlos geführt werden, wenn sich beide Gesprächspartner beim selben Anbieter (oder einem Partneranbieter) registriert haben.

Für die meisten Unternehmen und Behörden ist die Übernahme des gesamten bisherigen Rufnummernplans des bestehenden herkömmlichen Anschlusses (Ortsvorwahl, Hauptrufnummer und alle Durchwahlnummern) Voraussetzung für einen Wechsel zu einem IP-Telefonie-ServiceProvider. Für SIP bieten das bisher erst wenige Provider an.

Spezielle Internet-Rufnummern

In Österreich wurde speziell für konvergente Dienste – unter die die Internettelefonie fällt – die Vorwahl +43 780, sowie die standortunabhängige Vorwahl +43 720, geschaffen. Eine ähnliche Lösung wurde von der deutschen Regulierungsbehörde empfohlen. Nach einer Vorwahl 032 kann – ähnlich wie beim Mobilfunk mit einer „Blockkennung“ – ein VoIP-Betreiber ausgewählt werden, um danach die eigentliche Endnummer des Teilnehmers zu wählen. Die 032-Teilnehmernummer wird unabhängig von den Ortsnetzgrenzen der geografischen Rufnummern vergeben und kann somit bei Umzügen in andere Ortsnetze beibehalten werden. Da kein expliziter geografischer Standort mit der Vorwahl 032 verbunden ist, sind die 032-Rufnummern generell für nomadische Nutzung an unterschiedlichen Standorten prädestiniert.

Die 032-Rufnummern konnten sich in der Vergangenheit bei den meisten VoIP-Providern nicht durchsetzen, wurden jedoch beispielsweise von den beiden größten nationalen Telefongesellschaften (Deutsche Telekom und Vodafone (ehemals Arcor)) für ihre VoIP-Angebote und vermehrt für weitere Mehrwertdienste genutzt.[5] Eine mangelhafte Erreichbarkeit der Rufnummerngasse 032 tritt mittlerweile nur noch bei wenigen Call-by-Call-Anbietern auf;[6] aus den Mobilfunknetzen sind die Nummern seit der Freischaltung durch den letzten fehlenden großen Mobilfunkbetreiber, Vodafone, im Oktober 2007 erreichbar.[7]

Oft sind die Kosten für Anrufe zu 032-Nummern aus den Mobilfunknetzen für die Kunden deutlich höher als für Anrufe ins Festnetz. Anrufe aus dem Festnetz auf eine 032-Rufnummer werden hingegen oft normalen Telefongesprächen gebührentechnisch gleichgestellt, jedoch nicht in bestehenden Pauschaltarifen (Flatrates) inkludiert; so z. B. bei Telekom-Anschlüssen.[8]

Gesprächsübertragung

Prinzip eines Gespräches via IP-Telefonie bei der möglichen Nutzung eines IP-Telefons

Wie bei herkömmlicher Telefonie werden die akustischen Signale der Sprache zunächst analog mit einem Mikrofon (über den Telefonhörer) in elektrische Signale gewandelt. Diese analogen elektrischen Signale werden digitalisiert (kodiert). Optional können sie komprimiert werden (verbreitet sind dafür ITU-T G.723.1 oder G. 729 Annex A), um die zu übertragende Datenmenge zu reduzieren. Der Transport der so umgewandelten Daten erfolgt über ein öffentliches oder privates Telekommunikationsnetz. Bedingt durch das für den Transport verwendete Verfahren der Paketvermittlung werden die Daten dazu in viele kleine Pakete aufgeteilt.

Digitalisierung der analogen Signale und digitale Verarbeitung

Das analoge Sprachsignal wird zur Digitalisierung mit einer geeigneten Abtastrate abgetastet und die Ergebnisse (Samples) durch einen Analog-Digital-Umsetzer (ADC) in eine regelmäßige Folge von Digitalsignalen umgewandelt.

Die Datenrate dieses digitalen Datenstroms ist das Produkt aus der Abtastrate und der Auflösung des ADC in Bit. Sie kann bei Bedarf vor der Übertragung mittels Kodierung reduziert werden. Je nach verwendetem Codec (Coder-Decoder) sind unterschiedliche Kompressionsfaktoren möglich. Viele Codecs benutzen dabei verlustbehaftete Verfahren, bei denen für das menschliche Gehör unwichtige Informationen weggelassen werden. Das verkleinert die Datenmenge und verringert so die zur Übertragung benötigte Bandbreite erheblich, ohne den Höreindruck nennenswert zu verschlechtern. Werden zu viele Informationen weggelassen, kommt es zu einer wahrnehmbaren Verschlechterung der Sprachqualität.

Verschiedene Codecs, die unterschiedliche Kodierverfahren anwenden, kommen zum Einsatz. Manche sind speziell dafür ausgelegt, ausgehend von der Standard-Telefonqualität (Abtastrate 8 kHz, 8 Bit ADC-Auflösung) eine deutlich niedrige Datenrate zu erreichen als die 64 kBit/s des ITU-Standards G.711. Andere Codecs wie G.722 (siehe HD-Telefonie) dagegen codieren ausgehend von höher abgetasteter und aufgelöster digitaler Sprache mit Radio- oder CD-Qualität (7 kHz und mehr Bandbreite der übertragenen Sprache) bei dennoch gemäßigtem Bedarf an Übertragungsbitrate.

Je nach Digitalisierungs- und Kodierverfahren variiert also der Frequenzbereich der kodierten Sprache, die zur Übertragung erforderliche Bandbreite sowie die resultierende Sprachqualität (Quellkodierung). Zusätzlich können die Kodierverfahren noch so ausgelegt sein, dass bestimmte typische Störungen auf dem Transportweg ausgeglichen werden (Kanalkodierung). Damit die Daten nach dem Transport wieder in für das menschliche Gehör verständliche Sprache umgewandelt werden können, muss der Empfänger einen zum Coder passenden Decoder verwenden, was dazu führt, dass viele Endgeräte zur Sicherstellung der Interoperabilität mehrere Codecs enthalten.

Transport der Daten

Im Normalfall schickt jedes Endgerät die codierten Sprachdaten unabhängig von der Signalisierung „direkt“ über das Netzwerk an die IP-Adresse der Gegenstelle. Die Gesprächsdaten fließen also nicht über Server eines VoIP-Providers.

Der eigentliche Transport der Daten erfolgt über das Real-Time Transport Protocol (RTP) oder SRTP und wird gesteuert durch das RealTime Control Protocol (RTCP). RTP verwendet zur Übertragung das User Datagram Protocol (UDP). UDP kommt zum Einsatz, da es ein minimales, verbindungsloses Netzwerkprotokoll ist, das im Gegensatz zum Transmission Control Protocol (TCP) nicht auf Zuverlässigkeit ausgelegt wurde. Das bedeutet, dass der Empfang der Sprachpakete nicht bestätigt wird, also keine Übertragungsgarantie besteht. Der Vorteil von UDP ist seine geringere Latenzzeit gegenüber der von TCP, da nicht auf eine Bestätigung gewartet und fehlerhafte Pakete nicht neu gesendet werden und sich somit der Datenfluss insgesamt nicht zusätzlich verzögert. Eine komplett fehlerfreie Übertragung ist aufgrund der Redundanz gesprochener Sprache (und der Fähigkeit der verwendeten Codecs, Fehler zu korrigieren) nicht nötig. Für ein flüssiges Gespräch ist eine geringe Laufzeit viel wichtiger.

Übertragungsqualität

Die Anforderungen an das Netz für Datenübertragung und IP-Telefonie unterscheiden sich erheblich. Neben der erforderlichen Übertragungskapazität (rund 100–120 kbit/s für ein Gespräch kodiert mit G.711) haben insbesondere Qualitätsmerkmale wie mittlere Verzögerung, Schwankungen der Verzögerung (Jitter) und Paketverlustrate erheblichen Einfluss auf die resultierende Sprachqualität. Durch Priorisierung und geeignete Netzplanung ist es möglich, eine mit der herkömmlichen Telefonie vergleichbare Sprachqualität und Zuverlässigkeit des Telefondienstes über IP-Netze unabhängig von der Verkehrslast zu erreichen.

Da das Internet in seiner heutigen Form (Stand 2008) keine gesicherte Übertragungsqualität zwischen Teilnehmern garantiert, kann es durchaus zu Übertragungsstörungen, Echos, Aussetzern oder Verbindungsabbrüchen kommen, so dass die Sprachqualität nicht ganz der von herkömmlichen Telefonnetzen entspricht, meist noch besser als in Mobilfunk-Netzen ist. Mit einem guten DSL-Anschluss (Engpass ist die Bitrate in Richtung Netz [upstream], sie sollte dauerhaft zwischen 120 und 200 kbit/s je Telefonverbindung liegen) können etwa gleichwertige und kostengünstige Alternative zum klassischen Telefonanschluss erhalten werden.

QoS auf Layer 3 bei VoIP

Eine Kennzeichnung und Bevorzugung (Priorisierung) der „Sprachpakete“ gegenüber anderen Datenpaketen im Internet ist sinnvoll. Das heute im Internet noch vorwiegend verwendete Protokoll IPv4 bietet zwar solche Möglichkeiten (DiffServ), jedoch werden sie von den Routern im Internet nicht oder nicht durchgängig beachtet. Sorgfältig geplante und konfigurierte private IP-Netze können jedoch eine ausgezeichnete „Quality of Service (QoS)“ gewährleisten (auch mit Ethernet als Bitübertragungsschicht) und dadurch die Telefonie bei Überlast im Datenbereich mit gewohnter Qualität ermöglichen. Status quo im Internet ist jedoch bisher der Best-Effort-Transport, das heißt die Gleichbehandlung aller Pakete. Die dennoch meist brauchbare Telefonie-Qualität ist den Überkapazitäten der Netze zu verdanken. An weitergehenden QoS-Standards für das zukünftige, multimedia-lastige Internet wird in einer Reihe von Gremien und Forschungsprojekten gearbeitet (MUSE, DSL Forum, ITU-T).

Vom Nachfolgeprotokoll IPv6 sind bezüglich QoS keine wesentlichen Verbesserungen zu erwarten. IPv6 bringt als neues Element Flows. Bisher besteht noch keine Klarheit darüber, wie dies genutzt werden soll. Ob die Infrastruktur diese Markierungen (Priorität, DSCP-Code) berücksichtigt oder nicht, ist letztlich eine finanzielle Frage. Die Zukunft wird zeigen, ob die Internet Service Provider für mehr Geld qualitativ höherwertige IP-Ströme bereitstellen werden.

Qualitätsmerkmale

Um eine qualitativ hochwertige Kommunikation über Voice-over-IP führen zu können, müssen die für den Sprachtransport verwendeten Datenpakete so beim Gegenüber ankommen, dass sie zu einem getreuen Abbild des ursprünglichen, zeitlich zusammenhängenden Datenstroms zusammengesetzt werden können. Die im nachfolgenden aufgeführten Faktoren bestimmen die Qualität des Systems.

Im Intranet kann der Betreiber des Netzwerks autonom durch die Server-Konfiguration und die Routerausstattung sowie die Verteilung der Accesspoints die Qualität der Sprachübertragung bestimmen. Im Internet sind die an der gesamten Kette jeweils temporär beteiligten Provider bestimmend für die Übertragungsqualität.

Durchsatz

Der erforderliche Durchsatz (Menge an Daten, die von einem System oder Teilsystem pro Zeiteinheit verarbeitet werden können) hängt in erster Linie von der verwendeten Codierung ab. Ein unkomprimiertes Gespräch hat typischerweise eine Datenrate von 64 kbit/s (Payload). Abhängig vom verwendeten Kompressionsverfahren beträgt die für die reine IP-Telefonie benötigte Bandbreite maximal knapp 100 kbit/s (64 kbit/s netto zuzüglich der Overheads der verschiedenen Kommunikations-Protokolle).

Da das Netz gemeinsam mit anderen Datendiensten genutzt wird, ist insbesondere im Heimbereich eine Datenverbindung (wie ein DSL-Anschluss) mit einer Bandbreite von mindestens 100 kbit/s in beide Richtungen empfehlenswert. Hier gilt es zu beachten, dass im häufig verwendeten ADSL-Verfahren die Upstream-Bitrate wesentlich geringer ist als die Downstream-Bitrate.[9]

Laufzeit (Latenz) und Jitter

Der Transport von Daten benötigt Zeit. Sie wird als Laufzeit oder Latenz (englisch delay, latency) bezeichnet und ist bei herkömmlicher Telefonie im Wesentlichen die Summe der Signallaufzeiten auf den Übertragungskanälen. Bei Telefonie über IP-Netze kommen weitere Verzögerungen durch die Paketierung und Zwischenspeicherung sowie gegebenenfalls Datenreduktion, Kompression und Dekompression der Daten hinzu. Bei der Telefonie (unabhängig von der Technologie, mit der sie realisiert wird) stellen gemäß ITU-T-Empfehlung G.114 bis 400 Millisekunden Einweglaufzeit (Mund zu Ohr) die Grenze dar, bis zu der die Qualität von Kommunikation in Echtzeit noch als akzeptabel gilt. Ab ungefähr 125 Millisekunden kann die Laufzeit vom Menschen jedoch schon als störend wahrgenommen werden. Daher empfiehlt die ITU-T bei hoch-interaktiven Kommunikationsformen generell eine Einweglaufzeit von 150 Millisekunden nicht zu überschreiten.

Als Jitter wird die zeitliche Schwankung zwischen dem Empfang von zwei Datenpaketen bezeichnet. Um diese zu kompensieren, werden so genannte „Pufferspeicher“ (Jitterbuffer) eingesetzt, die eine zusätzliche absichtliche Verzögerung der empfangenen Daten bewirken, um anschließend die Daten isochron auszugeben. Pakete, die noch später ankommen, können nicht mehr in den Ausgabedatenstrom eingearbeitet werden. Die Größe des Pufferspeichers (in Millisekunden) addiert sich zur Laufzeit. Sie erlaubt also die Wahl zwischen mehr Verzögerung oder höherer Paketverlustrate.

Paketverlust

Von Paketverlust spricht man, wenn gesendete Datenpakete den Empfänger nicht erreichen und deshalb verworfen werden. Bei Echtzeitanwendungen wird von Paketverlusten gesprochen, wenn das Paket zwar den Empfänger erreicht, aber zu spät eintrifft, um noch in den Ausgabestrom eingefügt werden zu können. Für Telefonie wird nach ITU-T G.114 eine Paketverlustrate (packet loss rate) bis maximal 5 % noch als akzeptabel eingestuft.

Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit des Gesamtsystems ergibt sich aus den Einzelverfügbarkeiten der beteiligten Komponenten und deren Zusammenschaltung (kaskadiert – in Reihe, oder redundant – parallel). Somit hängt die Verfügbarkeit eines IP-Telefonie-Systems in erster Linie vom Netzdesign ab. Eine US-amerikanische Studie vom Juni 2005 untersuchte die Verfügbarkeit von IP-Telefonie in den USA. Im Durchschnitt wurden knapp 97 % erreicht. Das entspricht einem Ausfall an insgesamt 11 kompletten Tagen im Jahr.[10] Zudem gibt es bei vielen deutschen DSL-Providern eine so genannte 24-Stunden-Zwangstrennung, die dazu führt, dass bei ständig benutzter Leitung eine Trennung stattfindet.

Architektur

Es gibt für VoIP unterschiedliche Architekturen. Weit verbreitet sind: die Architektur gemäß dem H.323-Rahmenstandard der ITU-T, die die Elemente Terminal, Gateway, Gatekeeper und MCU vorsieht, sowie die Architektur gemäß dem De-facto-Standard SIP der IETF. Dazu kommen eine Reihe von Nicht-Standard-Lösungen für VoIP.

Terminal

Ein Terminal ist in der ITU-Terminologie der „multimediale Endpunkt“ der Kommunikation, im engeren Sinne also das Endgerät zur Ein- und Ausgabe der Sprachinformationen. Seine (ungefähre) Entsprechung in der SIP-Terminologie der IETF ist der User-Agent.

Endgerätetypen

Endgerätetypen

Es gibt drei grundsätzliche Arten von Endgeräten, mit denen die IP-Telefonie möglich ist.

Mit einer auf dem PC laufenden Software, einem so genannten Softphone.
1140E VoIP-Phone
Mit einem direkt an das Lokale Datennetz (LAN) anschließbaren (S)IP-Telefon oder einem WLAN-Telefon für Funknetzwerke. In diesem Fall wird kein PC zum Telefonieren benötigt (außer evtl. für Konfigurationsarbeiten oder zur Erleichterung bestimmter Vorgänge wie dem Erfassen von Kurzwahlen, der Eingabe von alphanumerischen Daten o. Ä.).
Mit einem herkömmlichen Telefon, das über einen Analog- oder ISDN-Telefon-Adapter für VoIP (ATA und ITA) an das LAN angeschlossen wird. ATA und ITA werden direkt als Anschlussmöglichkeit für Telefone in DSL-Routern integriert angeboten. Auch in diesem Fall wird zum Telefoniebetrieb kein PC benötigt, zum einmaligen Einrichten der Benutzerdaten hingegen schon. Endgeräte für GSM-Mobiltelefonie besitzen die Möglichkeit, IP-Telefonate bei verfügbarem WLAN zu führen (siehe Open Source-Betriebssystem Openmoko). Diese Endgerätetypen verbinden aus Kostengründen die GSM-Mobil- und IP-Telefonie, indem sie bei verfügbarem WLAN die kostengünstigere IP-Telefonie mit dem Mobiltelefon nutzen.

Probleme beim Einsatz von Voice over WLAN sind jedoch bisher noch das Fehlen von Standards für Bandbreitenmanagement auf der Luftstrecke (zu viel Useraktivität am selben Accesspoint verursacht kritische Paketverlustrate der VoIP-Verbindung) und für Handover (Abbruch der Verbindung bei Bewegung des Endgeräts zu einem anderen Accesspoint) sowie bei batteriebetriebenen Endgeräten der hohe Stromverbrauch.

Fax über IP (Fax over IP, FoIP)

Zum Versenden von Fax über ISDN- oder analoge Anschlüsse wird im Sprachkanal das T.30-Protokoll verwendet. Durch die hohe Zuverlässigkeit einer Sprachkanalverbindung in herkömmlichen TDM-basierten Netzwerken ist normalerweise eine sichere Übertragung gewährleistet. Das trifft in IP-Netzen jedoch nicht zu, denn Sprache wird meist ungesichert übertragen (RTP über UDP), trotz gleicher Codierung der Sprache, wie beispielsweise dem Codec G.711, der in TDM-basierten Netzwerken und IP-Netzen verwendet wird. IP-Pakete können verloren gehen und sind in der Höhe von bis zu 5 % an Verlusten für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar. Der Fax-Transport über ein IP-Netz mittels eines solchen Sprach-Codecs, einer dabei eingesetzten für die menschliche Sprache optimierten Codierung, führt jedoch zu Informationsverlusten oder Verbindungsabbrüchen des Faxes.

Um Faxe über IP-Netzwerke versenden zu können, werden folgende Codierungen und Protokolle im Sprachkanal verwendet:

Über einen Sprach-Codec: Fax over VoIP, verlässliche Übertragung nicht immer möglich
E-Mail
T.37 (E-Mail basiert)
Echtzeit: T.38

Daraus ergeben sich unterschiedliche Ansätze, um Fax über IP (FoIP) zu nutzen.

Ein herkömmliches analoges Faxgerät wird in einem IP-Netz wie einem TDM-basierten Telefonnetz mit analogem oder ISDN-Anschluss genutzt. (Das ist die am häufigsten geforderte Lösung.)
Ein Faxgerät mit direkter T.38- oder E-Mail-Unterstützung und Netzwerk­anschluss und gleichzeitig einem zur Verfügung stehenden Gateway mit T.38- oder E-Mail-Unterstützung mit Zugang zum PSTN-Telefonnetz und ein Gatekeeper wird verwendet.
Es gibt Faxgeräte, die für direkten Faxversand und -empfang per T.38 ausgelegt sind.[11]

Gateway

Das Gateway ist ein Vermittler zwischen den beiden Technologien.

Damit Verbindungen zu herkömmlichen Telefonnetzen hergestellt werden können, werden Vermittlungsrechner, die so genannten Gateways, benötigt. Diese sind sowohl mit dem Kommunikationsnetzwerk des IP-Telefons als auch mit dem herkömmlichen Telefonnetz (PSTN) verbunden. Empfangen sie eine Anfrage von einem IP-Telefon, leiten sie diese ins Telefonnetz weiter, indem sie die gewünschte Nummer anrufen. Erhalten sie einen Anruf aus dem Telefonnetz, leiten sie eine Anfrage an das entsprechende IP-Telefon weiter.

Gatekeeper

Ein Gatekeeper ist eine optionale Komponente in der H.323-Umgebung und erfüllt zentrale Funktionen wie Terminal-Registrierung oder Auf- und Abbau von Verbindungen zwischen registrierten Terminals.

Multipoint Control Unit (MCU)

Die optionale Multipoint Control Unit (MCU) kommt bei H.323 dort zum Einsatz, wo Verbindungen zwischen mehr als zwei Terminals gewünscht werden (Telefon- oder Videokonferenz). Hier erfolgt die Aushandlung der Terminal-Eigenschaften und die Steuerung der Konferenz. Ggf. erfolgt eine Umsetzung von unterschiedlichen Codecs und Bitraten und die Verteilung der gemixten Informationen per Multicast.

Anwendungsbereiche

Direkte Internettelefonie

Die IP-Telefonie wird genutzt, um weltweit Gespräche direkt über das Internet zu führen, die so genannte Internettelefonie. Dabei wird das klassische Telefonnetz gar nicht mehr benutzt.

Bei Endkunden (Privatanwender und Home Office) sind Gründe für den Einsatz insbesondere:

Gebühren sparen durch IP-Telefonie. Als Endgeräte können über spezielle Adapter (ATA, ITA) angeschlossene analoge oder ISDN-Endgeräte, sound-fähige Computer (vorzugsweise mit Handset oder Headset) und spezielle IP-Telefone verwendet werden. Für Gespräche zwischen zwei IP-Telefonie-Teilnehmern fallen keine Gesprächsgebühren an.
Die Verbindung zu und von Teilnehmern am herkömmlichen Telefonnetz ist möglich. Sie wird dabei durch einen vom Anbieter bereitgestellten Übergang, den Gateway-Dienst, hergestellt. Für Gespräche, die über Gateways ausgehen, fallen normalerweise besondere Gebühren an.
Unabhängig vom Aufenthaltsort ist die Erreichbarkeit immer unter derselben Adresse und Rufnummer gegeben.

Organisationsinterne Telefonie

Innerhalb von Organisationen, wie Unternehmen, wird IP-Telefonie in zunehmendem Maße dazu genutzt, das Telefonnetz und das Computernetzwerk zusammenzuführen. Der Datentransport der Telefongespräche für die Signalisierung und die Übertragung der digitalisierten Sprache erfolgt über das EDV-Netzwerk (LAN). Somit lassen sich die Infrastruktur-Kosten durch Einheitlichkeit von Verkabelung und aktiven Systemkomponenten reduzieren. Die IP-Telefone werden wie ein Arbeitsplatz-PC am Netzwerkanschluss angeschlossen. Herkömmliche Endgeräte sind zu ersetzen oder zu adaptieren.

Die Telefoniedienste, insbesondere die Teilnehmerverwaltung und Gesprächsvermittlung, werden über IP-fähige Telefonanlagen bereitgestellt, die ebenfalls ans Netzwerk angebunden sind. Telefonanlagen verschiedener Standorte können über das Extranet (WAN) und bestehende Datenleitungen mit Kapazitätsreserven gekoppelt werden. Nicht alle dieser verschiedenen Standorte müssen dabei mit einer eigenen Telefonanlage ausgerüstet sein. Standorte, an denen keine lokale Telefonanlage installiert ist, werden als abgesetzte Einheiten bezeichnet. Für Verbindungen in das herkömmliche Telefonnetz, wie das öffentliche Telefonnetz (PSTN), werden sogenannte Gateways zwischen dem IP-Netzwerk und dem konventionellen Netz eingesetzt.

Die Struktur des Gesamtsystems wird in so genannten Szenarien beschrieben, die mehrere Übergänge zwischen konventioneller Telefonie und VoIP enthalten können. Die als Migration bezeichnete Umstellung von klassischer Telefonie auf VoIP erfolgt meist schrittweise. Sukzessive werden Teile einer Unternehmung, bevorzugt neue Abteilungen, mit der neuen Technik ausgestattet.

Durch kombinierte TK-Anlagen, die IP- und herkömmliche Ports bereitstellen, ist eine schleichende Migration (Sanfte Migration) möglich, indem herkömmliche Anschlüsse weiterbetrieben werden können und nach und nach durch IP-Anschlüsse ersetzt werden. Diese TK-Anlagen werden als Hybrid-Anlagen bezeichnet.

Sprachqualität und Zuverlässigkeit der Telefontechnik hängen nach einer Umstellung auf VoIP komplett von der Netzwerktechnik ab, was speziell bei der Planung und Administration der Netze zu berücksichtigen ist und wesentlich höhere Anforderungen an die Hardware stellt.

Eine Cloud-Telefonanlage ist eine Telefonanlage für Unternehmen, welche IP-Telefonie nutzt und nicht lokal im Unternehmen betrieben wird, sondern auf ausgelagerten Servern eines Anbieters für Cloud-Telefonie. Eine Cloud-Telefonanlage bedarf keines herkömmlichen Telefonanschlusses mehr, sondern benötigt für die Gesprächsabwicklung lediglich eine Internet-Verbindung und ein VoIP Endgerät, bzw. Softphone auf einem PC oder Mobiltelefon.[12]

Hintergrund-Technik der herkömmlichen Telefonie

Herkömmliche Telefonnetze in Europa basieren auf dem leitungsvermittelten PCM30-Verfahren. Seitens der Betreiber von Telefonnetzen kann für die Übermittlung von Gesprächen IP-Telefonie eingesetzt werden, ohne dass das eine Änderung für die Gesprächsteilnehmer mit sich brächte. Der Einsatz von IP-Telefonie kann für Teile des Netzes oder das ganze Netz stattfinden.

Schon länger wird IP-Telefonie beispielsweise von Call-by-Call-Anbietern für Auslandsverbindungen genutzt. Die Gespräche werden dabei zwischen dem hiesigen Telefonnetz und dem Telefonnetz des Ziellands über das Internet geleitet, wodurch sich Kostenvorteile ergeben.

Next Generation Networks (NGN) verwenden ausschließlich Paketvermittlungs­netze für die Telekommunikation. Ziel dabei ist, die Netz-Ressourcen effizienter zu nutzen und eine gemeinsame Plattform für alle Dienste zu schaffen. Dabei erfolgt eine Trennung zwischen der Transport- und Dienstebene.

Verbindungspreise

Falls beide Teilnehmer mit dem Internet verbunden sind, fallen bei der Internettelefonie normalerweise, abgesehen von den Kosten für die Internetnutzung, keine weiteren Kosten an. Für Teilnehmer mit einer Internet-Flatrate sind in diesem Fall Gespräche unter Verwendung eines offenen SIP-Servers weltweit kostenlos. Einige VoIP-Anbieter beschränken jedoch den Bereich der kostenlosen Telefonie auf Nutzer, die sich bei ihnen oder einem ihrer Partner registriert haben. In dem Fall bleibt dem Anwender zur gesprächsgebührenfreien Telefonie die Möglichkeit der direkten Adressierung seines Gesprächspartners über die IP-Adresse ohne Inanspruchnahme eines VoIP-Dienstanbieters.

Für Anrufe aus dem Internet zu einem Teilnehmer im klassischen Telefonnetz wird ein Gateway benötigt, das die Verbindung bewerkstelligt. Für dessen Nutzung entstehen Kosten, die sich aus der Bereitstellung der Infrastruktur sowie den Gesprächsgebühren im Telefonnetz zusammensetzen.

Bei Auslandsgesprächen zu einem Teilnehmer im klassischen Telefonnetz ist der Standort des Gateways entscheidend: Bis zum Gateway wird der günstige Internetzugang benutzt, danach gelten die Telefonpreise des Gatewayanbieters.

Wird für die IP-Telefonie ein vorhandenes Unternehmensnetz benutzt, entstehen keine gesprächsdauerabhängigen Verbindungskosten. Neben den Kosten für VoIP-fähige Netzkomponenten (Router und LAN-Switch) sind die anteiligen Kosten für die Netzbandbreite in eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einzubeziehen. Die erforderliche Bandbreite ergibt sich aus der vom verwendeten Codec abhängigen Bandbreite pro Gespräch und der zu erwartenden Anzahl gleichzeitiger Gespräche.

Sicherheitsaspekte

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Durch die Integration der Sprachdatenübertragung in das IP-Netz ergeben sich neue Herausforderungen an die IT-Sicherheit. In seiner Sendung vom 3. Februar 2015 belegte das ARD-Magazin Report, dass Vertreter der Geheimdienste mehrerer Länder, darunter der BND, bereits 2004 zusammen mit VOIP-Anbietern an der Erarbeitung von „VOIP-LI-Standards“ mitgearbeitet haben. „LI“ steht für englisch lawful interception, rechtmäßiges Abhören.

Die VoIP-Pakete werden über ein so genanntes „Shared Medium“ übertragen, also über ein Netz, welches sich mehrere Teilnehmer und unterschiedliche Dienste teilen. Unter gewissen Voraussetzungen kann es Angreifern möglich sein, die Daten auf dem Übertragungsweg abzugreifen und das Gespräch aufzuzeichnen. Es existieren beispielsweise Programme, mit deren Hilfe der Datenstrom aus geswitchten Umgebungen mittels „ARP-Spoofing“ abgegriffen und daraus wieder eine Audiodatei erzeugt werden kann.

Zwar besteht die Möglichkeit, die Übertragung mit Secure Real-Time Transport Protocol (SRTP) zu verschlüsseln, das wird jedoch von den Anwendern nur selten genutzt, da die meisten VoIP-Anbieter es nicht unterstützen. Ein weiterer Grund ist die Unkenntnis über diese Möglichkeit, außerdem kann eine Verschlüsselung die Sprachqualität beeinträchtigen, weshalb sich häufig Anwender zu Gunsten der Sprachqualität gegen die höhere Sicherheit entscheiden.

Das oftmals eingesetzte Session Initiation Protocol (SIP) kann ebenso nicht in allen in der Praxis anzutreffenden Formen als hinreichend sicher betrachtet werden. Es verfügt zwar über Sicherheitsmechanismen (beispielsweise Call-IDs auf der Basis von Hashfunktionen), bietet jedoch Angriffsmöglichkeiten für Denial-of-Service-Attacken.

Ein anderer sicherheitsrelevanter Bereich ist zwar nicht ausschließlich auf diese Technik begrenzt, wird jedoch durch die geringen Kosten, die für die Gespräche anfallen, begünstigt. So besteht die Möglichkeit einer Art von „VoIP-Spam“, auch SPIT („Spam over Internet Telephony“) genannt.

Beim Vishing, dem Pendant zum Phishing, täuschen Kriminelle vor im Namen einer Bank anzurufen, um die Passwörter argloser Kunden zu erschleichen.[13]

Außerdem könnte das Phreaking mit VoIP sozusagen ein Revival erleben. Das Szenario beruht darauf, dass bei der VoIP-Kommunikation die Signalisierung (beispielsweise SIP) von den Sprachdaten (Payload, zum Beispiel RTP) entkoppelt ist. Zwei speziell präparierte Clients bauen über den SIP-Proxy ein Gespräch auf und verhalten sich absolut standardkonform. Nach dem Gesprächsaufbau wird dem SIP-Proxy ein Gesprächsabbau signalisiert. Dieser sieht die Sitzung als beendet an und verbucht das Gespräch. Der RTP-Datenstrom wird von den Clients jedoch aufrechterhalten. Die Gesprächspartner telefonieren kostenlos weiter.

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Eine völlig neue Sicherheitsbewertung erfordern VoIP-Telefonanlagen (z. B. im Unternehmenseinsatz) sowie alle weiteren VoIP-Geräte, die netzseitig direkt via VoIP kommunizieren. Zur Vereinfachung ist im Folgenden nur von den Telefonanlagen die Rede. Sinngemäß gelten die Ausführungen prinzipiell für jedes Gerät, das netzseitig direkt per VoIP erreichbar ist.

Während herkömmliche Telefonanlagen nur via ISDN oder Analogleitung von außen erreichbar waren und nur in seltenen Fällen eine Verbindung zum firmeninternen Daten-Netzwerk hatten (z. B. zu Konfigurationszwecken oder CTI), können sich VoIP-Anlagen, die netzseitig auf VoIP aufsetzen, als Einfallstor für neue Arten von Hackerangriffe anbieten.

Um für eintreffende Anrufe erreichbar zu sein, ist es unumgänglich, die von VoIP-Telefonie benötigten Ports in der Firewall zu öffnen und an diesen Ports eintreffende Datenpakete an die Telefonanlage weiterzuleiten. Da solche Pakete (=Anrufe) sowohl unaufgefordert als auch unplanbar eintreffen, müssen diese Ports permanent geöffnet sein und können nicht durch ausgehende Pakete getriggert werden. Die Anlage ist also auf diesen Ports ständig und ungefiltert erreichbar.

Moderne VoIP-Anlagen sind oftmals Bestandteil des lokalen Netzwerks – oder müssen dies sein, wenn auch intern VoIP-Endgeräte benutzt werden. Sollte es nun einem potentiellen Angreifer beispielsweise durch die Übertragung von manipulierten VoIP-Datagrammen gelingen, die Telefonanlage unter seine Kontrolle zu bringen, hätte er dadurch auch Zugang zum gesamten lokalen Netz erreicht. Üblicherweise werden Router, Gateways, Server und ähnliche Komponenten auf derartige Schwachstellen überprüft, wohingegen dieser Aspekt bei herkömmlichen Telefonanlagen praktisch keiner Beachtung bedurfte. Zukünftig werden VoIP-Telefonanlagen unter sicherheitstechnischen Aspekten ebenso einzustufen und entsprechend abzusichern sein wie andere netzseitig exponierte Geräte.

Ausfallsicherheit

Durch den Wegfall der klassischen Telefonleitungen stellt das lokale Datennetz in Firmen einen Single Point of Failure für die Kommunikation der Mitarbeiter dar. Waren diese ohne VoIP bei einem Ausfall einer Netzkomponente wie einem Switch oder Router noch telefonisch erreichbar, ist das mit VoIP nicht mehr der Fall beziehungsweise nur noch eingeschränkt über Mobiltelefone. Eine Investition in ein redundantes Netz kann dieses Risiko verringern.

Stromversorgung

In klassischen (leitungsvermittelnden) Telefonnetzen wurden Anschlüsse mit einer Amts-Fernspeisung betrieben, die den Anschluss unabhängig von der lokalen Stromversorgung mit Energie versorgt. Während diese Fernspeisung für Endgeräte an analogen Teilnehmeranschlüssen noch für einen Vollbetrieb, bei ISDN für ein einzelnes Endgerät im Notbetrieb ausreichend ist, ist sie für eine Energieversorgung von Geräten zum Betrieb von VoIP (zum Beispiel Router, Terminals) ungenügend.

Soll die VoIP-Funktionalität auch bei einem lokalen Energieausfall an diesen Anschlüssen weiterhin möglich sein, so müssen sämtliche Bauteile, DSL-Modems, Router, VoIP-Endgeräte, durch eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung abgesichert werden.

Eine ähnliche Situation besteht bei vielen modernen analogen Telefonen. Vor allem die meisten Schnurlostelefone funktionieren ebenfalls nicht ohne lokale Stromversorgung der Basisstation.

Lokalisierung und Notrufe

Da die Telefonnummer nicht zwingend ortsgebunden ist, ist eine Lokalisierung des Anrufenden nur eingeschränkt möglich. Problematisch ist das vor allem bei Notrufen, wo eine Hilfe ohne entsprechender Ortsangabe sehr schwierig wird. Es betrifft außerdem Angebote, die geografische Einwahlnummern besitzen, um regionsspezifische Informationen bereitzustellen (Auskunftsdienste, Service- oder Callcenter, Sonderrufnummern).

Siehe auch: Notrufe in VoIP-Netzen

Öffentliche Sicherheit und staatliche Blockade

Da die Telefonnummern nicht ortsgebunden sind, hängt die Landeskennung allein vom SIP-Anbieter ab. Deshalb lässt sich aus der Landeskennung (etwa 49 für Deutschland) nicht entnehmen, woher der Anruf wirklich kommt. Laut nachrichtendienstlichen Quellen könnten Terroristen aus diesem Grund VoIP für ihre Kommunikation verwenden. So ist aus von Edward Snowden geleakten Dokumenten ersichtlich, dass die NSA und das GCHQ seit 2008 diverse VoIP-Kanäle von Online-Spielen überwacht.[14]
Rund um die Pariser Terroranschläge wurden Aussagen des belgischen Innenministers Jan Jambon medial aufgegriffen, der sagte, Daesch kommuniziere zunehmend über das VoIP-Feature der PlayStation 4, Party Chat.[15]
Besonders in arabischen Ländern blockieren immer mehr Internetdienstanbieter IP-Telefonie, so etwa die marokkanische Maroc Telecom.[16]

Literatur

Kai-Oliver Detken, Evren Eren: VoIP Security – Konzepte und Lösungen für sichere VoIP-Kommunikation. Hanser Verlag, 2007, ISBN 3-446-41086-4.
André Liesenfeld: Unified Communication Praxisleitfaden. Vereinigte Kommunikationsdienste planen, implementieren und erfolgreich einsetzen. Hanser, München 2010, ISBN 3-446-41834-2.
Andreas Kanbach: SIP – Die Technik. Vieweg, 2005, ISBN 3-8348-0052-X.
Thor Alexander: Internet-Telefonie, VoIP für Alle! Hanser, 2005, ISBN 3-446-40456-2.
Marc Sielemann: Voice over IP. Wirtschaftlichkeit für Groß- und mittelständische Unternehmen. Shaker, 2005, ISBN 3-8322-4591-X.
Jochen Nölle: Voice Over IP. Grundlagen, Protokolle, Migration. VDE, 2005, ISBN 3-8007-2850-8.
Anatol Badach: Voice over IP – Die Technik. 4. überarbeitete Auflage. Hanser, München 2010, ISBN 978-3-446-41772-4.
Egmont Foth: IP-Telefonie, Handbuch. FOSSIL, 2001, ISBN 3-931959-33-3.
Rolf-Dieter Köhler: Voice over IP. mitp, 2001, ISBN 3-8266-4067-5.
Hein, Reisner, Voß: Voice over IP. Sprach-Daten-Konvergenz richtig nutzen. Franzis, Poing 2002, ISBN 3-7723-6686-4.
Jörg Henkel: Voice over IP – Rechtliche und regulatorische Aspekte der Internettelefonie. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4379-9. 

Spezifikationen

RFC 741 Specifications For The Network Voice Protocol (NVP)
RFC 3261 SIP: Session Initiation Protocol

Weblinks

 Wikibooks: IP-Telefonie – Lern- und Lehrmaterialien
 Wikinews: Kategorie: VoIP – in den Nachrichten
 Wiktionary: Internettelefonie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Voice over IP – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: VoIP – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: voipen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
IP-Telefonie: Sicherheit ist machbar Grundlagen und Tipps
Diplomarbeit zur Absicherung von VoIP-Installationen von der Fachhochschule Brandenburg
Informationsportal der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Bundesdatenschutzbeauftragter: Datenschutz bei der Internet-Telefonie – Moderne Technik mit Risiken
Liste von Anbietern, die per SIP-URI erreichbar sind – direkt oder mit ENUM-Lookup (grün, die rotmarkierten sind blockiert)

Einzelnachweise

↑ Voice-over-IP – Duden, Bibliographisches Institut; 2016

↑ [
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Bundesnetzagentur/Publikationen/Berichte/2017/TB_Telekommunikation20162017.pdf?__blob=publicationFile&v=3] (PDF) Bundesnetzagentur, S. 17 (PDF); abgerufen am 23. Januar 2018

↑ Danny Cohen, Stephen Casner, James W. Forgie: A Network Voice Protocol NVP-II. (PDF) ISI / RR-81-90

↑ mtalk und andere frühe Linux-VOIP Pakete

Umstellung von 01805- auf 032-Vorwahl bei Deutscher Telekom für Mehrwertdienst Fax & Fon

Erreichbarkeit von 032-Rufnummern.

Vodafone als letzter großer Mobilfunker in Deutschland schaltet Weg zur Vorwahl 032 frei.

032: Spezielle Vorwahl für die Internet-Telefonie. Teltarif, abgerufen am 15. März 2015

↑ Beispielrechnung zur benötigten Bandbreite

The Good News on VoIP – Reliability Improves on Latest Keynote Study of Internet Telephone Service. Pressemeldung, 25. Januar 2006

Sagem bietet Hybrid-Fax für Faxen via Voice over IP. In: golem.de. 20. März 2007, abgerufen am 30. Oktober 2014. 

↑ Daniel Hüfner: Telefonanlage gesucht? 12 Anbieter im Schnellcheck. Abgerufen am 30. April 2019. 

↑ Marie Keyworth: Vishing and smishing: The rise of social engineering fraud. In: bbc.com. 1. Januar 2016, abgerufen am 10. April 2017. 

↑ Jaikumar Vijayan: The NSA tracks World of Warcraft and other online games for terrorist clues. In: computerworld.com. 9. Dezember 2013, abgerufen am 23. Mai 2016. 

↑ Victoria Ho: There’s no evidence ISIS used PlayStation 4 to coordinate the Paris attacks. In: mashable.com. 16. November 2015, abgerufen am 23. Mai 2016. 

Maroc Telecom Blocks Online Games. In: moroccoworldnews.com. 20. Mai 2016, abgerufen am 23. Mai 2016. 

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(3) Hat der Verbraucher die Zahlung per Vorkasse gewählt, so verpflichtet er sich, den Kaufpreis unverzüglich nach Vertragsschluss zu zahlen.
Soweit wir per Nachnahme liefern, tritt die Fälligkeit der Kaufpreisforderung mit Erhalt der Ware ein.

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(2) Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der verkauften Sache geht auch beim Versendungskauf erst mit der Übergabe der Sache an den Käufer auf diesen über.

§5 Eigentumsvorbehalt
Wir behalten uns das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises vor.

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§6 Widerrufsrecht des Kunden als Verbraucher:
Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht ein Widerrufsrecht nach folgender Maßgabe zu, wobei Verbraucher jede natürliche Person ist, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können:

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Widerrufsrecht

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mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

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Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist.

Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden.

Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.

Finanzierte Geschäfte

Haben Sie diesen Vertrag durch ein Darlehen finanziert und widerrufen Sie den finanzierten Vertrag, sind Sie auch an den Darlehensvertrag nicht mehr gebunden, wenn beide Verträge eine wirtschaftliche Einheit bilden. Dies ist insbesondere anzunehmen, wenn wir gleichzeitig Ihr Darlehensgeber sind oder wenn sich Ihr Darlehensgeber im Hinblick auf die Finanzierung unserer Mitwirkung bedient. Wenn uns das Darlehen bei Wirksamwerden des Widerrufs oder der Rückgabe bereits zugeflossen ist, tritt Ihr Darlehensgeber im Verhältnis zu Ihnen hinsichtlich der Rechtsfolgen des Widerrufs oder der Rückgabe in unsere Rechte und Pflichten aus dem finanzierten Vertrag ein. Letzteres gilt nicht, wenn der vorliegende Vertrag den Erwerb von Wertpapieren, Devisen, Derivaten oder Edelmetallen zum Gegenstand hat.
Wollen Sie eine vertragliche Bindung so weitgehend wie möglich vermeiden, widerrufen Sie beide Vertragserklärungen gesondert.

Ende der Widerrufsbelehrung

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§7 Widerrufsformular

Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An :
Adelfried Frank Urlaub Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Adelfried Frank
D-97685 Gelsenkirchen
E-Mail info@AdelfriedFrankUrlaubGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)

_____________________________________________________

Bestellt am (*)/erhalten am (*)

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Name des/der Verbraucher(s)

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Anschrift des/der Verbraucher(s)

_____________________________________________________

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)

__________________

Datum

__________________

(*) Unzutreffendes streichen.

§8 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregelungen.

§9 Verhaltenskodex
Wir haben uns den Verhaltenskodizes der folgenden Einrichtungen unterworfen:

Euro-Label Germany
EHI-EuroHandelsinstitut GmbH
Spichernstraße 55
50672 Köln
Den Euro-Label Verhaltenskodex können Sie durch Anklicken des auf unserer Webseite angebrachten Euro-Label-Siegels oder unter http://www.euro-label.com abrufen.

und

Trusted Shops GmbH
Colonius Carré
Subbelrather Straße 15c
50823 Köln
Den Trusted Shops Verhaltenskodex können Sie durch Anklicken des auf unserer Webseite angebrachten Trusted-Shops-Siegels oder unter www.trustedshops.de abrufen.

§10 Vertragssprache
Als Vertragssprache steht ausschließlich Deutsch zur Verfügung.

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§11 Kundendienst
Unser Kundendienst für Fragen, Reklamationen und Beanstandungen steht Ihnen werktags von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr unter

Telefon: 05123 45678911
Telefax: 01715 923706
E-Mail: info@AdelfriedFrankUrlaubGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de
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Stand der AGB Jan.2019


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Saunaraum
Sauna-Blockhütte in Finnland
Sauna in Estland, erbaut 1896

Eine Sauna (Plural Saunen/Saunas; finnisch sauna; auch Schwitzstube oder finnisches Bad genannt[1]) ist ein Raum, der mithilfe eines Saunaofens auf 80 bis 105 Grad Celsius erhitzt wird.[2] Das Schwitzbad in der Sauna fördert die Gesundheit und dient der Entspannung. In Deutschland sind Saunas häufig an ein öffentliches Schwimmbad oder ein Fitnessstudio angeschlossen und können mit anderen Einrichtungen wie Dampfbädern oder einem Warmluftbad kombiniert sein. In Finnland gibt es deutlich mehr private Saunas als öffentliche Saunaanstalten.[3]

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegende Informationen
2 Technik

2.1 Bauweisen
2.2 Wärmequellen
2.3 Saunasteine

3 Saunakultur
4 Medizinische Wirkungen

4.1 Saunieren von Sportlern

5 Saunavarianten

5.1 Das Dampfbad
5.2 Saunaarten
5.3 Feuchtes Warmluftbad
5.4 Textilsauna

6 Ablauf eines Sauna-Besuchs

6.1 Bräuche in der öffentlichen Sauna im deutschsprachigen Raum
6.2 Sauna in Finnland
6.3 Sauna im russischen Raum
6.4 Sauna in anderen Ländern

7 Sauna-Verhaltensregeln
8 Der Aufguss

8.1 Vorgang
8.2 Aufgusszeremonie
8.3 Besondere Aufgussarten

8.3.1 Aromatisierter Aufguss
8.3.2 Eis- und Schnee-Aufguss
8.3.3 Erlebnis-Aufguss
8.3.4 Gießkanne
8.3.5 Honig-Aufguss
8.3.6 Salz-Aufguss
8.3.7 Frucht-Aufguss
8.3.8 Bier-Aufguss
8.3.9 Wenik-Aufguss (Birken-Aufguss)

8.4 Zersetzungsprodukte

9 Sauna-Meisterschaften
10 Sonstiges
11 Literatur
12 Weblinks
13 Einzelnachweise

Grundlegende Informationen

Elektrisch beheizter Saunaofen mit Steinen, die die Wärme gleichmäßig abgeben

Der Saunaraum, der innen meistens mit Holz ausgekleidet ist, wird mit einem Saunaofen auf eine Temperatur zwischen 80 °C und 100 °C, seltener auch bis zu 130 °C erhitzt. Statt Holz- und Ölöfen werden heutzutage meist elektrische Öfen verbaut, weil diese einfacher und problemloser im Betrieb sind.

Die Sitzbänke sind in zwei bis drei Stufen in einer Höhe von 0,5 m bis 1,5 m angeordnet, wobei die Temperatur nach oben hin deutlich zunimmt. Wichtig in einer Sauna ist die Luftzirkulation, es wird also kontinuierlich Frischluft zugeführt, die vom Ofen sofort aufgeheizt wird, sodass die Temperatur im Raum konstant bleibt. Der ursprüngliche Sinn der Sauna war der einer gründlichen Reinigung des Körpers, so heißt es in Finnland: „Die Frauen sind am schönsten nach der Sauna“. Saunieren wirkt sich aber auch positiv auf das vegetative Nervensystem und das allgemeine Wohlbefinden aus und hat einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem, dient damit also insbesondere auch der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten. Auch das Hautbild kann sich durch Saunagänge verbessern.[4]

Um die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur in der Sauna zu erhöhen, wird Wasser auf die heißen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen: Das wird als Aufguss bezeichnet. Damit wird der löyly [gesprochen: löülü] erzeugt (löyly ist ein finnisches Wort, das den durch den Aufguss in der Sauna entstehenden Wasserdampf beschreibt).[5] Die Zugabe von ätherischen Ölen in den Aufguss sowie das Verteilen des Dampfes durch Luftschläge mit einem Handtuch sind im deutschsprachigen Raum und in Russland weit verbreitet, in Finnland dagegen selten, teilweise auch verpönt.

Technik

Bauweisen

Neben häufig verwendeten Saunen zum Einbau im Innenbereich und Saunahütten zum Aufbau im Freien gibt es auch seltener verwendete Schwitzzelte, Infrarotsaunen und Mobilsaunen.

Massivsaunen werden aus massiven Holzbohlen Lage für Lage zusammengefügt und zu einem hitzedichten Wandaufbau zusammengepresst. Ausfräsungen (wie Nut und Feder) sorgen für eine stabile Verzahnung, die Bohlen können sich aber kontrolliert bewegen. Das natürliche Material Holz nimmt die Feuchtigkeit des Saunainnenraums auf und gibt sie auch wieder ab. So wird jede Art von Schimmelbildung, die bei einer völligen luftdichten Isolierung entsteht, vermieden. Sie haben hygienische und klimatische Vorteile, besonders bei der Verwendung der sogenannten Blockbohlen.
Elementsaunen werden mehrlagig aufgebaut. Lage 1: Innenseitig eine Holzschalung mit ca. 2 cm bis 4 cm Dicke. Lage 2: eine hitzebeständige Dampfsperre (meist aus Reinaluminium). Lage 3: ein Zwischenraum aus hitzebeständigem und ausgasungsfreiem Isoliermaterial (meist Stein- oder Glaswolle). Lage 4: eine Außenlage aus Holz. Die Elementsauna wird aus vorgefertigten Elementen zusammengesetzt. Sie ist leicht montierbar und (zum Beispiel wegen Umzugs) demontierbar. Sie wird von Handwerkern oder im Do-it-yourself-Verfahren in Kellern, Dachstühlen oder Gärten hergestellt und in bestehende Räume eingebaut.
Mobilsaunen werden häufig auf PKW-Anhängern oder anderen Fahrzeugen eingebaut oder aufgesetzt. Sie dienen den Betreibern dazu, mit ihrer Sauna an Örtlichkeiten (z. B. an einen See) zu fahren.
Schwitzzelte. In alten Kulturen dienten über Feuerstellen aufgeschlagene Zelte als Schwitzräume.

Wärmequellen

Folgende Wärmequellen kommen für eine Sauna in Frage:

Elektroofen: Mittels elektrischer Heizstäbe wird Wärme erzeugt und an die Raumluft oder/und an Steine abgegeben. Wichtig beim Anschluss elektrotechnischer Anlagen in Saunen ist die Verwendung von hitzebeständigen Leitungen (z. B. Silikonleitungen)
Holzofen: In einer geschlossenen Brennkammer wird ein Holzfeuer betrieben, das seine Verbrennungsluft von außen bezieht. In Deutschland unterliegt ihr Betrieb der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV)[6] und der jeweiligen Feuerstättenverordnung der Länder.
Holzfeuer: In traditionellen Kulturen wurden Feuer direkt in Saunen entfacht, um dort Steine zu erhitzen. Diese dienten nach dem Erlöschen des Feuers als Wärmequelle.
Infrarotlichter: Infrarotlampen erhitzen die Sauna mittels Strahlungswärme. Dabei soll die Strahlungswärme direkt die Körperoberfläche des Saunierenden erhitzen.
Gasofen: Die Wärme wird mittels der Saunasteine in der Kabine verteilt. Dazu wird die Luft, die der Gasofen durch eine Öffnung am Boden zieht, erhitzt und auf die Steine übertragen. Wichtig bei Gasöfen ist ein feuerfester Untergrund bzw. eine feuerfeste Rückwand.

Saunasteine

Als Aufgusssteine für den Saunaofen werden üblicherweise witterungsbeständige Gesteine wie Granite oder Diabas, die wenig Klüfte oder Risse aufweisen, oder porenreiche Vulkangesteine verwendet.

Saunakultur

Betriebssauna des VEB Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“ Freiberg (1980)

Der Besuch einer Sauna wird saunieren oder saunen genannt. Er dient der körperlichen Erbauung, der Gesundheit, der Körperreinigung und der Verbesserung des Wohlbefindens.[7] Saunabaden bzw. der Saunabesuch kann auch ein gesellschaftliches Ereignis sein; man trifft sich in der Sauna. Damit kann das heutige Saunabaden zum allgemeinen Wohlfühlen beitragen.

Bezüglich Geschlechtertrennung und Bekleidung in der Sauna existieren erhebliche nationale Unterschiede (siehe Sauna in anderen Ländern). Im deutschsprachigen Raum, in Skandinavien, den baltischen Ländern, den Benelux-Staaten, Norditalien, Slowenien, Kroatien und Russland werden Saunen in der Regel nackt betreten; Ausnahme sind die sogenannten Textilsaunen. In vielen anderen Ländern, vor allem im romanischen Sprachraum, ist nackt saunieren unüblich oder sogar verboten.

In den meisten Ländern herrscht Geschlechtertrennung, insbesondere dort, wo nackt sauniert wird. Im deutschsprachigen Raum ist dagegen die Mehrheit der öffentlichen Saunen gemischtgeschlechtlich, teilweise existieren für Frauen, seltener für Männer, separate Zonen oder Tage.

In Fällen, in welchen die Betreiber der Sauna Menschen aus sexueller Motivation gezielt als Kundschaft haben wollen, spricht man von einer Kontaktsauna oder auch einem Saunaclub. In den meisten Saunen ist jedoch allzu offenes sexuelles Verhalten sowohl von den Betreibern als auch von der Mehrheit der Saunagäste unerwünscht und kann zu einem Hausverbot führen.

In den skandinavischen Ländern, wie auch im russischen Raum – dort banja genannt – hat die Sauna eine enorme Bedeutung bei der Pflege sozialer Kontakte. Unter Geschäftsleuten ist es üblich, sich in der Sauna zu treffen und dort geschäftliche Entscheidungen zu fällen. Über Gesamtskandinavien betrachtet, nimmt diese Bedeutung der Sauna jedoch nach Südwesten hin stark ab und hat insbesondere im südlichen Norwegen keinen höheren Stellenwert mehr als beispielsweise in Deutschland.

Zusammengebundene Birkenzweige (finnisch vasta oder vihta bzw. russisch wenik) dienen als „Peitsche“ für die Hautmassage in der Sauna.

Sowohl in der Sauna als auch in der russischen Banja beliebt ist die Mitnahme von Büscheln, meistens aus Birkenzweigen (finn.: vihta bzw. vasta, russ.: wenik), mit denen der gesamte Körper „abgeschlagen“ wird, um die Blutzirkulation anzuregen. Diese Zweige sind, im Gegensatz zu Birkenruten, nicht entblättert und erzeugen somit keinen Schmerz. Im Sommer werden oft frische Zweige verwendet, im Winter dagegen entweder Zweige, die im Frühsommer getrocknet wurden oder tiefgefrorene Büschel, die es in finnischen Supermärkten zu kaufen gibt. Getrocknete Zweige werden vor dem Gebrauch in heißem Wasser eingeweicht. Das daraus entstandene Wasser eignet sich als aromatisierter Aufguss.

Medizinische Wirkungen

Das Saunieren soll vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten dienen und kann auch bei einigen Erkrankungen als therapeutische Anwendung genutzt werden, beispielsweise bei Störungen des vegetativen Nervensystems. Auch bei Arthrose oder chronischen Rückenschmerzen können Symptomlinderungen auftreten.[4]

Die Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39 °C[8] während der Schwitzphase (künstliches Fieber) bewirkt innerhalb des Körpers dasselbe, was auch ein echtes Fieber bewirkt, nämlich eine erhöhte Aktivität von Immunzellen wie neutrophilen Granulozyten, Makrophagen und Lymphozyten, die für die Infektabwehr wichtig sind.[9]

Die Abfolge von Hitze mit dem anschließenden Kaltbad entspannt die Muskulatur und hat neben einigen physiologischen Effekten wie einer kurzfristigen starken Steigerung des Blutdrucks,[10][11] Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Atmung vor allem auch eine wohltuende Auswirkung auf das subjektive Wohlbefinden.

Saunabaden dient auch der Hautpflege und verlangsamt die Hautalterung;[12][13][14] unmittelbar nach dem Betreten des Saunaraumes reagiert die Haut, die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung nimmt zu, und die Oberflächentemperatur steigt nach etwa 15-minütigem Aufenthalt auf 40–42 °C an; in der Abkühlphase verengen sich die Blutgefäße dann wieder durch Kaltwasseranwendungen (Gefäßtraining).

Das Schwitzen sowie die wiederholten Wasseranwendungen bewirken außerdem eine sehr gründliche, aber schonende Körperreinigung; die oberste Hornschicht der Haut quillt auf, verhornte Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden. Bei sehr trockener Haut wird die Struktur durch Aktivierung der Schweißdrüsen und Wassereinlagerungen in die Hornschicht verbessert.

Menschen mit Entzündungen, mit akuten Infektionskrankheiten, mit Herz-Kreislauf-Krankheiten, mit Venenthrombosen oder Krampfaderleiden wird im Allgemeinen vom Besuch einer Sauna, eines Hamam, einer Banja oder eines Dampfbades abgeraten. Gegebenenfalls sollten ältere Menschen ihren Hausarzt befragen.[4]

Saunieren während der Schwangerschaft ist möglich.[4]

Saunieren von Sportlern

Bei Sportlern sind die oben beschriebenen Auswirkungen ausgeprägter als bei Nicht-Sportlern.[15] Die Frage bleibt allerdings offen, ob das an der Erhöhung der Körpertemperatur, am Abkühlen danach oder an dieser Form des Wechselbades liegt.[16]

Saunavarianten

Das Dampfbad

Raum eines Dampfbades

(auch Nebelbad) ist eine Variante der Sauna mit niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit.

Dampfbäder wiederum gibt es in verschiedenen Formen:

Caldarium (römisches Dampfbad)
Hamam (türkisches Dampfbad)
Banja (russisches Dampfbad)
Sentō (japanisches Dampfbad)
Mexikanisches Temazcal
nordamerikanische Schwitzhütte (Inipi)
Irisches Dampfbad
moderne Dampfbäder
Softdampfbäder
Tylarium (Kombination einer traditionellen Sauna und eines milden Dampfbades)
Biodampfbad

Saunaarten

Größerer Saunaraum
Finnische Blockhaussauna
Integrierte Sauna (Badezimmer)
Finnische Rauchsauna
Finnische Keloholz­sauna
Weitere Varianten, die sich allein aufgrund ihrer Ausgestaltung, ihrer Lage oder ihres „Mottos“ von der „klassischen“ Sauna unterscheiden (etwa „Erdsauna“, „Höhlensauna“, „Stollensauna“, die an indianische Traditionen anknüpfende „Schwitzhütte“ oder die „Salzsauna“)
Für Wohnungen oder Gebäude mit wenig Platz gibt es Saunamodelle, welche mit Infrarotstrahlern beheizt werden. Hier gelangt die Temperatur meist aber nicht über 60 °C hinaus. Solche Modelle nennt man auch Wärmekabine.[17]

Feuchtes Warmluftbad

Im feuchten Warmluftbad, auch Biosauna genannt, herrschen niedrigere Temperaturen als in der klassischen (finnischen) Sauna, in der Regel etwa 45–60 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40–55 Prozent. Sie gilt als kreislaufschonender und wird häufig kombiniert mit Zugabe von ätherischen Ölen oder spezieller Beleuchtung (Lichttherapie). Die Verweildauer ist höher als in der normalen Sauna, ca. 15–30 Minuten, ansonsten ist der Ablauf der gleiche.

Textilsauna

Der Begriff Textilsauna bezieht sich auf die Kleiderordnung in der Sauna und sagt zunächst nichts über die Art der Sauna selbst aus. In Textilsaunen wird Badekleidung getragen. Textilsaunen sind bevorzugt in Schwimmbädern anzutreffen, oft handelt es sich um Dampfsaunen. Textilsaunen haben den Vorteil, dass sie sich ohne zusätzliche Umkleideräume leicht in den normalen Badebetrieb integrieren lassen.
In den USA und Asien ist die Textilsauna die übliche Art der Sauna. In Südeuropa und Frankreich sind Nacktsaunen nur geschlechtergetrennt üblich. Auch in der Westschweiz und im Tessin ist die Textilsauna weit verbreitet.

Das Thema Textilsauna oder Nacktsauna wird in Deutschland unter Saunagängern oft kontrovers und emotional diskutiert, auch weil fundierte wissenschaftliche und medizinische Untersuchungen fehlen.

Hauptargumente von Nacktsauna-Befürwortern:

Traditionelle Gewohnheiten im deutschsprachigen und nordeuropäischen Raum
Hygienische und physiologische Gründe durch behinderte Wärmezirkulation auf Grund von getragener Badebekleidung
Chlorbelastung durch in Badekleidung mitgeführtes Schwimmbeckenwasser

Hauptargumente von Textilsauna-Befürwortern:

Psychisches Unwohlsein durch ungewollte Nacktheit und Nacktzwang
Hygienische und physiologische Gründe durch behinderte Wärmezirkulation auf Grund von aus Scham großflächig umschlungenen und getragenen Badetüchern

Ablauf eines Sauna-Besuchs

Die Verhaltensweisen in einer Sauna können sich von Land zu Land stark unterscheiden. Auch die Frage, ob das Saunieren in einer öffentlichen oder in einer privaten Sauna stattfindet, spielt eine Rolle. Während beispielsweise die Körperreinigung in einer finnischen Privatsauna im Saunaraum selbst erfolgen kann, wird dieser Vorgang in einer öffentlichen Sauna aus hygienischen Gründen unter die Dusche verlegt.

Bräuche in der öffentlichen Sauna im deutschsprachigen Raum

Der Besuch eines Saunabades beginnt mit dem Duschen und gründlichen Abtrocknen; vor dem ersten Saunagang sollte die Hautoberfläche wieder trocken sein, da sonst das Schwitzen verzögert wird. Die Saunierenden sitzen bzw. liegen in der Saunakabine weitgehend oder vollständig unbekleidet. Um Verunreinigungen zu verhindern, legt man ein Handtuch unter den Körper, das den Schweiß auffängt. Im Heimatland der Sauna, Finnland, werden auch oft Leinentücher, Einmalunterlagen oder oft gar keine Unterlagen verwendet, da halbwarme feuchte Handtücher oft als unhygienisch empfunden werden. Zum Schutz des Kopfes vor Überhitzung werden vereinzelt Hüte, meist aus Filz, getragen (auch Saunahut genannt).[18]

In der Aufguss-Sauna herrscht eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit, so bei 100 °C an der Decke nur etwa 2–5 % relative Feuchte. Dem Aufgusswasser werden häufig ätherische Öle beigefügt. Im deutschsprachigen Raum wird der Wasserdampf oft mit einem so genannten Wacheltuch verteilt. In Finnland ist dieser Brauch unbekannt; so erreicht man dort eher eine Schichtung der Luft, so dass die Luft auf den unteren Bänken für Kinder und Untrainierte besser geeignet ist. Größere Saunaanstalten bieten neben der Aufguss-Sauna noch eine Trockensauna (auch Sahara-Sauna genannt) mit geringerer Luftfeuchtigkeit und ohne Aufguss an.

Auf den insgesamt 8- bis 15-Minuten-Aufenthalt in der Saunakabine folgt zunächst eine kurze Abkühlphase an der frischen Luft, bei der die Lunge besonders gut Sauerstoff aufnehmen kann und die Atemwege rascher wieder abkühlen; dieses Luftbad sollte vor dem Kaltduschen genommen werden. Es folgt ein kaltes Abduschen des Schweißes. Dem Schwallguss kann ein kaltes Bad oder ein Guss mit kaltem Wasser (Kaltduschen) folgen: Entweder in einer Dusche oder Schwalldusche, einem Tauchbecken (Kneipp-Becken), einem Fluss, See oder – falls vorhanden – durch Wälzen im Schnee oder Abreiben mit gestoßenem Eis. Anschließend sucht man zur Erholung einen Ruheraum oder Tepidarium auf; dabei kann ein individuell unterschiedlich starkes Nachschwitzen einsetzen. Medizinisch sinnvoll sind in der Abkühlphase warme Fußbäder, auch um dem Nachschwitzen entgegenzuwirken.

Tauchbecken zur Abkühlung nach dem Saunagang

In der Regel wiederholt man die gesamte Prozedur mit mindestens viertelstündigen Pausen zwei- bis dreimal; mehr als drei Saunagänge bewirken in der Regel keinen höheren Nutzen, können jedoch zu starken Ermüdungserscheinungen führen. In öffentlichen Saunabädern werden in regelmäßigen Abständen Aufgüsse meist unter Zusatz von Duftölen durchgeführt. Eine empfehlenswerte Einteilung des Saunabesuchs liegt bei

etwa 8–15 Minuten Schwitzphase,
etwa 15 Minuten Abkühlphase und
etwa 15 Minuten Ruhephase.

Diese Angaben können jedoch nur als erste Orientierung dienen, jeder Saunabesucher muss seinen eigenen Rhythmus finden. Jeder Tag ist ein anderer, oberste Richtlinie ist die eigene Empfindung. Unerfahrene Saunagänger sollten sich an einen Betrieb mit einem Saunameister wenden.

Sauna in Finnland

Ein lettisches Saunahaus (pirts)

Die Sauna ist ein elementarer Bestandteil der finnischen Kultur. Die in fast jedem Haus (auch Miets- und Ferienhäusern) vorhandene Privatsauna dient der Entspannung und Körperreinigung. In der traditionellen Form ersetzt die Sauna das Badezimmer, d. h. die komplette Körperreinigung findet dort statt, in modernen Wohnhäusern werden teilweise Badezimmer und Sauna zusammengelegt. Wenn in früherer Zeit ein neues Haus angelegt wurde, wurde zuerst das Saunagebäude errichtet. Die Sauna war der einzige Raum, in dem es heißes Wasser gab, außerdem der sauberste und sterilste, weshalb dort auch die Kinder geboren wurden. Babys werden schon frühzeitig mit in die Sauna genommen, was in Maßen ausgeübt medizinisch unbedenklich ist.

In freistehenden Wohnhäusern ist die Sauna manchmal im Keller untergebracht, in älteren Häusern in einem gesonderten Gebäude, das meist auch einen Ruheraum, einen Schuppen und eventuell eine Außentoilette beinhaltet. In Mehrfamilienhäusern gibt es häufig eine Gemeinschaftssauna, die sich die Mieter nach einem Saunaplan teilen. In den 1990er Jahren ist man zunehmend dazu übergegangen, auch in kleinen Wohnungen eine kleine Sauna ins Bad mit einzubauen. In Mehrfamilienhäusern wird die Sauna in der Regel elektrisch beheizt. Allerdings schwören die Finnen weiterhin auf eine traditionelle Beheizung mit Holz.

Im Inneren einer finnischen Rauchsauna bei Uusikaupunki

Die traditionelle bzw. ursprüngliche Form der finnischen Sauna ist die Rauchsauna (finn. savusauna). Hier wird ein großer Steinhaufen über mehrere Stunden, zumeist den ganzen Tag lang mit großen Holzscheiten aufgeheizt, wobei sich der Rauch im Saunaraum selbst ausbreitet. Die unterste und oberste Steinschicht besteht aus dünnen, flachen Steinen, um die Holzscheite zu tragen. Alternativ wurden früher auch alte Ölfässer oder Eisenstangen verwendet.[19] Wenn das Feuer erloschen ist, wird die Asche weggeräumt, der Rauch zieht durch eine Öffnung in der Decke oder verschließbaren Abzugsrohren ab, manchmal wird der Ruß von den Sitzbänken abgewischt. Nun erfolgt ein starker erster Aufguss, durch den der restliche Rauch aus der Sauna „getrieben“ wird. Jetzt kann die Sauna für mehrere Stunden benutzt werden. Der Steinhaufen und die in ihm gespeicherte Hitze dient stundenlang als der Saunaofen (kiuas). Der Aufgussdampf breitet sich durch das große Steinvolumen sehr „weich“ in den Raum aus.

Zur mobilen Sauna umgebauter VW Bus in Helsinki

In Finnland gibt es keine festen Zeitdauern für die Länge eines Saunaganges oder der Pausen. Es reicht vom schnellen fünfminütigen Saunagang zwischendurch bis zum stundenlangen „Saunamarathon“. Zudem sind die Saunagänge und die Pausen abhängig von der Temperatur in und außerhalb der Sauna sowie vom sozialen Geschehen um die Sauna herum. Prinzipiell unbekannt ist in der finnischen Sauna ein Bademeister, in öffentlichen Saunen höchstens zum An- und Ausschalten oder zum Brennholz-Nachlegen. Denn das richtige Maß für einen Aufguss kennt nur der Saunierende. Den Aufguss macht in der Regel derjenige, der neben dem Aufgusseimer sitzt, oft auf der obersten Bank, wo die Temperatur am besten eingeschätzt werden kann. In aller Regel wird das ungeschriebene Gesetz „sillä puheet kenellä kuuppa“ befolgt, was frei übersetzt so viel heißt wie „wer die Kelle hat, hat das Wort“. Alle paar Minuten wird Wasser aufgegossen, so dass ausreichend Dampf und Hitze entsteht, was das Wedeln mit dem Handtuch überflüssig macht. Im Übrigen gilt es in Finnland als höflich, wenn ein frisch in den Saunaraum Eintretender eine Kelle Wasser über die Steine wirft, um den durch das Öffnen der Türe entstandenen Wärmeverlust dem Empfinden nach auszugleichen. In der Öffentlichkeit und bei größeren Familien praktizieren die Finnen in der Regel Geschlechtertrennung. Bei größeren Familienfesten kann es vorkommen, dass zwischendurch einmal oder auch mehrmals täglich sauniert wird. Traditionell ist auch die Weihnachtssauna am Heiligen Abend, in der man sich für die folgenden Feierlichkeiten reinigt.

Eisloch bei einer Sauna bei Vuokatti

Das Zugeben von Duftölen zum Aufgusswasser ist regional unterschiedlich stark verbreitet, mancherorts eher verpönt und nicht in die finnische Sauna gehörend. Verbreiteter ist eher das Hinzufügen von Duftölen direkt in die Schöpfkelle für einen Wasserwurf sowie das Mitnehmen von Birkenzweigen und Bier in die Sauna. Ein beliebter Duft ist der von Teer, so dass es nach dem Aufguss nach dem Inneren eines alten Segelschoners riecht. Das auch in russischen Saunen weit verbreitete leichte ‚Peitschen‘ der Haut mit Birkenzweigen hat einen massageähnlichen anregenden Effekt, zudem wird dadurch ein angenehmer Birkenduft verbreitet. Die Birkenblätter geben beim Peitschen eine Substanz ab, die eine leichte seifenartige Wirkung ausübt. In Westfinnland heißen die Birkenbüschel vihta und in Ostfinnland vasta, wobei die jeweilige Bevölkerungsgruppe scherzhaft-verbissen die Überzeugung pflegt, dass allein „ihre“ Bezeichnung die einzig korrekte ist. Die Büschel werden nach Mittsommer gesammelt (zu junge Zweige sind klebrig) und trocken gelagert oder es werden frische tiefgefrorene Büschel aus dem Supermarkt verwendet. Manchmal werden sie auch getrocknet und für die Anwendung in der Sauna in heißem Wasser gebrauchsfertig gemacht. In Estland werden für den gleichen Zweck oft Wacholderzweige verwendet, die Nadeln prickeln und können als leicht schmerzhaft empfunden werden.

Nach jedem Saunagang erfolgt das Abkühlen an der frischen Luft oder unter der Dusche. Wenn möglich, wird auch gerne ein Bad im See genommen oder sich im Schnee gewälzt. Die Abkühlphase dauert so lange, bis man sich für den nächsten Saunagang bereit fühlt. Trinken zwischen den Saunagängen ist üblich; Bier, Saft oder Limonade werden bevorzugt. Nach dem letzten Saunagang erfolgt die Körperreinigung, entweder in der Sauna selbst oder einer danebenliegenden Dusche. Die Dauer eines kompletten Saunabesuches ist sehr individuell und liegt oftmals zwischen einer und drei Stunden.

Jean-Baptiste Le Prince: Öffentliches Bad in Russland (um 1765)

Sauna im russischen Raum

Hauptartikel: Banja

Große Bedeutung hat in Russland die dortige Variante der Sauna, die Banja. Auch dort ist es bei Geschäftsleuten und Politikern beliebt, sich hier zu beraten und Entscheidungen zu treffen. So trifft man außerhalb Russlands auch häufig Russen in den öffentlichen Saunaanlagen an, wo sie untereinander Kontakte in der Diaspora pflegen. Dabei gilt, dass auch die Russen im Allgemeinen, von solchen geschäftlichen oder freundschaftlichen Saunabesuchen abgesehen, das getrennte Saunieren bevorzugen.

Sauna in anderen Ländern

Anders Zorn: Badende Frauen aus Dalarna in der Sauna (1906; Schwedisches Nationalmuseum, Stockholm)

In vielen Ländern außerhalb Skandinaviens und des deutschsprachigen Raums ist textilfreies Saunieren insbesondere in gemischten Saunen nicht gestattet, was häufig Verwirrungen beim Besuch einer Sauna im Ausland verursacht. Saunen mit zwingend textilfreiem Besuch finden sich in Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Russland, Dänemark, Schweden und Norwegen (die beiden letzteren meist geschlechtergetrennt), Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland, Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, dem nordöstlichen Italien (Friaul und Südtirol), Slowenien und Kroatien. Dabei gibt es jedoch häufig in gemischt betriebenen Saunen festgelegte Zeiten (meist ein halber Tag pro Woche), die alleine den Frauen vorbehalten sind.

Im Vereinigten Königreich, Frankreich und den südeuropäischen Ländern wird beim Saunagang oft Badekleidung getragen. Gemischte Saunen sind selten, in den üblichen getrenntgeschlechtlichen Einrichtungen wird zunehmend textilfreies Saunieren toleriert.

In Spanien sind Saunen noch wenig verbreitet. Es wird strikte Geschlechtertrennung praktiziert, man betritt die Sauna nicht nackt, sondern in Badebekleidung. Die Temperatur in der Sauna ist viel niedriger, als in Mittel- und Nordeuropa üblich.

In Brasilien ist das Tragen von Badebekleidung in der Sauna verpflichtend. In Afrika sind Saunen oft weit weniger heiß als in Europa. In Zentralamerika gibt es im südlichen Mexiko und Guatemala eine indigene Form der Sauna, diese Temazcal sind jedoch für Einzelpersonen gedacht.

In den Vereinigten Staaten unterscheiden sich die Umgangsformen stark zwischen den einzelnen Bundesstaaten, so gibt es im nördlichen Michigan, Minnesota, Wisconsin und Iowa eine große finnischstämmige Bevölkerung, die die Saunakultur pflegt. In anderen Bundesstaaten hat die Sauna keine Tradition und wird im Wesentlichen als Zusatzangebot von Fitnessclubs und Wellnesseinrichtungen genutzt. Da sie hier im Regelfall an die Umkleideräume gekoppelt sind, sind sie so nach Geschlechtern getrennt, und es gibt im Allgemeinen keine Regeln zu Textilgebrauch, Handtuchnutzung oder Umgangsformen. Bei den selteneren gemischten Saunen ist allerdings Schwimmkleidung verpflichtend. Aus Gründen der verschärften Haftung in den Vereinigten Staaten sind die meisten Saunen in der Temperatur nach oben begrenzt und erlauben keinen Aufguss.

In Australien gibt es Saunas und/oder Dampfbäder zum Beispiel in öffentlichen Schwimmbädern, Hotels und Motels. Diese werden in Badebekleidung benutzt, Aufgüsse sind eher unüblich.

In Korea hat sich eine eigenständige öffentliche Kultur des Heißdampfbads entwickelt, für die der Konglish-Begriff 사우나, eine Transkription des westlichen Worts „Sauna“, verwendet wird. Ebenso wie im Fall des japanischen Sentō ist der Besuch textilfrei. Gemischte Badehäuser sind praktisch nicht existent.

Sauna-Verhaltensregeln

In öffentlichen Saunen sollten einige Dinge beachtet werden:

Im deutschen Sprachraum wird ein ausgiebiges Duschen vor dem Gang in die Sauna erwartet.
Ein großes Handtuch als Sitzunterlage bzw. Liegeunterlage sollte mitgebracht werden („kein Schweiß auf Holz“); ein zweites, kleineres, wird zum Abtrocknen empfohlen.
Eine Begrüßung beim Betreten einer Sauna gehört zum guten Ton.[20]
Anders als in skandinavischen Saunen wird im deutschen Sprachraum beim Aufguss wenig gesprochen.

Der Aufguss

Der Aufguss ist das Begießen der heißen Steine des Ofens mit kaltem oder heißem Wasser in der Sauna.

Vorgang

Das Wasser verdampft auf den bis zu 500 °C heißen Steinen zu Wasserdampf und erhöht so kurzzeitig die Luftfeuchtigkeit und die Lufttemperatur in der Sauna. Ein Platzen der Steine wird durch Verwendung von porenreichem Lavagestein verhindert, auch erhitztes Wasser trägt dazu bei. Der Dampfstoß, auch „Gluthauch“ oder nach dem finnischen Wort Löyly genannt, steigt durch den Auftrieb (geringere Dichte der heißen Luft) zunächst nach oben an die Decke des Saunaraums und erwärmt durch Wärmekonvektion den Saunaraum. Durch Verwirbeln der Luft mit einem (nicht als Sitztuch verwendeten) Handtuch kann er gleichmäßig im Saunaraum verteilt werden. Das Anwedeln bewirkt zudem, dass sich die auf der Oberfläche der Haut befindende Luftschicht, die als Wärmedämmschicht wirkt, mit warmer Luft verwirbelt und sich dadurch der Körper weiter erhitzt. Der Aufguss verstärkt so das Hitzeerleben der Sauna.

Befindet sich ein kalter Körper in wasserdampfgesättigter Luft, dann wirkt er als Kühlkörper, an dessen Oberfläche der Taupunkt unterschritten wird und sich dort Kondenswasser niederschlägt (Benetzung oder Wassertropfen auf der Haut). Ist die Luft noch nicht wasserdampfgesättigt, kann Schweiß verdunsten, wodurch der Körper gekühlt wird (die Verdampfungswärme dazu kann aber auch aus der Raumluft oder von der Wärmestrahlung im Raum stammen, dann wird nur die Wärmekapazität des Schweißsekrets aus dem Körper abgeführt). Der kühlende Verdunstungseffekt wird daher umso stärker sein, je „trockener“ die Luft ist. In der Sauna werden die Schweißabsonderung und die Durchblutung verstärkt, da über den Blutkreislauf die Körpertemperatur geregelt wird (siehe dazu Thermoregulation). Bei einem Aufguss kann der Schweiß in der übersättigten Luft nicht mehr kühlend wirken, der Körper überhitzt, der Puls steigt und die Saunagäste flüchten alsbald nach draußen, um sich (rasch) abzukühlen.

Es gibt von medizinischer Seite unterschiedliche Ansichten über die mit dem Aufguss (in der derzeit praktizierten Form) verbundenen gesundheitlichen Aspekte und etwaigen Risiken.

In einer sehr heißen Sauna kann der Löyly auf den oberen Bänken an der Grenze des ertragbaren Schmerzes sein. Empfindlichen und ungeübten Saunabesuchern wird daher empfohlen, sich während des Aufgusses auf eine der unteren Bänke zu setzen, wo die Luft weniger heiß bleibt.

Aufgusszeremonie

Allgemein wird der Aufguss meistens als der Höhepunkt des Saunabadens angesehen. Da ihm eine „zentrale“ Rolle beim Saunabad zukommt, hat er sich zu einer mehr oder weniger ausgefeilten Zeremonie entwickelt. Die Aufgusszeremonie wird in unterschiedlichen Ländern jedoch sehr unterschiedlich zelebriert. Im Folgenden wird die heute (2009) im deutschsprachigen Raum vorherrschende Form des Aufgusses beschrieben.

Für den Aufguss wird ein hölzerner Aufgusskübel mit etwa fünf Litern frischem Wasser gefüllt und wenige Tropfen eines Aufgusskonzentrats nach Wahl zugegeben. „Klassische“ Düfte sind Nadelhölzer wie Fichte, Eukalyptus, Latschenkiefer, Zitrusdüfte, Menthol oder Minze. Ätherische Öle wirken entweder anregend oder beruhigend auf den Körper.

In öffentlichen Saunen wird der Aufguss meist von einem Saunameister durchgeführt oder läuft automatisiert ab. Es ist dort unüblich oder sogar verboten, dass Besucher selbst einen Aufguss machen. Die Aufgüsse laufen meist nach dem gleichen Schema ab, nur das Aroma wird variiert.

Anfangs wird die Sauna „trocken“ aufgeheizt, die Luft wird dabei durch Wärmeabstrahlung der Steine, Wärmeströmung durch Luftkonvektion und Wärmereflexion der Wände erwärmt. Zur Verbesserung der Luftkonvektion befindet sich unter dem Saunaofen eine Öffnung zur Frischluftzufuhr und eine weitere zur Luftabfuhr (die mitunter auch verschlossen werden kann) an der gegenüberliegenden Wand. Kalte Frischluft von außen passiert die Steinschlichtung des Saunaofens, durch den Kamineffekt und die geringere Dichte der heißen Luft steigt diese an die Decke auf und drückt den kälteren Luftpolster nach unten und bei der Abluftöffnung hinaus.

Währenddessen nehmen die Saunabadenden in der Sauna Platz und schwitzen einige Minuten in der heißen „trockenen“ Luft vor, bevor der Aufguss beginnt. Nicht unüblich ist es, dass Eiswürfel zur Kühlung bestimmter Körperpartien oder gekühlte Fruchtscheiben (z. B. von Zitronen oder Apfel oder Gurkenscheiben) gereicht werden.

Unmittelbar vor dem Aufguss wird oft zusätzlich noch frische Luft in den Saunaraum gelassen, indem die Saunatür für kurze Zeit weit geöffnet wird (nicht wegen Sauerstoffmangels, sondern wegen erhöhter Kohlenstoffdioxid-Konzentration und sonstiger Körper-Ausdünstungen).

Während der Aufgusszeremonie wird die Sauna nicht verlassen, da das Öffnen der Tür heißen Dampf entweichen und kühle Luft einströmen lassen würde, also den Aufgusseffekt stören würde. Besuchern, denen es zu heiß wird, wird empfohlen, sich tiefer zu setzen. Bei echtem Bedarf oder gar gesundheitlichen Problemen (Kreislauf) darf der Saunaraum selbstverständlich verlassen werden.

Das Aufgusswasser wird mit einem hölzernen Saunalöffel (auch Löylykelle oder Aufgusskelle genannt) portionsweise auf die heißen Steine des Saunaofens gegeben, wo es verdampft. Nachdem etwa ein Drittel des Wassers aufgegossen ist, verwirbelt der Saunameister mit einem extra Handtuch den entstandenen Wasserdampf im Saunaraum. Dabei gibt es spezielle Handtuchtechniken: die gängigsten sind das rasche Herumwirbeln des längs gefalteten Handtuchs wie ein Propeller und das „Herunterschlagen“ des Gluthauchs von der Saunadecke auf die Saunagäste. Alternativ kann auch anstelle des Handtuchs ein großer Fächer verwendet werden, der die Luftverwirbelung mit wenig Kraftanstrengung ermöglicht.

Das Aufgießen und Wedeln wird meist drei Mal wiederholt (nachdem sich die Steine wieder aufgeheizt haben). Nach der letzten Aufgussportion und Wedeln ist der Aufguss beendet. Für einen gut gemachten Aufguss gibt es am Ende meistens lobende Worte und/oder einen kleinen Applaus. Wenn möglich, wird nach dem letzten Wedeln noch eine oder zwei Minuten nachgeschwitzt, bevor die Saunabadenden den Saunaraum verlassen, um sich mit frischer Luft und Kaltwasseranwendungen wieder abzukühlen.

Bei privaten Saunen kann der Aufguss im Prinzip genauso, aber von einem der Saunabadenden durchgeführt werden. Da private Saunen meist etwas kleiner sind, ist hier weniger Aufgusswasser notwendig und das Handtuchwedeln kann bedingt durch den kleineren Raum nicht ganz so ausholend erfolgen. Werden bei kleinen Saunen nur wenige Schöpfkellen Aufguss benötigt, so kann das ätherische Öl auch tropfenweise einzeln auf den wassergefüllten Saunalöffel gegeben werden. Keinesfalls darf aber das Öl ohne Wasser auf die Steine gelangen, da es sonst Feuer fangen würde.

Besondere Aufgussarten

Aromatisierter Aufguss

In Mitteleuropa ist es verbreitet, dem Aufgusswasser einige Tropfen ätherische Öle, im Fachhandel Aufgusskonzentrate oder Saunadüfte genannt, zuzugeben. Nach dem Aufguss entfalten sich die Aromastoffe dann als wohlriechender Duft, zum Schwitzen kommt ein Dufterlebnis hinzu. Die Substanzen werden inhaliert aber auch durch die Haut aufgenommen. Im Handel erhältliche Parfümöle duften zwar ähnlich wie ätherische Öle, verdunsten zumeist nicht rückstandsfrei und sind für die Sauna ungeeignet. Angebotene „Duftöle“ können ätherische Öle enthalten oder nur Parfümöle sein. Da die meisten ätherischen Öle leicht entflammbare Substanzen (Terpene etc.) enthalten, dürfen sie nicht direkt auf heiße Saunasteine oder Ofenteile getropft werden (Explosionsmechanismus ähnlich einer Fettexplosion). Konzentrierte ätherische Öle wirken hautreizend und nicht jedes ätherische Öl ist für eine Inhalation während des Saunagangs geeignet.[21]

Eis- und Schnee-Aufguss

Das Aufgusswasser wird mit Eiswürfeln oder zerstoßenem Eis gemischt. Das Eis schmilzt und verdampft gleichmäßig, ohne teilweise ungenutzt durch die Steine hindurch zu rinnen. Dadurch wird ein stärkerer Effekt erzielt, der so nur durch gleichmäßiges Aufgießen über einen längeren Zeitraum zu erzielen wäre. Es können beliebige ätherische Öle verwendet werden. Denselben Effekt erhält man, indem man Schneebälle auf den Ofen gibt.

Daneben werden auch bei normalen Aufgüssen gerne Eiswürfel oder zerstoßenes Eis zum Einreiben und Lutschen verteilt, was zum Teil ebenfalls „Eis-Aufguss“ genannt wird.

Erlebnis-Aufguss

Beim Erlebnis-Aufguss steht der Spaß im Vordergrund, weshalb auch während des Aufgusses geredet werden darf. Häufig werden Witze erzählt oder die Gäste und der Saunameister werfen sich gegenseitig herzlich gemeinte boshafte Kommentare zu. Der Erlebnisaufguss wird gerne auch mit Musik, Obst oder Getränken, Verkleidung des Saunameisters und einer kleinen Geschichte kombiniert.

Gießkanne

Mit einer Gießkanne samt Gießbrause wird das Wasser besonders gleichmäßig über die Steine verteilt. Auf diese Weise wird die Oberfläche der Steine besser ausgenutzt, das gesamte Wasser verdampft stoßweise früher und steigert so das Hitzeempfinden.

Honig-Aufguss

Beim Honig-Aufguss reiben die Saunabadenden nach dem Vorschwitzen oder dem ersten Aufguss den ganzen Körper mit Honig ein. Der Honig wird durch die Wärme sehr flüssig, duftet gut und zieht in die Haut ein, wo er hautreinigend und pflegend wirkt. Als Aufgussöl sind beim Honig-Aufguss fruchtige Duftrichtungen beliebt.

Im Fachhandel gibt es mittlerweile auch spezielle Honigpasten zum Einreiben, die weitere Zusätze enthalten.

Salz-Aufguss

Hierzu verlassen die Gäste die Saunakabine nach dem Vorschwitzen mit zwei oder drei Aufgüssen vorübergehend, um den Körper an einem leicht zu reinigenden Platz in der Nähe mit durch ätherische Öle angereichertem Salz einzureiben. Dazu wird entweder grobkörniges Mineralsalz oder gewöhnliches Kochsalz verwendet (wobei das Gesicht, der Genitalbereich und offene Wunden ausgespart werden sollten). Nach dem „Einsalzen“ setzt man sich wieder in die Sauna und es folgen weitere zwei bis drei Aufgüsse. Das Salz wirkt schweißtreibend und desinfizierend, außerdem wird die Haut durch das Abreiben gepeelt (Salzpeeling).

Da von der Salzschicht am Körper immer etwas herunterrieselt und das Salz in Verbindung mit Feuchtigkeit das Holz der Sitzbänke stark angreift, wird die Salzanwendung häufiger in Dampfbädern und Hamams angeboten, wo die Sitzflächen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit gefliest sind. Oder die Salzaufgüsse sind nur auf immer dieselbe Saunakabine beschränkt, in der die Holzsitzbänke relativ häufig erneuert werden müssen.

Bei einer anderen Variante des Salzaufgusses wird Salzwasser aufgegossen, wodurch die Luft mit Salz angereichert werden soll. Das soll sich ähnlich wie bei Seeluft beispielsweise bei Pollenallergikern und Asthmatikern positiv auswirken.

Frucht-Aufguss

Hier wird während des Aufgusses in kleine Stücke geschnittenes, in einigen Saunen sogar gefrorenes Obst an die Besucher verteilt. Die Früchte werden als willkommene und leckere Erfrischung gegessen und stärken die Badenden für den zweiten Teil des Aufgusses.

Bier-Aufguss

Hier wird in den Aufgusseimer (fi. Kiulu) eine kleine Menge Bier (ca. ein halber Deziliter) mit Wasser gemischt. Dieses Gemisch wird gleichmäßig über die Steine verteilt. Die Sauna wird sofort mit einem angenehmen Aroma nach frisch gebackenem Brot und geröstetem Getreide erfüllt. Das übrige Bier kann von den Besuchern zur Erfrischung während des Saunaganges getrunken werden. Hochprozentige alkoholische Getränke sollten in der Sauna oder während der Ruhepausen jedoch auf Grund der Auswirkungen auf den Kreislauf nicht konsumiert werden. Außerdem würde dies die Unfallgefahr erheblich erhöhen.[22][23]

Wenik-Aufguss (Birken-Aufguss)

In der finnischen Sauna und im russischen Banja sind ätherische Ölzusätze kaum üblich. Hier wird entweder nur mit Wasser aufgegossen oder mit dem Birkenwasser, in dem zuvor die Birkenbüschel (in Finnland Vihta oder Vasta, in Russland Wenik genannt), die zum Abschlagen der Haut („Quästen“) gebraucht werden, eingeweicht wurden. Es gibt hier auch in öffentlichen Saunen/Banjas selten Saunameister, sondern es ist üblich, dass die Saunabadenden den Aufguss selbst durchführen. Einen Saunabesuch ohne Aufguss gibt es hier kaum und meist wird auch sehr viel Aufgusswasser verwendet.

Während des Wenik-Aufgusses schlagen sich die Saunabadenden den Körper selbst oder gegenseitig mit den Weniks ab, was angenehm erfrischend wirkt und die Blutzirkulation anregt. Außerdem wird die an der Hautoberfläche stehende Luftschicht verwirbelt und dadurch die Schweißproduktion gesteigert.

In Mitteleuropa wird dem Aufgusswasser bei Wenik-Aufgüssen zum Teil Birkenaroma zugesetzt, um den Birkenduft noch zu verstärken.

Zersetzungsprodukte

Die Oberflächentemperatur der Steine, die mittels Aufguss begossen werden, liegt in der Regel zwischen 100 °C und 250 °C. Tiefer liegende Steine können Oberflächentemperaturen von bis zu 450 °C aufweisen. Ab einer Temperatur von ungefähr 200 °C können sich die im Aufgusswasser enthaltenen organischen Bestandteile zersetzen. Dies kann unter ungünstigen Randbedingungen zu erhöhten Konzentration insbesondere von Formaldehyd führen.[24]

Sauna-Meisterschaften

Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Arten von Sauna-Meisterschaften: Einerseits Meisterschaften im Saunieren, andererseits Meisterschaften für Sauna-Aufgüsse.

Zwischen 1999 und 2010 wurden im finnischen Heinola jährlich Sauna-Weltmeisterschaften ausgetragen.[25] Nachdem 2010 ein russischer Finalteilnehmer in der Sauna zusammenbrach und starb, verzichteten die Veranstalter auf weitere Austragungen. In Deutschland wird seit 2005 jährlich eine „Offene Deutsche Meisterschaft“ ausgetragen.

Die Weltmeisterschaft für Sauna-Aufgüsse wird seit 2009 ausgetragen. Als Weltmeister gilt der Sieger im Wettbewerb für den „Erlebten Aufguss“. Neben den Weltmeisterschaften gibt es Landes-, Staats- und Europameisterschaften für Sauna-Aufgüsse.[26] Die Weltmeisterschaft 2013 (Sauna World Cup 2013) gewann der Belgier Dirk van Offel. Er setzte sich gegen 35 Teilnehmer aus 23 Nationen durch. Seit 2016 wird die Aufguss-WM in Wendisch Rietz (Land Brandenburg) in einer der weltgrößten Show-Saunas, dem 200 Zuschauer fassenden Satama-Saunapark ausgetragen. Vom 17.–23. September 2018 werden dort 82 Aufguss-Meister aus knapp 20 Nationen und insgesamt etwa 2.500 Gäste erwartet[27].

Sonstiges

Saunen für den Heimbereich kann man in Baumärkten, Versandhäusern, im Internet oder in Läden kaufen, die Bäder verkaufen und/oder installieren. Erforderlich ist meist ein Dreiphasenwechselstromanschluss, wie man ihn auch für einen Elektroherd braucht. Dieser wird vom Sicherungskasten zum Aufstellungsort der Sauna verlegt. Ein Saunaofen hat oft eine Leistung von 10 kW. Eine Sauna hat üblicherweise nach 20–30 Minuten Aufheizzeit etwa 70–80 °C.

Im Jahr 2000 gründeten der deutsche Bundesfachverband Schwimmbadtechnik e. V. (BFST) und der Bundesverband Schwimmbad-, Sauna- und Wassertechnik e. V. (BSSW) den Bundesverband Schwimmbad & Wellness e. V. (bsw).[28] Daneben gibt es auch noch den Bundesfachverband Saunabau, Infrarot- und Dampfbad e. V.

Die zweijährlich in Köln stattfindende Messe „Aquanale“ präsentiert sich als europäische und internationale Leitmesse der Branche.[29]

In Deutschland gibt es (Stand 2005) 2.400 öffentliche Saunas, wovon etwas mehr als 500 privat geführt sind.[30] Laut dem deutschen Saunabund sind diese mit etwa 5.100 Saunaanlagen bei Hotels und Pensionen und etwa 3.800 Saunas bei Sportstätten und in Fitnessstudios zu ergänzen. Die Zahl der insgesamt für die deutsche Bevölkerung zur Verfügung stehenden öffentlichen Saunaanlagen kann also mit etwa 10.000 angegeben werden, nach Angaben des Deutschen Sauna-Bundes handelt es sich damit weltweit um die höchste Zahl.[30][31]

Saunatüren unterliegen besonderen technischen Anforderungen.

Literatur

www.saunaliteratur.de, Datenbank für wissenschaftliche Fachliteratur zum Saunabad (Deutscher Sauna-Bund)

Weblinks

 Wiktionary: Sauna – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Saunas – Sammlung von Bildern
Linkkatalog zum Thema Sauna bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Saunageschichte – Die Badstube als Vorläuferin der Sauna, Deutscher Sauna-Bund e. V.
Verzeichnis von Saunalandschaften in Deutschland

Einzelnachweise

Duden | Sauna | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme, Herkunft. In: www.duden.de. Abgerufen am 5. Oktober 2016. 

↑ Deutscher Sauna-Bund e.V.: Saunabaden – zwei Definitionen. Abgerufen am 5. Oktober 2016. 

Bare facts of the sauna – thisisFINLAND. 17. März 2009, abgerufen am 5. Oktober 2016 (amerikanisches Englisch). 

↑ a b c d Gesundes Saunieren: Dafür kann ich mich erwärmen, Spiegel Online

↑ siehe Eintrag Löyly in der Finnischen Wikipedia

↑ VDI 4207 Blatt 2:2016-07 Messen von Emissionen an Kleinfeuerungsanlagen; Messen an Anlagen für feste Brennstoffe (Emission measurements at small firing installations; Measurements at installations for solid fuel). Beuth Verlag, Berlin, S. 40.

↑ Dr. med. Rainer Brenke: Sauna- natürlich gesund. Deutscher Sauna-Bund e. V., abgerufen am 5. Oktober 2016. 

↑ Rainer Klinke, Stefan Silbernagl: Lehrbuch der Physiologie, 1996, Thieme Verlagsgruppe, ISBN 3-13-796002-9 (2. Auflage), Seite 383 Abschnitt Ein Sauna-Besuch

↑ J. D. Hasday und I. S. Singh (2000): Fever and the heat shock response: distinct, partially overlapping processes. Cell Stress Chaperones. 2000 November; 5(5): 471–480; PMID 11189454.

↑ Jochen Niehaus:Wer darf nicht in die Sauna? netdoktor, abgerufen am 7. Oktober 2014

↑ Vuori I (1988):
Sauna bather’s circulation. Annals of Clinical Research. 1988, 20(4): 249–256; PMID 3218896.

↑ Sauna – Heiß-kalter Kick, Stiftung Warentest, 24. Oktober 2002

↑ Sauna, Aufgüsse, Temperatur und Co: So gesund ist die Sauna wirklich, Bild.de

↑ Saunagänger suchen vor allem körperliche Erholung und psychische Entspannung, Deutscher Sauna-Bund e. V.

↑ Pilch W et al.(2013). Effect of a single Finnish sausa session on white blood cell profile and cortisol levels in athletes and non-athletes. J Human Kinetics 39(1), 127–135

↑ Arnd Krüger (2015). Sauna. Leistungssport (Zeitschrift) 45(1), 28–29

Alles zum Thema Sauna. In: easykaufen.de. 21. Juli 2015, abgerufen am 21. Juli 2015. 

↑ Der Saunahut als Modetrend, Sauna-Portal

↑ Albert Maki: New Finland Sauna. New Finnland District (englisch), abgerufen am 7. Oktober 2014.

↑ Sauna-Knigge

↑ Risiken von äetherischen Ölen, abgerufen am 12. Dezember 2011

↑ Saunalexikon von A – Z / Bieraufguss, SAUNAFANS.de

↑ http://www.thera-vital.at/aufgussarten.html

↑ Wolfgang Wegscheider, Birgit Heinrich, Andreas Albrecht, Heinz Assenmacher, Dirk Fendler, Hans Kübler, Günter Naujoks, Bernhard Scheibner: Saunaaufgüsse: Thermische Reaktionsprodukte und (Formaldehyd-)Exposition. In: Gefahrstoffe – Reinhalt. Luft. 77, Nr. 7/8, 2017, ISSN 0949-8036, S. 332–341.

↑ www.saunafans.de, abgerufen am 17. Dezember 2008

↑ Sauna WM 2012 (Memento des Originals vom 1. Dezember 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sauna-wm.com

↑ René Kowatsch: Was gibt es bei der Aufguss-WM zu erleben? in Märkische Oderzeitung vom 14. September 2018, S. 13

↑ Website des Bundesverbands Schwimmbad & Wellness e.  V. (Memento des Originals vom 26. Oktober 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bsw-web.de

↑ www.aquanale.de

↑ a b Sauna Infos. Sauna in Deutschland, abgerufen am 7. Oktober 2014

↑ Warum braucht man in der Sauna Regeln, Herr Pieper? In: DER SPIEGEL. (spiegel.de [abgerufen am 11. März 2018]). 

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!

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Mustersatzung GmbH – Muster Gesellschaftsvertrag für Paketdienste einer GmbH aus Remscheid

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Hinweis zu unseren Mustersatzungen:
Eine gebrauchsfertige GmbH-Mustersatzung kann es nicht geben. Zu vielfältig sind die Erscheinungsformen der GmbH im Wirtschaftsleben. Eine 100 %-ige Konzerntochter verlangt andere Regelungen als eine Join-Venture GmbH zwischen zwei Industrieunternehmen. Weitere Regelungstypen sind beispielsweise die Vater-Sohn-Handwerks-GmbH, die Dienstleistungs-GmbH zwischen Freiberuflern, die GmbH mit Technologie-Know-how Trägern als Mehrheitsgesellschaftern und einem Kapitalgeber (Capital Venture Fonds).

Jeder Regelungstyp hat eine eigene Interessenstruktur, die sich bei der Finanzverfassung, den Entscheidungsmechanismen und bei Gesellschafterveräderungen auswirkt. Besondere Aufmerksamkeit ist dem natürlichen Spannungsfeld zwischen tätigen und nicht tätigen Gesellschaftern (z.B. nicht tätigen Erben eines verstorbenen tätigen Gesellschafters) zu widmen. Die Probleme entzünden sich hier an der Gewinnverwendung, Geschäftsführergehältern, langfristigen Investitionen. Bei reinen Handels- und Dienstleistungs-GmbHs ist in der Regel ein persönliches Tätigwerden der Gesellschafter unverzichtbar.

Aus diesen Gründen ist auch die folgende Beispielssatzung lediglich als eine erste Anregung gedacht, Gestaltungsalternativen müssen mit den Beratern abgestimmt werden aufgrund einer individuellen Zweckmässigkeits- und Vollständigkeitsprüfung.

Eine GmbH-Satzung muss von einem Notar protokolliert werden.

Paragraph 1 Firma, Sitz

Die Firma der Gesellschaft lautet: Gerdt Robbespierre Paketdienste Ges. m. b. Haftung .Sitz der Gesellschaft ist Remscheid

Paragraph 2 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist Konstruktion Navigationsmenü

Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen – insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin -, sowie andere Unternehmen zu gründen.

Paragraph 3 Dauer der Gesellschaft
Die Gesellschaft beginnt mit der Eintragung in das Handelsregister. Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Dauer errichtet.

Paragraph 4 Stammkapital, Stammeinlagen
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 342348,00 EUR

Auf das Stammkapital übernehmen als ihre Stammeinlagen:

a. Sidonie Testarossa eine Stammeinlage im Nennbetrag von EUR 341077,
b. Wilhelm Balzer eine Stammeinlage im Nennbetrag von EUR 1060,
c. Degenhart Gäbeli eine Stammeinlage im Nennbetrag von EUR 211.

Paragraph 5 Geschäftsführer
Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer.
Die Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern sowie deren Befreiung vom Geschäftsführerwettbewerbsverbot erfolgt durch Gesellschafterbeschluss

Paragraph 6 Vertretung der Gesellschaft
Ein alleiniger Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft vertreten durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch
einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Durch Gesellschafterbeschluss kann die Vertretungsbefugnis der Geschäftsführer abweichend geregelt werden,
insbesondere können auch alle oder einzelne Geschäftsführer von den Beschränkungen des Paragraph 181 BGB befreit werden.

Paragraph 7 Geschäftsführung
Die Führung der Geschäfte der Gesellschaft steht mehreren Geschäftsführern gemeinschaftlich zu, sofern nicht durch Gesellschafterbeschluss, insbesondere im Rahmen einer Geschäftsordnung, etwas anderes bestimmt wird.
Im Verhältnis zur Gesellschaft ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, die Geschäftsführungsbeschränkungen einzuhalten, welche durch Gesetz, Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführeranstellungsvertrag und Gesellschafterbeschlüsse festgesetzt sind oder werden.
Die Geschäftsführer bedürfen der vorherigen Zustimmung durch Gesellschafterbeschluss für alle Geschäfte, die über den gewöhnlichen Betrieb der Gesellschaft hinausgehen.

Paragraph 8 Gesellschafterbeschlüsse
Soweit nicht das Gesetz zwingend oder dieser Gesellschaftsvertrag etwas anderes vorsehen, entscheiden die Gesellschafter in allen Angelegenheiten der Gesellschaft durch Beschlussfassung mit der Mehrheit der Stimmen aller Gesellschafter.

Nur mit 75 % der Stimmen aller Gesellschafter können beschlossen werden:

a. Eine Änderung des Gesellschaftsvertrages
b. die Auflösung der Gesellschaft.
c. die Beschlüsse gemäss Paragraphen 6, 7 und 8 des Gesellschaftsvertrages.
Jede 50,00 EUR Nennbetrag eines Geschäftsanteils gewähren eine Stimme.
Sämtliche Gesellschafterbeschlüsse sind zu protokollieren. Das Protokoll ist von den Geschäftsführern zu unterzeichnen. Die Gesellschafter erhalten Abschriften.
Die Einlegung von Rechtsmitteln jeder Art gegen Gesellschafterbeschlüsse ist nur innerhalb einer Frist von einem Monat nach Beschlussfassung zulässig.

Paragraph 9 Gesellschafterversammlung
Beschlüsse der Gesellschafter werden in Versammlungen gefasst.
Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Gesellschafterversammlung vorsieht, bedarf es der Abhaltung einer Versammlung nicht, wenn sämtliche Gesellschafter schriftlich, mündlich oder in jeder anderen Form mit der zu treffenden Bestimmung oder mit der Form der Stimmabgabe sich einverstanden erklären.

Einberufung

a. Die Gesellschafterversammlung wird durch einen Geschäftsführer einberufen. Versammlungsort ist der Sitz der Gesellschaft, sofern nicht durch Gesellschafterbeschluss ein anderer 0rt bestimmt wird.
b. Die ordentliche jährliche Gesellschafterversammlung ist in den ersten acht Monaten eines Geschäftsjahres einzuberufen zur Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Ergebnisverwendung und die Entlastung der Geschäftsführung. Im übrigen ist die Gesellschafterversammlung einzuberufen, wenn es einem
Geschäftsführer im Interesse der Gesellschaft erforderlich erscheint oder in den gesetzlich vorgesehenen Fällen.
c. Die Einberufung erfolgt durch Einladung der Gesellschafter mittels eingeschriebener Briefe gegen Rückschein an die letzte von dem Gesellschafter der Gesellschaft mitgeteilte Adresse oder durch Übergabe gegen
Empfangsbestätigung. Die Ladungsfrist beträgt mindestens zwei Wochen. Der Tag der Absendung und der Versammlungstag werden nicht mitgerechnet. Mit der Einladung sind die Beschlussgegenstände mitzuteilen.
d. Ist die Versammlung nicht ordnungsmässig berufen, können Beschlüsse nur mit Zustimmung aller Gesellschafter gefasst werden.

Paragraph 10 Geschäftsjahr und Jahresabschluss
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss ist von den Geschäftsführern in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen, sofern nicht nach dem Gesetz der Jahresabschluss innerhalb der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres aufgestellt werden darf.

Paragraph 11 Gewinnverteilung
Die Gesellschafter haben Anspruch auf den Jahresüberschuss zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrags, soweit der sich ergebende Betrag nicht durch Beschluss nach Abs. 2 von der Verteilung unter die Gesellschafter ausgeschlossen ist.
Im Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses können die Gesellschafter Beträge in Gewinnrücklage einstellen oder als Gewinn vortragen oder bestimmen, dass sie der Gesellschaft als Darlehen zu dem gemäss Gesellschafterbeschluss festgesetzten Bedingungen verbleiben.
Die Verteilung erfolgt nach Verhältnis der Geschäftsanteile.

Paragraph 12 Gesellschafterveränderungen
Übertragung von Geschäftsanteilen
Geschäftsanteile können ganz oder teilweise von einem Gesellschafter nur veräussert werden, wenn die Gesellschafter durch Beschluss mit einer Mehrheit von 75 % der Stimmen aller Gesellschafter im Voraus zustimmen. Der betroffene Gesellschafter ist stimmberechtigt.
Austrittsrecht
Jeder Gesellschafter kann den Austritt aus der Gesellschaft erklären
a. wenn ein wichtiger Grund im Sinne des allgemeinen Gesellschaftsrechts vorliegt jederzeit oder
b. im übrigen nur sechs Monate vor einem Geschäftsjahresende, erstmals zum (Datum). Die Austrittserklärung hat durch eingeschriebenen Brief an die Gesellschaft zu erfolgen.
Ausschluss
Ein Gesellschafter ist verpflichtet, ohne seine Zustimmung aus der Gesellschaft auszuscheiden,

a. wenn und sobald über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird, sofort,
b. durch Gesellschafterbeschluss – bei dem er nicht stimmberechtigt ist – zu dem in dem Beschluss bestimmten Zeitpunkt, jedoch nicht vor Mitteilung des Beschlusses an den betroffenen Gesellschafter,

wenn in seinen Geschäftsanteil die Zwangsvollstreckung betrieben und nicht innerhalb von zwei Monaten wieder aufgehoben wird, oder
wenn in seiner Person ein wichtiger Grund eingetreten ist, der für die übrigen Gesellschafter die Fortsetzung des Gesellschaftsverhältnisses mit ihm unzumutbar macht, oder
wenn das Anstellungsverhältnis eines Gesellschafters, der nach Paragraph 5 verpflichtet ist, für die Gesellschaft tätig zu sein, endet, aus welchem Grund auch immer; im Falle des Todes gilt Abs. (4).
Tod eines Gesellschafters
Erben oder Vermächtnisnehmer eines Gesellschafters sind verpflichtet, aus der Gesellschaft auszuscheiden.
Durchführung des Ausscheidens

a. Der ausscheidende Gesellschafter ist /seine Erben/Vermächtnisnehmer sind verpflichtet, seinen/ihren Geschäftsanteil nach Massgabe eines Gesellschafterbeschlusses mit der Mehrheit der Stimmen der übrigen
Gesellschafter, bei dem er nicht stimmberechtigt ist, ganz oder geteilt an die Gesellschaft selbst, an einen oder mehrere Gesellschafter oder an von der Gesellschaft zu benennende Dritte zu übertragen oder die
Einziehung des Geschäftsanteils zu dulden.
b. Ein ausscheidender Gesellschafter erhält seine Erben erhalten eine Abfindung nach Massgabe dieses Vertrages, von dem seinen Geschäftsanteil erwerbenden Gesellschafter (von mehreren als Teilschuldner),
im Falle der Einziehung von der Gesellschaft.
Das Ausscheiden eines Gesellschafters führt nicht zur Auflösung der Gesellschaft. Die verbleibenden Gesellschafter haben unverzüglich einen Beschluss zu den Modalitäten der Fortführung zu fassen.

Paragraph13 Abfindung
Die Abfindung eines ausscheidenden Gesellschafters bemisst sich nach dem für den Geschäftsanteil zu ermittelnden Wert,{der sich unter Anwendung der steuerrechtlichen Vorschriften zur Ermittlung des gemeinen Wertes von Geschäftsanteilen mangels Ableitbarkeit aus Verkäufen ergibt . Bewertungsstichtag ist das Ende des Geschäftsjahres, in dem die Austrittserklärung des Gesellschafters bei der Gesellschaft eingeht oder der Ausschlussbeschluss gefasst wird.} Sollte zum Bewertungsstichtag eine Feststellung des Finanzamtes noch nicht erfolgt sein, ist die Wertermittlung nach den vorstehenden Massstäben unabhängig von der Feststellung des Finanzamtes vorzunehmen. Eine Berichtigung aufgrund der späteren Feststellung des Finanzamtes oder einer Betriebsprüfung findet nicht statt.
Der Gewinn für das gesamte Geschäftsjahr, in dessen Verlauf und zu dessen Ende ein Gesellschafter zum Ausscheiden verpflichtet ist, steht dem ausscheidenden Gesellschafter zeitanteilig bis zu dem Monat zu, in dessen Verlauf oder zu dessen Ende die Austrittserklärung der Gesellschaft zuging oder der Ausschlussbeschluss gefasst wurde.
Die Vergütung ist in 5 gleichen Jahresraten auszuzahlen, wobei die Fälligkeit der ersten Rate sechs Monate seit Vollzug des Ausscheidens, die folgenden Raten je ein Jahr später zu zahlen sind. Die Vergütung ist mit jährlich 2 % über dem jeweiligen Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank von der jeweilig noch geschuldeten Höhe zu verzinsen von dem Monatsersten an, von dem ausscheidenden Gesellschafter gemäss Abs. 2 ein Gewinn nicht mehr zusteht.

Paragraph 14 Wettbewerbsverbot
Ein Gesellschafter darf ohne vorherigen zustimmenden Gesellschafterbeschluss, bei dem er nicht stimmberechtigt ist, in dem Geschäftsbereich des Gegenstandes der Gesellschaft keine Geschäfte machen für eigene oder fremde Rechnung, gelegentlich oder gewerbsmässig, unmittelbar oder mittelbar, selbständig oder unselbständig oder in jeder anderen Weise. Das Verbot umfasst insbesondere auch direkte oder indirekte Beteiligung oder Beratung an Konkurrenzunternehmen sowie die Beteiligung als stiller Gesellschafter oder Unterbeteiligter an Konkurrenzunternehmen.

Paragraph 15 Schlussbestimmungen
Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur im deutschen Bundesanzeiger oder einem etwa an seine Stelle tretenden Veröffentlichungsorgan.
Die Gründungskosten in Höhe von EUR {Summe} (Handelsregister, Bekanntmachungen, Beratungen, Notar) trägt die Gesellschaft.[1]
Durch die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.
Als Gerichtsstand wird Remscheid vereinbart

Anmerkung:
An dieser Stelle kann auf Wunsch eine Schlichtungsvereinbarung und/oder Schiedsgerichtsvereinbarung getroffen werden. Zur Vereinbarung einer Schlichtungsklausel und/oder Schiedsklausel siehe Erläuterung unten)

Notarieller Beurkundungshinweis

……………………………………….. ………………………………………..

Remscheid, 20.06.2019 Unterschrift

Anmerkung zu Paragraph 15 (4):

a. Die Parteien können sich auch auf die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens (Schlichtungsklausel) einigen. Es kann zusätzlich vereinbart werden, dass ein Schlichtungsversuch gescheitert sein muss, bevor der Rechtsweg beschritten werden kann.

>Informationen zur aussergerichtlichen Streitbeilegung
Muster für eine Schlichtungsklausel:

Die Vertragsparteien verpflichten sich, bei Meinungsverschiedenheiten ein Schlichtungsverfahren mit dem Ziel durchzuführen, eine interessengerechte und faire Vereinbarung im Wege einer Mediation mit Unterstützung eines neutralen Schlichters unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, rechtlichen, persönlichen und sozialen Gegebenheiten zu erarbeiten. Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben, werden vor Einschaltung der Gerichte nach der Schlichtungsordnung der Industrie- und Handelskammer …………… (z.B. XXXXX = Name der nächstgelegenen IHK mit Schlichtungsstelle) (oder der XXXX Institution) geschlichtet.

b. Möglich wäre auch die Vereinbarung einer Schiedsgerichtsklausel.
Muster für eine Schiedsgerichtsklausel:

Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben, werden nach der Schiedsgerichtsordnung der Industrie- und Handelskammer …………. unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges endgültig entschieden. Das gerichtliche Mahnverfahren bleibt aber zulässig.

c. Möglich ist aber natürlich auch die Kombination von Schlichtung und bei Scheitern anschliessendem Schiedsgerichtsverfahren.

[1] Es ist aufgrund der Entscheidung des OLG Celle vom 11.2.2016 (Az. 9 W 10/16) in der Satzung auf Verlangen des Registergerichts nunmehr der konkrete Gesamtbetrag der Gründungskosten anzugeben


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Treuhandvertrag der Theobald Kühl Lagersysteme Ges. m. b. Haftung aus Cottbus

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GmbH Treuhandvertrag

zwischen

Theobald Kühl Lagersysteme Ges. m. b. Haftung, (Cottbus)

(nachstehend „Treugeber“ genannt)

und

Gotthard Junge Therapien Gesellschaft mit beschränkter Haftung, (Ludwigshafen am Rhein)

(nachstehend „Treuhänder“ genannt)

1. Vertragsgegenstand

1.1. Der Treugeber beauftragt hiermit den Treuhänder, in eigenem Namen, aber auf Rechnung und Gefahr des Treugebers die bei der Bank (Trier), auf dem Konto Nr. 8432758 verbuchten Vermögenswerte (im folgenden kurz: „Treugut“) zu halten und zu verwalten. Der Treuhänder handelt dabei als Beauftragter im Sinne des deutschen Rechts. Er hat das Recht, Stellvertreter zu ernennen und mit schriftlichem Widerruf abzuberufen.

1.2. Der Treuhänder verwaltet das Treugut nach den Weisungen des Treugebers oder von ihm schriftlich bezeichneter Stellvertreter.

Der Treuhänder ist berechtigt, die Befolgung von Weisungen abzulehnen, die nach seiner Auffassung mit dem Gesetz in Widerspruch stehen. Liegen keine Weisungen vor, so ist der Treuhänder verpflichtet, solche vom Treugeber oder seinen Stellvertretern einzuholen. Bei Gefahr im Verzug sowie wenn Weisungen nicht zeitgerecht eingeholt werden können oder eintreffen, handelt der Treuhänder selbständig, nach bestem Wissen und Gewissen.

1.3. Der Treuhänder anerkennt, dass sämtliche auf dem unter Ziff. 1.1. hiervor erwähnten Konto verbuchten Vermögenswerte sowie deren Ertrag vollumfänglich Eigentum des Treugebers sind und wird sie diesem jederzeit auf erste Aufforderung hin zu unbeschwerter Verfügung herausgeben. Vorbehalten bleiben die Rechte des Treuhänders gemäss Art. 401 OR.

1.4. Den Parteien sind die Bestimmungen des Geldwäschereigesetzes bekannt. Der Treuhänder bestätigt hiermit, dass er diesen Auftrag im Einklang mit den ent-sprechenden Bestimmungen des Geldwäschereigesetzes sowie überhaupt mit den übrigen gesetzlichen Bestimmungen ausüben kann.

2. Haftung

Das Risiko für die Verwaltung und Erhaltung des Treugutes liegt vollumfänglich beim Treugeber. Der Treugeber verpflichtet sich und seine Rechtsnachfolger, den Treuhänder weder selber zu belangen durch Dritte, über die der Treuhänder die Kontrolle ausübt oder die ihrerseits in einem Dienst- oder anderen rechtlichen Verhältnis zu ihm stehen, haftbar machen zu lassen für die Tätigkeiten in Ausübung dieses Treuhandmandates, sowie allgemein ihn von allen Ansprüchen, die gegen ihn aus der Mandatsausübung geltend gemacht werden können, freizustellen und schad- und klaglos zu halten. Vorbehalten bleibt die Haftung des Treuhänders aufgrund der Sorgfaltpflicht, die ihn gemäss Art. 398 OR als Beauftragten trifft, wobei diese Haftung auf rechtswidrige Absicht oder grobe Fahrlässigkeit beschränkt wird (Art. 100 Abs. 1 OR).

3. Honorar

Der Treugeber verpflichtet sich, den Treuhänder für die gestützt auf diesen Treuhandvertrag erbrachten Dienstleistungen nach Zeitaufwand zu entschädigen. Als Grundlage dient ein Stundenhonorar von mindestens EUR. 344.–. Ferner wird der Treugeber dem Treuhänder alle Auslagen und Verwendungen ersetzen, die diesem im Zusammenhang mit der Ausübung des Treuhandmandates anfallen. Es gilt als vereinbart, dass das jährliche Honorar mindestens 1,5 % des Bruttobetrags des am Anfang des Kalenderjahres angelegten Vermögens betragen soll.

4. Geheimhaltung

Der Treuhänder ist verpflichtet, das Treuhandverhältnis und insbesondere die Identität des Treugebers gegenüber Behörden und Privatpersonen geheimzuhalten. Ausnahmen von der Geheimhaltungspflicht bestehen in denjenigen Fällen, in denen der Treuhänder ohne die Offenlegung des Treuhandverhältnisses sowie der Identität des Treugebers persönliche Nachteile erlitte (z.B. infolge Zurechnung des Treugutes zum steuerbaren Vermögen des Treuhänders) oder in denen er von Gesetzes wegen zur Offenlegung verpflichtet werden kann (wie z.B. in Erfüllung der Bestimmungen des Gesetzes über die Geldwäsche sowie im Zuge eines Strafverfahrens). In solchen Ausnahmefällen ist der Treuhänder ausdrücklich von der Geheimhaltungspflicht befreit soweit die Verhältnisse es erfordern.

5. Weitere Bestimmungen

5.1 Abänderungen und/oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform.

5.2. Auf diesen Vertrag ist deutsches Recht anwendbar.

5.3. Als Gerichtsstand für allfällige Streitigkeiten aus diesem Vertrag anerkennen die Parteien die ordentlichen Gerichte am Sitz des Treugebers.

(Cottbus, Datum):

Für Theobald Kühl Lagersysteme Ges. m. b. Haftung: Für Gotthard Junge Therapien Gesellschaft mit beschränkter Haftung:

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Bau steht für:

Bauwesen, die Baubranche
Bauwerk, das Produkt des Bauwesens
Baustelle, der Ort und auch das in Fertigstellung begriffene Bauwerk
Bau (Messe), internationale Fachmesse für Baustoffe, Bausysteme, Bauerneuerung in München
Tierbau, die Behausung eines Tieres
Gefängnis (umgangssprachlich)
Bau (Einheit), altes Flächenmaß
Ba’u, sumerische Göttin, siehe Baba (Göttin)
BAU International Berlin – University of Applied Sciences, ehemaliger Name der Berlin International University of Applied Sciences

Bau heißen folgende geographische Objekte:

Bau (Mönchengladbach), Honnschaft im Stadtbezirk West von Mönchengladbach, NRW
Bau (Insel), eine kleine, dicht besiedelte Insel vor der Ostküste von Viti Levu (Fidschi)
Bov Sogn, Kirchspiel an der deutschen Grenze, Dänemerk
Bau (Kreis Flensburg), Kirchdorf des Bov Sogn, Dänemerk (ehemalige preußische Gemeinde)
Bau (Kreis Tondern), Ortschaft bei Tønder, Dänemerk
Bau (Verdon), Nebenfluss des Verdon in Frankreich

Bau ist der Familienname folgender Personen:

Alexander Bau (* 1970), deutscher Rodler
Christian Bau (Regisseur) (* 1942), deutscher Filmregisseur, Kameramann und Produzent
Christian Bau (Koch) (* 1971), deutscher Koch
Sabine Bau (* 1969), deutsche Florett-Fechterin
Walter Bau (Lehrer) (1888–1967), deutscher Lehrer, Geologe, Paläontologe und Zoologe

bau steht für:

Mbat (auch Bada, ISO-639-3-Code), Varietät von Jarawa (Sprache), Sprache in Nigeria

BAU steht für:

IG Bauen-Agrar-Umwelt, deutsche Gewerkschaft
Behavioral Analysis Unit des US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation

BAU steht als Unterscheidungszeichen auf Kfz-Kennzeichen für:

Powiat Augustowski in der Woiwodschaft Podlachien, Polen

BaU steht für:

Business as Usual, siehe Liste geflügelter Worte/B #Business as usual

B.A.U. steht für:

British Association Unit

Siehe auch:

Bauen
Der Bau
Bow, Bowe
Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Bau beginnt
Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Bau enthält
 Wiktionary: Bau – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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GmbH Gesellschaftszweck / Unternehmensgegenstand: Matratze Herkunft und Geschichte Standardgrößen Härtegrade Matratzen-Typen Hygiene und Haltbarkeit Matratzenbranche und Preise Gütesiegel Matratzenbezüge Matratzen in anderen Ländern Sonstiges Navigationsmenü aus Dortmund

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Eine Matratze ist ein in der Regel auf Lattenroste oder Unterfederungen gelegtes Polster, das ein komfortables Liegen ermöglicht. Die Kombination von Matratze und darauf abgestimmtem Lattenrost wird als Bettsystem bezeichnet. Gemeinsam mit dem Rahmen oder Gestell bildet diese Komponente das Bett. Im weiteren Sinn wird dieser Begriff auch auf andere Polster ausgedehnt.

Matratze

Der Matratzenkern aus Schaumstoff, Latex, Naturprodukten oder Federkern wird mit meist einem Drellbezug ummantelt, der je nach Bedürfnis mit Schafwolle, Vlies, Baumwolle, Wildseide oder auch Rosshaar versteppt ist. Bezüge von Komfortmatratzen bestehen heutzutage nur noch selten aus Drell, einem sehr festen Gewebe, sondern aus dreidimensional elastischen Stoffen wie Frottee oder (zunehmend) mehrlagigem Jersey.

Matratzen werden fast ausschließlich einteilig hergestellt. Dies wurde durch die insgesamt leichteren verwendeten Materialien ermöglicht. Früher gab es häufig zwei- oder dreiteilige Matratzen, um das Wenden, Lüften und Ausklopfen zu erleichtern. Da beim Entnehmen und Wiedereinlegen der drei Matratzenteile deren Reihenfolge öfter geändert wurde, nutzten sie sich zudem langsamer ab, da immer ein anderes Teil in der Mitte lag und damit der stärksten Belastung unterworfen war. Zum Teil haben Matratzen heute eine Sommer- und eine Winterseite.

Muster eines Matratzenkerns mit Polsterung

Matratzen für Betten sind häufig in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen auf Stützung gerecht werden sollen. Es wird immer mehr zum Standard, dass der Matratzenbezug abnehmbar ist und gewaschen oder gereinigt werden kann. Haltegriffe an den Seiten ermöglichen ein leichteres Hantieren von schweren und unhandlichen Matratzen.

Inhaltsverzeichnis

1 Herkunft und Geschichte
2 Standardgrößen
3 Härtegrade
4 Matratzen-Typen

4.1 Federkernmatratzen

4.1.1 Vorteile
4.1.2 Nachteile

4.2 Luftkernmatratzen
4.3 Latexmatratzen

4.3.1 Vorteile
4.3.2 Nachteile

4.4 Kaltschaummatratzen

4.4.1 Vorteile
4.4.2 Nachteile

4.5 Viskoelastische Matratzen

4.5.1 Vorteile
4.5.2 Nachteile

4.6 Naturmatratzen
4.7 Naturölmatratzen
4.8 Futon
4.9 Wasserbetten
4.10 Sonstige Matratzentypen

4.10.1 Boxspring
4.10.2 Anti-Dekubitusmatratzen
4.10.3 Partnermatratze

5 Hygiene und Haltbarkeit
6 Matratzenbranche und Preise

6.1 Preisabsprachen

7 Gütesiegel

7.1 Umweltzeichen Blauer Engel

8 Matratzenbezüge

8.1 Webart
8.2 Material
8.3 Versteppung
8.4 Schlafklima
8.5 Verarbeitung

9 Matratzen in anderen Ländern

9.1 Vereinigte Staaten

10 Sonstiges
11 Einzelnachweise
12 Literatur
13 Weblinks

Herkunft und Geschichte

Matratze auf einem Gemälde des 14. Jahrhunderts

Das Wort Matratze kommt von dem früh-italienischen Wort materazzo, das seinerseits auf das arabische Wort matrah / مطرح / maṭraḥ / ‚Bodenkissen‘ zurückgehen soll.[1] Vorläufer heutiger Matratzen gab es schon im Altertum.

Das Bett des Odysseus war nach der Homerischen Überlieferung ein verziertes vierfüßiges Rahmenwerk, bespannt mit Riemen aus purpur-schillernder Stierhaut und bedeckt mit Fellen und Teppichen, mit leinenem Überzug und wolligem Mantel als Decke. Die Griechen hatten hölzerne Bettstellen, oft mit reich verzierten Füßen und lehnenartiger Erhöhung am Kopfende. Auf Gurten ruhten die mit Wolle oder Naturfasern gefüllten Matratzen.

Das Bett der Römer war ähnlich konstruiert und oft mit großem Luxus ausgestattet. Es trug auf Gurten die mit Schilf, Heu, Wolle oder Federn von Gänsen oder Schwänen gefüllte Matratze (culcita, torus). Bei Ausgrabungen in Herculaneum, das dem Vesuvausbruch im Jahre 79 zum Opfer fiel, wurde im Hause eines ehemaligen Sklaven eine Kinderwiege entdeckt, in der eine Matratze aus Pflanzenfasern lag. Dies bedeutet, dass auch das gemeine Volk sich diesen Komfort schon leistete. Schon zu Zeiten der Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert waren Matratzen in der arabischen Welt üblich. Sie wurden so oder über den Kulturaustausch am damaligen Hof von Friedrich II. in Sizilien den Rittern bekannt und gelangten dadurch nach Europa.[1]

Matratzen, die dem modernen Typ nahekommen, waren bis in die Neuzeit zumeist purer Luxus und nur den höheren Schichten vorbehalten, sie bestanden meist aus Kissen. Das gemeine Volk schlief auf harter Unterlage, mit Seegras, Schilf, Stroh oder Spreu gefüllten Säcken. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden Matratzen, die meist von Sattlern hergestellt und oft dreiteilig waren, bei der bürgerlichen Schicht populär. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind die Ansprüche an Matratzen und auch Lattenroste deutlich gestiegen. Neue Füllstoffe wie Latex oder Polyurethanschaum (PUR) sind nunmehr marktbeherrschender Standard.

Standardgrößen

Unter Standardgrößen versteht der Handel die Maße, die von den Produzenten in der Regel ab Lager lieferbar sind. Bei Sondergrößen ist dagegen mit zum Teil deutlichen Preisaufschlägen und längerer Lieferzeit zu rechnen.

In Deutschland haben sich die Standardgrößen für Matratzen seit den 1960er Jahren verändert, was einerseits auf die gestiegenen Körpergrößen der Käufer, andererseits auf den Wunsch nach mehr Komfort zurückzuführen ist. Die derzeit gängigen Maße sind

Breite
in cm

Länge in cm

Handels-
name

140

190

200

220

70

70 × 140

80

80 × 190

80 × 200

90

90 × 190

90 × 200

90 × 220

Single Size

100

100 × 190

100 × 200

100 × 220

120

120 × 200

140

140 × 200

140 × 220

Double Size

160

160 × 200

160 × 220

Queen Size

180

180 × 200

180 × 220

King Size

200

200 × 200

200 × 220

70 cm × 140 cm ist das übliche Maß für Kindermatratzen, für Kinderbetten sind auch die Maße 60 cm × 120 cm im Handel. Von den Herstellern werden jedoch auch sämtliche Sondermaße, beispielsweise für sehr große Menschen, gefertigt.

Härtegrade

Matratzen werden in unterschiedlichen Härtegraden angeboten, die jedoch nicht genormt sind.[2] Je nach Produzent können sich die Angaben erheblich unterscheiden. Selbst unterschiedliche Matratzen-Modelle desselben Produzenten sind in der Festigkeit häufig unterschiedlich, obwohl die Härtegradangaben identisch sind. Die fehlende Normung der Härtegrade ermöglicht den Herstellern eigene Angabe zum Härtegrad einer Matratze zu vergeben. Manche Hersteller nutzen lediglich die Härtegrade H2 und H3, andere unterteilen die Härtegrade feinstufig in H1 bis zu H5. Meistens werden drei Stufen angeboten. Für die Auswahl der passenden Matratzenhärte wird meist das Körpergewicht ausgewählt woraus sich zum Beispiel die folgende Einteilung ergibt.

Härtegrad 1 = weich, für Personen bis 60 kg Körpergewicht,
Härtegrad 2 = mittel, für Personen bis 80 kg Körpergewicht,
Härtegrad 3 = hart, für Personen über 80 kg Körpergewicht.

Jedoch kann eine zu weiche Matratze die Wirbelsäule und den gesamten Körper durchhängen lassen wodurch Rückenbeschwerden auftreten: es sollte eine härtere Matratze gewählt werden. Ist die Matratze hingegen zu hart drückt dies das Gewebe ab mit einer verschlechterten Durchblutung als Folge. Im Resultat eingeschlafene Gliedmaßen, Druckstellen am Körper beim Erwachen als Zeichen einer zu harten Schlafunterlage. Eine Kategorisierung der Härtegrade nach Gewicht missachtet die Körpergröße. Es gibt Tabellen in denen Körpergröße und Körpergewicht in Beziehung gesetzt werden, wobei jedoch der individuelle Körperbau vernachlässigt bleibt, wie ausgeprägte Schulter, ausgeprägtes Becken, zierliche Taille. Je nach Konstitution (sportiver Typ oder eher bewegungsarm), Alter und vor allem Körperlänge ist eine solche Grobeinteilung nicht selten ungeeignet. So steigt die Wahrscheinlichkeit für ein falsche Matratze, wenn nur nach Härtegrad ausgewählt wird.

Matratzen sollten in Verbindung mit den geeigneten Lattenrosten die Regeneration des Körpers unterstützen. Die Wirbelsäule sollte ihre naturgegebene Doppel-S-Form einnehmen können und zwischen Kopf und Steißbein eine durchgängig gerade Linie bilden. Vor allem bei Seitenschläfern müssen dementsprechend die Schulter und das Becken so tief in die Matratze einsinken können. Die Höhe der Matratze, im Zusammenspiel mit der Qualität der verwendeten Materialien, spielt eine wichtige Rolle. Zwar besagt die Höhe wenig über Qualität oder Komfort einer Matratze aus. Jedoch kann bei einfachen Materialqualitäten Höhe einen Mehrwert an Komfort bieten. Zum anderen Fällen wird die Höhe ais der Kombination verschiedener Materiallagen oder eines speziellen Aufbaus bedingt: Taschenfederkern- oder Federkernmatratzen. Marktübliche Höhen variieren zwischen 14 und 25 cm. Es gibt unterschiedliche Systeme aus Unterfederung und Matratze, die mit deutlich niedrigeren Matratzen von 10 cm auskommen und trotzdem konturgerechten Schlafkomfort bieten.

Matratzen-Typen

Je nach Material der inneren federnden und äußeren Bezugsgestaltung werden die folgenden Typen unterschieden. Eine genauere Beschreibung erfolgt in den weiteren Absätzen.

Federkernmatratzen
nach der Form und Ausführung mit den Unterarten Bonnellfederkernmatratze, Cosiflexfederkernmatratze, Taschenfederkernmatratze, Tonnentaschenfederkernmatratze
Latexmatratzen
Naturlatexmatratze, Schichtlatexmatratze, nach der Formung Fingerlatexmatratze, Talaley-Latex-Matratze
Schaumstoffmatratzen
Kaltschaummatratze, Viskoelastische Matratze, Gelschaum-Matratze
PS-Matratze
aus Polystyrol ist in den Eigenschaften eine Kombination aus Latex- und Schaumstoffmatratze
Naturmatratzen
Futon, Rosshaarmatratze, Seegrasmatratze, Strohmatratze, Getreideschalenmatratze
Wasserbetten
Dekubitusmatratzen
Luftkernmatratzen

Eine Klassifizierung nach den im Weiteren beschriebenen Vor- und Nachteilen ist nicht allgemein möglich. Von einigen Herstellern werden verschiedene Materialien und Aufbauten kombiniert. Selbstverständlich unterscheidet sich der individuell empfundene Liegekomfort zwischen einfachen, als Gästebett konzipierten Luftmatratzen und Matratzensystemen mit Luftkern erheblich.

Federkernmatratzen

Einzelelement aus einer Bonnell-Feder

Die innere Struktur von Federkernmatratzen besteht aus einem Stahlfederkern. Ein Bonnellfederkern besteht aus Stahlfedern mit taillierter Form, die durch eine Spirale miteinander verbunden sind. Andere Formen sind Federkerne aus Endlosfedern (continuous coil) und Leichtfederkerne (LFK) mit mehreren Federn kleineren Durchmessers, deren Endringe im Gegensatz zur Bonnellfeder nicht geschlossen sind. Ein Bonnellfederkern ist gegenüber Leichtfederkernen und Endlosfederkernen weniger elastisch.

Sind die einzelnen Federn in Reihen von Stofftaschen eingenäht und diese Reihen zu einer Fläche in Matratzengröße verklammert oder verklebt, handelt es sich um einen Taschenfederkern, der eine gute Punktelastizität aufweist, sich aber nur bedingt für verstellbare Lattenroste eignet. Den höchsten Komfort bietet die Tonnentaschenfederkernmatratze, bei der die Metallfedern eine bauchige Form haben und dadurch flexibler als Taschenfederkernmatratzen sind. Den Kompromiss zwischen Taschenfederkern und biegsamerem Schaumstoff bilden Matratzen, die vom Kopf- bis zum Fußende abwechselnd aus Reihen von Taschenfederkernen und Schaumstoff bestehen und so die Eigenschaften der beiden Matratzentypen ausgleichen.

Über dem Federkern sind verschiedene Materialien als Polsterung möglich. Eine Filzplatte oder (bei billigen Matratzen) ein dünnes Vlies dienen als Polsterträger. Dies soll die Polsterung davor bewahren, von den Metallfedern durchgerieben zu werden. Die Polsterung besteht aus Schaumstoff, darauf liegt der Bezug. In diesen ist häufig Polyesterfaservlies, Baumwollfaser, Schurwolle oder Rosshaar eingesteppt. Der Bezugstoff für diese Matratzen besteht zumeist aus Baumwolle oder einem Baumwolle-Viskose-Gemisch.

Vorteile

Federkernmatratzen haben ein ausgesprochen gutes Raumklima (bleiben aber kalt), da die während der Benutzung eindringende Feuchtigkeit später unproblematisch an die Außenluft abgegeben wird. Schimmelbildung ist daher kaum ein Thema.
Moderne Federkernmatratzen, wie viele der Taschenfederkernmatratzen, bieten von Kopf bis Fuß verschiedene Zonen an, um den unterschiedlichen Gewichten der Körperteile und Einsinktiefen gerecht zu werden. Meist sind es fünf oder sieben Zonen.
Schlichte Federkernmatratzen sind kostengünstiger, Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkerne sind bei besserer Qualität teurer.
Federkernmatratzen sind robust und behalten viele Jahre ihre ursprüngliche Form, soweit es die Metallkonstruktion betrifft. Sie sind für einfache Lattenroste verwendbar.
Hochwertige (Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen haben eine gute Punktelastizität.

Nachteile

Einfache Federkernmatratzen bieten keine Punktelastizität, d. h. die Einsinktiefe problematischer Körperzonen wie Schulter und Becken ist nicht optimal. Der Liegekomfort kann darunter stark leiden. Diese Nachteile gelten nicht für hochwertige (Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen, die dagegen eine gute Punktelastizität aufweisen.
Federkernmatratzen sind weniger geeignet in Kombination mit verstellbaren Lattenrosten, weil sie sich einer unebenen Unterlage nicht so gut anpassen. Außerdem können die Liegeeigenschaften vermindert werden, wenn der Druck des Körpergewichts nicht senkrecht von oben auf die Matratze wirkt.
Bei einigen Modellen können die Federn mit der Zeit durch die Polsterung drücken und dadurch den Liegekomfort erheblich einschränken.
Taschenfederkernmatratzen haben (wie bereits erwähnt) nur eine schwache Wärmeisolation, weshalb sie für Personen, die schnell frieren, ungeeignet sind.
Falls bei den Matratzen eine minderwertige Schaumabdeckung verwendet wurde, können im Laufe der Zeit Kuhlen entstehen, die sich stark auf den Liegekomfort auswirken können.
Im Vergleich zu anderen Matratzen haben Taschenfederkernmatratzen ein hohes Gewicht, weshalb das regelmäßige Wenden nur mit viel Kraftaufwand möglich ist.[3]

Luftkernmatratzen

Luftkernmatratzen sind ähnlich aufgebaut wie Federkernmatratzen und haben anstelle des Federkerns ein bis zwei Luftkerne (elastische Luftbehälter) deren Härte sich durch Aufpumpen und Ablassen von Luft einstellen lässt. Ihr Vorteil ist es, dass der Härtegrad direkt regulierbar ist und so an persönliche Vorlieben und Bedürfnisse angepasst werden kann. Einfache Systeme weisen teilweise auf Grund fehlender Punktelastizität Probleme im Liegekomfort auf. Komplexere Systeme können diesen Schwachpunkt durch ihre Struktur ausgleichen und werden vom Institut für Gesundheit und Ergonomie sogar explizit empfohlen.[4] Die Problematik von aufgestauter Feuchtigkeit durch den undurchlässigen Luftkern wird bei hochwertigen Systemen mit mehrschichtigem Aufbau auf ein Minimum reduziert und liegt nicht über jenem von anderen Matratzensystemen.

Mittlerweile gibt es auch „selbstaufblasende“ Luftmatratzen, bei denen eine innenliegende Federung oder ein Schaumstoffkern den Hohlkörper auseinanderdrückt, wodurch Luft durch das Ventil einströmt. Das Verschließen des Ventils bewirkt, dass das gebildete Luftpolster in der Luftmatratze bleibt.

Latexmatratzen

Stiftlatexkern

Diese Matratzen bestehen aus Gummi und können aus synthetischem, natürlichem oder gemischtem Latex hergestellt sein. Naturlatexmatratzen bestehen komplett aus Naturlatex, der aus dem Hevea-Brasiliensis-Baum gewonnen wird. In der Endqualität sind die Unterschiede zu solchen aus Syntheselatex gering, so gibt es auch Mischformen. Latexmatratzen werden durch Vulkanisation hergestellt, indem die Latexmischung in eine Stahlform gegossen und anschließend erhitzt wird. Die in die Form eingearbeiteten Heizstifte ergeben die charakteristischen Löcher in der Latexmatratze, „Stiftlatex“.

Als Naturlatexmatratze darf eine Matratze nur dann bezeichnet werden, wenn ausschließlich Naturpolymere ohne synthetischen Latex eingesetzt wurde. Um die Konsistenz zu erzielen, werden zur Vulkanisation etwa 5 % Vulkanisiermittel (vorwiegend Schwefel und Salze) hinzugefügt. Das Ergebnis dieser chemischen Reaktion ist Naturlatex. Der Polymer-Anteil ist 100 % Naturpolymer und die eingesetzten Vulkanisationsmittel dürfen 5 % nicht übersteigen.

Der Naturlatex weist im Vergleich zu synthetischem Latex eine höhere Punktelastizität auf. Das Raumgewicht des Naturlatex liegt je nach Festigkeitsgrad zwischen 70 und 90 kg/m³, Naturlatex ist damit deutlich schwerer als Kaltschaum.

Es gibt Institutionen, die Naturlatexmatratzen aus unterschiedlichen Blickwinkeln prüfen. Der QUL (Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.) beispielsweise ist ein Verbund großer Matratzenhersteller, der Qualitätskriterien für die Matratzen seiner Mitglieder aufstellt. So prüft der QUL die Zusammensetzung der Matratzen und vergibt den Matratzen ein Gütesiegel, wenn die sonstigen Kriterien eingehalten wurden. Andere unabhängige Institutionen, wie Öko-Tex, prüfen auf Schadstoffrückstände, die auch in Naturlatexmatratzen vorhanden sein können.

Schichtlatexmatratzen bestehen aus mehreren Schichten von Latex und Schaumstoff-Elementen, die häufig mittels Klebstoffen fest miteinander verbunden sind. Die Hersteller wollen damit die Eigenschaften optimieren.

Vorteile

sehr gute Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen und Lattenroste
absolute Geräuschfreiheit
hervorragende Punktelastizität
sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten bei Liegeveränderung
bei entsprechender Pflege geringe Anfälligkeit für Milbenbefall

Nachteile

Latexmatratzen mit hohem Raumgewicht sind teilweise sehr schwer und unhandlich.
teilweise leichter Eigengeruch aufgrund nicht perfekter Vulkanisation, kann nach kurzer Zeit verschwinden
je nach Zusammensetzung des Matratzenkerns stark unterschiedliches Alterungsverhalten

Kaltschaummatratzen

Profil einer PUR-Schaumstoffmatratze

Schaumstoffmatratzen standen lange Zeit zu Recht in schlechtem Ruf. Sie galten als Billigware mit schlechter Haltbarkeit. Dies hat sich in den letzten Jahren durch Neuentwicklungen geändert. Schaumstoffmatratzen bestehen heute meist aus einem Polyurethan-Kaltschaum-Matratzenkern. Dessen Qualitäten und Eigenschaften hängen von der Stauchhärte, der Art der Herstellung und der eingearbeiteten Profile ab.

Raumgewicht ist das Gewicht pro Raumeinheit der aufgeschäumten Rohmasse, meist als Kilogramm Rohmasse je ein Kubikmeter Schaumstoff vor dessen Weiterverarbeitung.

Stauchhärte ist der Druck, der aufgebracht werden muss, um einen Schaumrohblock um 40 % einzudrücken. Je niedriger die Stauchhärte (in kPa), desto weicher ist der Schaum.

Seit dem weitgehenden Verbot der ozonschädigenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) wird in den meisten Industriestaaten Kohlendioxid als Treibmittel beim Aufschäumen verwendet. Bei Kaltschaumkernen wird häufig auf Treibmittel verzichtet, das Aufschäumen erfolgt beim Polymerisieren der chemischen Grundsubstanz in Gegenwart von Wasser. In den EU-Ländern gibt es nur wenige Hersteller von PUR-Schaumstoffen für die Matratzenproduktion.

Schaumstoffmatratzen können sich bei Temperaturen über 400 °C entzünden. Deshalb werden feuerhemmende Zusatzstoffe eingesetzt, die jedoch nach „Ökotex Standard 100“ nicht zulässig sind. Um das Brandrisiko zu mindern kann ein schwer entflammbarer Überzug verwendet werden.

Matratzen aus Kaltschaum haben die Eigenschaft, an den belasteten Stellen im Laufe der Zeit nachzuweichen, also an diesen Stellen die Stauchhärte abzubauen. Kaltschaum wird deshalb häufig für die Herstellung von 7-Zonen-Matratzen eingesetzt, da ein Einsinken des Körpers an den stärker belasteten Stellen der Matratze (Schulter und Gesäß) zu einer orthopädisch gesünderen Körperhaltung beim Schlafen führt. Anders als bei normalen (heißgeschäumten) Komfort- und Standardschäumen neigen Kaltschäume nicht zu einer Kuhlen-/Mulden-Bildung.

Für eine optimale Lebensdauer und geringstmöglichen Verschleiß sollte eine Kaltschaummatratze etwa alle ein bis zwei Monate gewendet werden. 7-Zonen-Kaltschaummatratzen sind symmetrisch aufgebaut und können andersherum (Kopf- auf Fußende) gelegt werden. Die sieben Zonen sind eigentlich vier in der Mitte gespiegelte Zonen, je eine Zone für Kopf, Schulter und Becken, die vierte Zone ist die Hüft-Zone in der Mitte der Matratze. Nach unten baut die Matratze wieder von Becken- zu Schulter- zu Kopfzone auf. Moderne Schaumstoff-Matratzensysteme bieten anstatt eines symmetrischen 7-Zonen-Aufbaus heute auch die Möglichkeit einer modularen Anpassung an individuelle körperliche Voraussetzungen. Durch die hohe Zahl an möglichen Zusammenstellungen wird so eine sehr gute Annäherung an die ideale Festigkeitsverteilung der Schlafunterlage erreicht.

Vorteile

Sehr gute Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen und Lattenroste
absolute Geräuschfreiheit
hervorragende Punktelastizität
sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten bei Positionsveränderung
bei entsprechender Pflege geringe Anfälligkeit für Milbenbefall
Kann zum Transport gefaltet oder gerollt werden
lange Lebensdauer (abhängig vom Raumgewicht)
Sehr gute Wärmeisolation, merklich besser als Federkernmatratzen
Durch den (meist) abnehm- und waschbaren Matratzen-Bezug sehr gute hygienische Bedingungen beim Schlafen

Nachteile

Ohne feuerhemmende Zusatzstoffe oder schwer entflammbaren Überzug stellen sie ein Brandrisiko dar.
Der durch chemische Prozesse entstandene, oft stechende Geruch verschwindet häufig erst nach mehrwöchigem Lüften.
Durch die sehr gute Wärmeisolation sind Kaltschaummatratzen für Personen, die leicht schwitzen, meist ungeeignet. Dieses Problem tritt erst nach dem Wechsel von gut durchlüfteten Matratzentypen (wie z. B. Federkernmatratzen) zu einer Kaltschaummatratze auf.

Viskoelastische Matratzen

Viskoelastische, „thermoplastische“ Matratzen bestehen mindestens zum Teil aus Formgedächtnis-Polymer (Memory Foam) und passen sich dem Körper der ruhenden Person an. Dies geschieht durch den Einfluss der Körperwärme gefolgt vom Einsinken in die Matratze. Nach der Veränderung der Liegeposition wird nur verzögert in die ursprüngliche Form zurückgestellt. Dies hat je nach Häufigkeit des Wechsels der Schlafposition gewisse Vorteile, aber auch Nachteile. Über die mutmaßliche Lebensdauer dieser Matratze kann noch keine Aussage gemacht werden.

Zum Schwitzen neigende Menschen empfinden sie als zu warm, vor allem wenn die Matratzenumhüllung keine Wattierungsschicht zur Luftzirkulation hat. Heute werden viskoelastische Matratzen meist aus einer unteren Lage aus gewöhnlichem PUR-Schaum und einer oberen Lage Formgedächtnisschaum hergestellt.

Vorteile

Sehr gute Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen und Lattenroste
Druckempfindliche Körperstellen werden mehr entlastet als bei anderen Matratzen
Absolute Geräuschfreiheit bei Wohnraum-Temperaturen
Hervorragende Punktelastizität
Bei entsprechender Pflege geringe Anfälligkeit für Milbenbefall

Nachteile

Relativ teuer
Verzögerte Rückstellung in die Ursprungsform kann die natürliche Häufigkeit von Positionsveränderungen im Schlaf beeinträchtigen
Häufig nur einseitig benutzbar
Wärmestau in den entstehenden Kuhlen, sofern der Schaum nicht atmungsaktiv ist.
Für gerne kalt schlafende Personen und unbeheizte Schlafzimmer nicht geeignet, außer der Schaum ist klimaausgleichend und atmungsaktiv, da er sich dann an der eigenen Körperwärme orientiert.
Meist gummiartige Oberfläche mit stark eingeschränkter Feuchtigkeitsregulation

Naturmatratzen

Diese Bezeichnung bei Matratzen bezieht sich auf ausschließlich aus der Natur kommende Materialien, wie Naturlatex, Kokosfasern, Rosshaar, Stroh und Seegras. Diese Materialien werden meist in Matten von ein bis zwölf Zentimeter Stärke vorgefertigt. Durch die Kombination verschiedener Schichten lassen sich bei der fertigen Matratze unterschiedlichste Härtegrade erzeugen. Es werden keine Metalle oder Mengen chemische Stoffe verwendet, die ausgasen könnten. Das Rückführen in den biologischen Kreislauf ist unproblematisch.

Nachteilig ist die schlechte Anpassung an verstellbare Lattenroste und ein häufiges Wenden zum gleichmäßigen Einliegen (vermindert Kuhlenbildung). Für Naturprodukte besteht ein natürliches Altern mit Verschleiß und die Gefahr der Ansiedlung von Pilzen und Milbenbefall. So kann es in schlecht gelüfteten oder feuchten Räumen zu dauerhafter Geruchsbildung kommen.

Naturölmatratzen

Naturölmatratzen sind mit Kaltschaumqualitäten vergleichbar und haben unterschiedlich hohe Anteile an Polyol natürlicher Öle. Man kann annehmen, dass neu auf dem Markt vorhandene Produkte mehr nachwachsende Rohstoffe statt aus Erdölderivaten gewonnene Polyole zur Polymerisation enthalten. Die in der Werbung kolportierten „100-%-Naturölanteil“ sind allerdings zur Zeit technisch aufgrund der Fettsäurezusammensetzung nicht machbar und irreführend.

Futon

Hauptartikel: Futon

Eigentlich bezeichnet Futon (jap. 布団) jegliche Art von Decken. In traditionellen japanischen Räumen (sogenannte Washitsu) werden Futons als Schlafunterlage auf den Boden gelegt. Um Platz zu sparen, wird das gesamte Bettzeug tagsüber in Wandschränken (sogenannte Oshiire) verstaut. Auf Futons liegt man recht hart. Ein Nachteil besteht darin, dass sie normalerweise auf den Boden gelegt werden und im Winter die kalte Luft direkt über die Schlafstätte zirkuliert. Diese Art des Schlafens kam in westlichen Ländern in Mode, hat sich jedoch nicht durchgesetzt. Aus Marketinggründen werden mitunter dünnere Matratzen als Futonmatratzen bezeichnet.

Wasserbetten

Hauptartikel: Wasserbett

Wasserbetten werden in die zwei Hauptkategorien unterschieden

Hardsider (mit festem Bettgestell) und
Softsider (ohne Rahmen).

Über den Wasserkern ist der oberseitige Bezugsstoff gespannt oder wird als Reißverschlussbezug aufgezogen. Die Qualitäten reichen von einfachen Frotteeauflagen bis hin zu funktionsreichen Medicott-, Bambus-, Lyocell- oder sogar Kashmirbezügen.

Sonstige Matratzentypen

Boxspring

Siehe auch: Abschnitt „Vereinigte Staaten“

Statt auf einem Lattenrost liegt die (Federkern-)Matratze auf einer (Federkern-)Untermatratze (Boxspring). Dieses System ist in Nordamerika sehr verbreitet. Moderne Interpretationen des Boxsprings verzichten auf die Doppelung des Federkernes, verwenden die Federkernunterfederung weiter und kombinieren mit darauf liegenden höherwertigen Kaltschaum- und Viskoschaumqualitäten.

Anti-Dekubitusmatratzen

Anti-Dekubitusmatratzen können vor allem in der häuslichen Pflege hilfreich sein, dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein bewegungsunfähiger Patient weiterhin umgelagert werden sollte. Ein Dekubitus kann sich bei Bettlägerigen immer ausbilden. Wissenschaftlich nachgewiesen muss der Zeitpunkt der Umlagerung individuell anhand der patientenbezogenen Risikofaktoren festgelegt werden.

Wechseldruckmatratzen sind die gebräuchlichsten Matratzen bei der Dekubitusprophylaxe und -behandlung. Die Technik der Matratze beruht auf in Querreihen angeordneten Luftschläuchen (ähnlich den Leisten eines Lattenrostes), die in Gruppen mit einem Luftpumpsystem unterschiedlich gefüllt werden. Je nach Schwere des Dekubitus werden die Schläuche in drei oder mehr getrennt gesteuerte Gruppen zusammengefasst. Durch dieses zeitlich gesteuerte Aufpumpen und teilweise Ablassen von Schlauchgruppen wird der Körper des Liegenden immer wieder neu gelagert. Als Ergebnis werden die Druckstellen am Körper immer wieder entlastet. Als Folge verringert sich das Risiko von Druckwunden und schließen sich Druckwunden wieder. Genutzt wird dieser Matratzentyp hauptsächlich bei Menschen, die über lange Zeit bettlägerig sind und sich nicht selbst in unterschiedlichen Positionen lagern können. Als Nachteile können der hohe Preis und die Geräuschentwicklung angesehen werden.
Weichlagerungsmatratzen sind viskoelastische Schaumstoffmatratzen, die sich der Körperform besonders anpassen. Als Ergebnis wird die Auflagefläche des Körpers erhöht und damit die Flächenpressung abgesenkt. Seit den 1990er Jahren haben diese Matratzen die Wechseldruckmatratze und kleine Wassermatratzen zur partiellen Entlastung des Körpers zunehmend verdrängt.

Die Leitlinien zur Dekubitusprävention von NPUAP (National Pressure Ulcer Advisory Panel) und dem Expertenstandard der DNQP (Deutsches Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege) fordern gemäß den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen den Einsatz einer druckverteilenden Matratze.[5]

Partnermatratze

Eine Partnermatratze besteht aus zwei einzelnen Matratzen, die miteinander verbunden werden. Dabei werden zwei Matratzenkerne entweder sehr eng in einen Matratzenbezug gelegt[6] oder aber die beiden Matratzenkerne werden verklebt und kommen dann in einen Bezug. Es entsteht ein durchgängiges Liegegefühl. Die Partner können unterschiedliche Matratzenkerne für sich wählen, etwa mit unterschiedlichen Härtegraden.

Die Partnermatratze hat den Vorteil, dass die sogenannte „Besucherritze“ umgangen wird. Das ist der Spalt, der entsteht, wenn zwei Matratzen in ein Bettgestell gelegt werden. Eine einfache Abhilfe gegen die Besucherritze stellt die sogenannte „Liebesbrücke“ dar, die auch Ritzenfüller, Doppelbettbrücke oder Matratzenkeil genannt wird.

Hygiene und Haltbarkeit

Hauptartikel: Matratzenhygiene

Eine Molton-Spannauflage zwischen Matratze und Betttuch verhindert in den allermeisten Fällen die Verschmutzung der Matratzenhülle und das Eindringen von Körperpartikeln und Staub in die Matratze. Diese Spannauflage sollte je nach Herstellerempfehlung etwa alle zwei Wochen ausgeschüttelt und wenigstens alle zwei Monate bei 50 bis maximal 95 °C gewaschen werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich dann Milben ansiedeln und ein Waschen der Matratzenhülle erforderlich wird, außer bei Sondersituationen wie Bettnässen oder ansteckenden Krankheiten.
In der Regel sind Matratzen mit einer waschbaren, abziehbaren Hülle versehen. Institutionen können Matratzen professionell reinigen lassen, dazu wurden spezielle Waschmaschinen für Matratzen entwickelt.[7]

Die meisten Matratzentypen sollten regelmäßig (nach den Garantiebestimmungen der Matratzenindustrie jeden Monat) abwechselnd gedreht oder gewendet werden, um eine gleichmäßige Abnutzung und damit eine längere Lebensdauer zu erreichen. Hierbei sind leichtere Matratzen in der Handhabung angenehmer. Die Reinigung einer Matratze mit einem Staubsauger schließt u. U. eine Garantie aus; es können dabei Schäden an der Versteppung entstehen.

Auch eine hochwertige Matratze ist, selbst bei guter Pflege, nach zehn bis vierzehn Jahren erneuerungsbedürftig, zumindest aus hygienischen Gründen. Bei unzureichender Pflege, bei dauerfeuchten oder mangelhaft gelüfteten Räumen kann dieser Zustand schon nach wenigen Monaten erreicht sein. Spätestens wenn sich Kuhlen nach Drehen und Wenden nicht mehr zurückbilden, muss eine Matratze zur Entsorgung.

Beim Erwerb einer neuen Matratze nimmt der Händler das ausgediente Stück meist kostenlos zurück. Ansonsten erfolgt die Beseitigung gegen Gebühr bei der nächstgelegenen Sperrmüllsammelstelle.

Wenn der Lattenrost an Vorspannung verloren hat, führt er zu verkürzter Lebenserwartung einer Matratze. Auch zu große Lattenabstände (über 4 cm) verringern die Lebenszeit von Matratzen. Hohe Qualität bieten Tellerlattenroste, auch Lattenroste mit Motorverstellung sind eine Alternative. Wichtig ist auch eine variable Verstellmöglichkeit einzelner Latten, insbesondere im besonders belasteten Mittelteil, umgekehrt sind weichere Latten etwa in der Schulterzone von Vorteil.

Matratzenbranche und Preise

Die Margen im Matratzengeschäft sind hoch, Branchenkenner gehen von bis zu 300 Prozent aus. Eine Matratze, die ein Händler für 100 EUR einkauft, wird er dem Endkunden für 399 EUR anbieten.[8] Der bundesweite Umsatz liegt bei Mio 1.066 Euro (Stand 2015). Mit Erfolg bedrängen inzwischen Start-Ups mit neuen Geschäftsmodellen die etablierten Anbieter.[9] Die Herstellererlöse für Matratzen betrugen 2014 für den deutschen Markt rund 863 Millionen Euro.

Preisabsprachen

Im Januar 2014 verhängte die Europäische Kommission Bußgelder von rund 114 Millionen Euro gegen ein Kartell aus vier Schaumstoff-Herstellern, welche Preisabsprachen für Polyurethanweichschaum im Zeitraum von fünf Jahren trafen. Die in dem Kartell gewesenen Unternehmen Vita und Recticel haben Tochterunternehmen, welche Matratzenhersteller sind.[10]

Hauptartikel: Matratzenkartell

Das Bundeskartellamt verhängte 2014 und 2015 gegen die drei Matratzenhersteller Recticel Schlafkomfort, Metzeler Schaum und Tempur Bußgelder in Millionenhöhe. Die Hersteller hatten zuvor über mehrere Jahre hinweg Händlern den Verkaufspreis vorgeschrieben, was gegen das Wettbewerbsrecht verstieß. Händler, die von dem vorgegebenen Preis abwichen, mussten mit negativen Reaktionen wie Lieferverzögerungen bis hin zur Einstellung von Lieferungen rechnen. Alle drei Hersteller kooperierten bei den Ermittlungen mit dem Bundeskartellamt. Eine Preisabsprache zwischen den Herstellern konnte das Bundeskartellamt nicht erkennen. Die Verfahren gegen zwei weitere Hersteller, zwei Einkaufsverbände sowie einen Online-Händler wurden aus Ermessensgründen eingestellt.[11][12][13]

Gütesiegel

Umweltzeichen Blauer Engel

Seit April 2006 vergibt die Blauer-Engel-Jury ihr Umweltzeichen auch für Matratzen, die über gesetzlich geregelte Bestimmungen hinaus

umweltfreundlich hergestellt werden – dies betrifft insbesondere Textilien und Polstermaterialien,
die in der Wohnumwelt aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich sind und
keine Schadstoffe enthalten, die bei der Verwertung erheblich stören.

Matratzenbezüge

Die Bezüge lassen sich nach Webart und Material der Fasern unterscheiden.

Webart

Drell
Der traditionell bekannteste Matratzenbezug ist ein fest gewebter Stoff, der auch der Matratze straffe Liegeeigenschaften verleiht. Meist als fester Bezug gearbeitet, nicht abnehmbar.
Velours
Vorteil ist samtiger Griff, trockene Oberfläche, Haltbarkeit. Nachteil: häufig zu beobachten ist das Wandern von Molton oder Spannbetttuch auf der Matratze. Der Effekt ist vergleichbar mit der Teppichbrücke auf dem Teppichboden – auch die muss man immer wieder auf die richtige Stelle ziehen.
Frottee
Vorteil ist angenehmer Griff, trockene Oberfläche, Haltbarkeit, Elastizität. Nachteil: eventuell als etwas rau empfunden, möglich ist bei längerer Schlinge das Wandern von Moltonauflage oder Laken auf der Matratze.
Jersey
Hat vor allem als Doppeltuch-Jersey eigentlich nur Vorteile. Elastisch, atmungsaktiv, haltbar, angenehm im Gebrauch.

Material

Die als Naturmaterial angesehene Faser aus reiner Baumwolle hat wenig Rückstellkraft und ermüdet bei der ständigen Belastung durch Walken und Dehnen, wenn der Schlafende sich im Bett bewegt. Daher werden meist dehnbare Materialien wie Polyester oder noch haltbarer Polyamid-Anteile beigemischt. Zudem werden Beimischungen eingesetzt. Aloe vera macht das Tuch weich und geschmeidig. Relativ umweltfreundliche Weiterentwicklungen von Viskose wie Modal, Lyocell oder Tencel werden für zum Schwitzen neigende Menschen empfohlen.

Hinzu kommt eine Vielzahl an Funktionsfasern, so sollen Algenbeimischungen die Haut verjüngen oder der Bezug ist mit desodorierenden oder bakterientötenden Zusätzen versehen. Allergiker sollten, wie bei allen Artikeln des täglichen Bedarfs, beachten, dass Zusatzstoffe Risiken bergen. Als unverdächtig in dieser Hinsicht gelten Polyester und Polyamid.

Versteppung

Gute Bezüge bestehen nicht nur aus einfachem Tuch, sondern sind mit einem Vlies versteppt. Bei waschbaren Ausführungen handelt es sich dabei in der Regel um PE-Faservlies. Schurwoll-, kamelhaar- oder seidenvliesversteppte Bezüge gibt man bis auf Ausnahmen (waschbare Schurwolle) bei Bedarf zur Reinigung statt in den Waschsalon. Versteppungen mit Wollsiegel-Schurwolle haben mindestens 500 g/m² Schurwolle. Sogenannte Schafwollversteppungen können aus wiederaufbereiteter Wolle bestehen. Polyester-Faservliese von 200 g/m² sind recht schwach, 400 g/m² ergibt ein sehr komfortables Feinpolster.

Schlafklima

Vliese aus hochwertiger Polyester-Hohlfaser sollen auch auf Dauer fast so atmungsaktiv sein wie Schurwolle und sind angezeigt, wenn Allergiker ihren Matratzenbezug häufig waschen möchten. Eine neue Kaltschaummatratze mit polyesterverstepptem waschbarem Bezug ist zunächst allergenfrei; damit das so bleibt, gilt es, das Eindringen von Hautschuppen zu verhindern. Der Einsatz eines Encasing (milbendichte Hülle, beeinflusst die Liegeeigenschaften) kann damit lange hinausgeschoben werden. Rheumatikern empfiehlt sich wegen hoher Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe ein mit Schurwolle versteppter Bezug, dem ein besonders trockenes Schlafklima zugeschrieben wird. Hiervon unbeeinflusst ist das auch für die Lebensdauer wichtige regelmäßige Lüften der noch warmen Matratze gleich nach dem Aufstehen. Wer zum Schwitzen neigt, sollte zu einer gut durchlüfteten Kernkonstruktion eine dicke Versteppung des Bezugs wählen.

Das Faservlies muss mit dem Oberstoff versteppt sein, damit es sich nicht beim Gebrauch verschiebt. Die Steppnähte deuten oft als Muster die Liegezonen an, die man sich vor dem Kauf zeigen und erklären lassen sollte.

Für Allergiker gibt es spezielle unversteppte Bezüge, um eine echte, häufige Waschbarkeit zu garantieren, da beim Waschen versteppter Bezüge die verschiedenen Materialien verschieden eingehen und der Bezug dann meist verzogen und schwer beziehbar ist. Bei unversteppten Bezügen wird die Polsterung in einer speziellen Technik mit eingewebt. So kann sich der Bezug nicht verziehen.

Verarbeitung

Abnehmbare Bezüge haben einen durchgehenden Reißverschluss, so dass jede Hälfte für sich gepflegt werden kann. Bei guter Border-Verarbeitung befindet sich der Reißverschluss direkt an der Borderkante, die mit einem Keder (textilgefüllte Paspel) verstärkt ist. Ganz hochwertige Matratzen haben an Ober- und Unterseite einen Verschluss, so dass nur die gerade oben liegende Bezugsseite abgenommen werden muss, wenn ein „Malheur“ passiert ist. Nicht abnehmbare Bezüge sind mitunter mit einem Reißverschluss verarbeitet, der nicht zu öffnen, sondern nur Produktionsmerkmal ist.

Griffe dienen dem Drehen und Wenden, nicht dem Herumtragen. (Um die Garantiebedingungen der Matratzenindustrie einzuhalten, sollen Matratzen ca. alle vier Wochen im Wechsel gedreht oder gewendet werden.) Matratzen mit Borderkante können und sollten Grifftaschen in ergonomischem Abstand haben.

Matratzen in anderen Ländern

Vereinigte Staaten

Doppelseitige Federkernmatratze auf einer Boxspringmatratze mit einer Auflage aus gewebtem Damast

In den Vereinigten Staaten sind handelsübliche Matratzen dicker als in Europa (15 bis 46 cm; meist ca. 25 cm) und haben auch andere Längen- und Breitenmaße. Eine Single- oder Twin Size-Matratze misst 99 cm × 190 cm (39″ × 75″), eine Double- oder Full Size-Matratze 137 cm × 190 cm (54″ × 75″), eine Queen Size-Matratze 152 cm × 203 cm (60″ × 80″), eine King Size-Matratze 192 cm × 203 cm (76″ × 80″) und eine California-King-Size-Matratze 182 cm × 213 cm (72″ × 84″). Für Kleinkindbetten und vereinzelt auch für Erwachsenenbetten gibt es darüber hinaus noch weitere Formate.

Die Matratze liegt üblicherweise nicht auf einem Lattenrost, sondern auf einer Federkern-Untermatratze (Box-spring), d. h. einem mit Stoff bespannten, auf einem Gestell aufliegenden Holzrahmen, der ebenfalls Federungselemente enthält, aber weitaus härter ist als die eigentliche Matratze. Die Matratze wird in den USA nicht nur mit einem Spannbetttuch bezogen, sondern häufig zuvor auch mit einem Mattress topper bedeckt, der – aus Schaum hergestellt – für zusätzlichen Komfort sorgen soll. Oftmals wird die Matratze auch nicht direkt auf die Untermatratze gelegt, sondern ruht auf einem Bed skirt, dessen angenähter Volant farblich zur Bettwäsche passt und die Untermatratze samt Gestell verdeckt.

Federkernmatratzen bilden den größten Anteil der im Handel befindlichen Matratzen. Daneben werden auch Viskoelastische Matratzen (Memory Foam Mattresses), Latexmatratzen und Naturmatratzen gehandelt. Die größten amerikanischen Matratzenhersteller sind Sealy Corporation, Serta, Simmons Bedding Company, Spring Air, King Koil, Tempur-Pedic und Restonic.

Sonstiges

Im übertragenen Sinn wird das Wort Matratze auch für Objekte für gänzlich andere Zwecke verwendet:

Gleitschirme und Drachen, die nicht wie ursprünglich aus einer Schicht Textil, sondern aus zwei mit zahlreichen (Längs-)Stegen verbundenen Schichten Stoff aufgebaut sind, um sich dadurch im Flug zu einer voluminösen Tragfläche mit einer gewissen Steife aufzublähen. Die Proportionen der Seiten des (gewölbten) Quaders entsprechen etwa denen einer Matratze zum Liegen.
Als Kranmatratze wird eine Unterlagsmatte bezeichnet, die auf weichem Gelände als Unterlage für das Befahren insbesondere mit Autokränen dient, deshalb steif gegen Eindellen und Durchbiegen sein muss und dafür eine gewisse Dicke aufweisen muss.[14]
Luftmatratzen dienen aufgeblasen als Schwimmhilfe, schwimmende Liegefläche oder Schlafunterlage beim Campieren.

Einzelnachweise

↑ a b Raja Tazi: Arabismen im Deutschen: Lexikalische Transferenzen vom Arabischen ins Deutsche. Walter de Gruyter, 1 Januar 1998, ISBN 978-3-11-082587-9, S. 228.

↑ https://www.test.de/Matratzen-im-Test-1830877-4918054/

Taschenfederkernmatratze Test – das sagt Stiftung Warentest. Abgerufen am 30. April 2016. 

↑ Institut für Gesundheit und Ergonomie: Das Gütesiegel ergonomisches Produkt. Abgerufen am 26. Oktober 2018 (deutsch). 

↑ Internationale Leitlinie Dekubitus – Prävention. Eine Kurzanleitung (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.epuap.org European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP) & National Pressure Ulcer Advisory Panel (NPUAP), 2009

↑ Patrick Junker: Leserfrage Partnermatratzen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: ÖKO-TEST März 2014. Archiviert vom Original am 5. Oktober 2015; abgerufen am 5. Oktober 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oekotest.de 

Waschmaschine für Matratzen, hauswirtschaft.info, abgerufen am 10. August 2016

↑ Absatzwirtschaft (Zeitschrift), Anne-Kathrin Keller: Verdacht eines Matratzenkartells (Memento vom 8. Juli 2013 im Internet Archive)

Mit Schlaf Millionen machen, Frankfurter Rundschau, vom 3. Juli 2016, abgerufen am 4. Juli 2016 – „Es gibt keine Auswahl, kein Probeliegen, sondern nur ein Modell in unterschiedlichen Größen. (…) Casper-Chef Philip Krim [sagt]: „Niemand freut sich, dass er zwischen fünfzig fast gleich aussehenden Matratzen entscheiden kann (…). Kunden wünschen sich oft weniger Auswahl – nicht mehr.““

Kartellrecht: Kommission verhängt in Kartellvergleichsverfahren Geldbußen in Höhe von 114 Mio. EUR gegen Hersteller von Schaumstoff für Matratzen, Sofas und Autositze. Europäische Kommission, 29. Januar 2014, abgerufen am 19. Mai 2016. 

Erstes Bußgeld wegen vertikaler Preisbindung im Matratzenfall verhängt. Bundeskartellamt, 22. August 2014, abgerufen am 19. Mai 2016. 

Weiteres Bußgeld wegen vertikaler Preisbindung im Matratzenfall verhängt. Bundeskartellamt, 6. Februar 2015, abgerufen am 19. Mai 2016. 

Bundeskartellamt schließt Matratzenfall mit weiterem Bußgeld ab. Bundeskartellamt, 22. Oktober 2015, abgerufen am 19. Mai 2016. 

↑ Ein Schwertransport mit einem Riesenmotor blockiert die B 19 (Memento vom 4. März 2008 im Internet Archive)

Literatur

Traudl Kremnitzmüller: Richtiges Bett – gesunder Schlaf: Matratzen, Lattenroste, Oberbetten, Preise. Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband (Hrsg.), 9. Auflage, BVZU, Bonn 2001, ISBN 3-88835-126-X.

Weblinks

 Commons: Matratze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Matratze – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4284690-0 (OGND, AKS)

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§1 Geltung gegenüber Unternehmern und Begriffsdefinitionen
(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftbedingungen gelten für alle Lieferungen zwischen uns und einem Verbraucher in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Fassung.

Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

§2 Zustandekommen eines Vertrages, Speicherung des Vertragstextes
(1) Die folgenden Regelungen über den Vertragsabschluss gelten für Bestellungen über unseren Internetshop http://www.GundelaBosseLebensmittelherstellungGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de.

(2) Im Falle des Vertragsschlusses kommt der Vertrag mit

Gundela Bosse Lebensmittelherstellung Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gundela Bosse
D-32324 Wuppertal
Registernummer 87716
Registergericht Amtsgericht Wuppertal

zustande.

(3) Die Präsentation der Waren in unserem Internetshop stellen kein rechtlich bindendes Vertragsangebot unsererseits dar, sondern sind nur eine unverbindliche Aufforderungen an den Verbraucher, Waren zu bestellen. Mit der Bestellung der gewünschten Ware gibt der Verbraucher ein für ihn verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages ab.
(4) Bei Eingang einer Bestellung in unserem Internetshop gelten folgende Regelungen: Der Verbraucher gibt ein bindendes Vertragsangebot ab, indem er die in unserem Internetshop vorgesehene Bestellprozedur erfolgreich durchläuft.

Die Bestellung erfolgt in folgenden Schritten:

1) Auswahl der gewünschten Ware
2) Bestätigen durch Anklicken der Buttons „Bestellen“
3) Prüfung der Angaben im Warenkorb
4) Betätigung des Buttons „zur Kasse“
5) Anmeldung im Internetshop nach Registrierung und Eingabe der Anmelderangaben (E-Mail-Adresse und Passwort).
6) Nochmalige Prüfung bzw. Berichtigung der jeweiligen eingegebenen Daten.
7) Verbindliche Absendung der Bestellung durch Anklicken des Buttons „kostenpflichtig bestellen“ bzw. „kaufen“

Der Verbraucher kann vor dem verbindlichen Absenden der Bestellung durch Betätigen der in dem von ihm verwendeten Internet-Browser enthaltenen „Zurück“-Taste nach Kontrolle seiner Angaben wieder zu der Internetseite gelangen, auf der die Angaben des Kunden erfasst werden und Eingabefehler berichtigen bzw. durch Schließen des Internetbrowsers den Bestellvorgang abbrechen. Wir bestätigen den Eingang der Bestellung unmittelbar durch eine automatisch generierte E-Mail („Auftragsbestätigung“). Mit dieser nehmen wir Ihr Angebot an.

(5) Speicherung des Vertragstextes bei Bestellungen über unseren Internetshop : Wir speichern den Vertragstext und senden Ihnen die Bestelldaten und unsere AGB per E-Mail zu. Die AGB können Sie jederzeit auch unter http://www.GundelaBosseLebensmittelherstellungGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de/agb.html einsehen. Ihre vergangenen Bestellungen können Sie in unserem Kunden-Bereich unter Mein Konto –> Meine Bestellungen einsehen.

§3 Preise, Versandkosten, Zahlung, Fälligkeit
(1) Die angegebenen Preise enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile. Hinzu kommen etwaige Versandkosten.

(2) Der Verbraucher hat die Möglichkeit der Zahlung per Vorkasse, Nachnahme, Bankeinzug, PayPal, Kreditkarte( Visa ) .

(3) Hat der Verbraucher die Zahlung per Vorkasse gewählt, so verpflichtet er sich, den Kaufpreis unverzüglich nach Vertragsschluss zu zahlen.
Soweit wir per Nachnahme liefern, tritt die Fälligkeit der Kaufpreisforderung mit Erhalt der Ware ein.

§4 Lieferung
(1) Sofern wir dies in der Produktbeschreibung nicht deutlich anders angegeben haben, sind alle von uns angebotenen Artikel sofort versandfertig. Die Lieferung erfolgt hier spätesten innerhalb von 5 Werktagen. Dabei beginnt die Frist für die Lieferung im Falle der Zahlung per Vorkasse am Tag nach Zahlungsauftrag an die mit der Überweisung beauftragte Bank und bei allen anderen Zahlungsarten am Tag nach Vertragsschluss zu laufen. Fällt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag am Lieferort, so endet die Frist am nächsten Werktag.

(2) Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der verkauften Sache geht auch beim Versendungskauf erst mit der Übergabe der Sache an den Käufer auf diesen über.

§5 Eigentumsvorbehalt
Wir behalten uns das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises vor.

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§6 Widerrufsrecht des Kunden als Verbraucher:
Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht ein Widerrufsrecht nach folgender Maßgabe zu, wobei Verbraucher jede natürliche Person ist, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können:

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage, ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Gundela Bosse Lebensmittelherstellung Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gundela Bosse
D-32324 Wuppertal
Registernummer 87716
Registergericht Amtsgericht Wuppertal
E-Mail info@GundelaBosseLebensmittelherstellungGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de
Telefax 023886962
mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Widerrufsfolgen

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist.

Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden.

Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.

Finanzierte Geschäfte

Haben Sie diesen Vertrag durch ein Darlehen finanziert und widerrufen Sie den finanzierten Vertrag, sind Sie auch an den Darlehensvertrag nicht mehr gebunden, wenn beide Verträge eine wirtschaftliche Einheit bilden. Dies ist insbesondere anzunehmen, wenn wir gleichzeitig Ihr Darlehensgeber sind oder wenn sich Ihr Darlehensgeber im Hinblick auf die Finanzierung unserer Mitwirkung bedient. Wenn uns das Darlehen bei Wirksamwerden des Widerrufs oder der Rückgabe bereits zugeflossen ist, tritt Ihr Darlehensgeber im Verhältnis zu Ihnen hinsichtlich der Rechtsfolgen des Widerrufs oder der Rückgabe in unsere Rechte und Pflichten aus dem finanzierten Vertrag ein. Letzteres gilt nicht, wenn der vorliegende Vertrag den Erwerb von Wertpapieren, Devisen, Derivaten oder Edelmetallen zum Gegenstand hat.
Wollen Sie eine vertragliche Bindung so weitgehend wie möglich vermeiden, widerrufen Sie beide Vertragserklärungen gesondert.

Ende der Widerrufsbelehrung

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§7 Widerrufsformular

Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An :
Gundela Bosse Lebensmittelherstellung Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gundela Bosse
D-32324 Wuppertal
E-Mail info@GundelaBosseLebensmittelherstellungGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)

_____________________________________________________

Bestellt am (*)/erhalten am (*)

__________________

Name des/der Verbraucher(s)

_____________________________________________________

Anschrift des/der Verbraucher(s)

_____________________________________________________

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)

__________________

Datum

__________________

(*) Unzutreffendes streichen.

§8 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregelungen.

§9 Verhaltenskodex
Wir haben uns den Verhaltenskodizes der folgenden Einrichtungen unterworfen:

Euro-Label Germany
EHI-EuroHandelsinstitut GmbH
Spichernstraße 55
50672 Köln
Den Euro-Label Verhaltenskodex können Sie durch Anklicken des auf unserer Webseite angebrachten Euro-Label-Siegels oder unter http://www.euro-label.com abrufen.

und

Trusted Shops GmbH
Colonius Carré
Subbelrather Straße 15c
50823 Köln
Den Trusted Shops Verhaltenskodex können Sie durch Anklicken des auf unserer Webseite angebrachten Trusted-Shops-Siegels oder unter www.trustedshops.de abrufen.

§10 Vertragssprache
Als Vertragssprache steht ausschließlich Deutsch zur Verfügung.

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§11 Kundendienst
Unser Kundendienst für Fragen, Reklamationen und Beanstandungen steht Ihnen werktags von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr unter

Telefon: 05123 45678911
Telefax: 09125 419926
E-Mail: info@GundelaBosseLebensmittelherstellungGesellschaftmitbeschränkterHaftung.de
zur Verfügung.

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Stand der AGB Jan.2019


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Bilanz der Gisela Hacker Fleischerfachgeschäfte GmbH aus Hamm

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Bilanz
Gisela Hacker Fleischerfachgeschäfte GmbH,Hamm

Bilanz
Aktiva
Euro 2019
Euro
2018
Euro
A. Anlageverm?gen
I. Immaterielle Verm?gensgegenst?nde 4.046.102 190.965 6.758.819
II. Sachanlagen 2.683.963 1.036.122 6.224.515
III. Finanzanlagen 8.533.214
B. Umlaufverm?gen
I. Vorr?te 5.437.121 4.704.751 7.828.345
II. Forderungen und sonstige Verm?gensgegenst?nde 6.582.162 322.224 8.058.472
III. Wertpapiere 3.143.363 6.047.713 8.084.117
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 1.234.002 7.190.356
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.319.801 8.503.644 5.269.744
Summe
Passiva
2019
Euro
2018
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.381.088 3.491.833
II. Kapitalr?cklage 9.261.304 4.522.870
III. Gewinnr?cklagen 6.784.559 4.303.044
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 7.232.835 3.619.492
V. Jahres?berschuss/Jahresfehlbetrag 8.427.833 879.738
B. R?ckstellungen 800.123 2.258.471
C. Verbindlichkeiten 379.653 5.955.132
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.228.419 4.237.152
Summe


Gewinn- u. Verlustrechnung
Gisela Hacker Fleischerfachgeschäfte GmbH,Hamm

Gewinn- und Verlustrechnung
01.01.2019 – 01.01.2019 01.01.2018 – 01.01.2018
? ? ? ?
1. Sonstige betriebliche Ertr?ge 2.767.999 2.084.329
2. Personalaufwand
a) L?hne und Geh?lter 6.489.342 2.595.173
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen f?r Altersversorgung und Unterst?tzung 3.977.894 4.711.200 3.258.614 1.305.971
– davon f?r Altersversorgung ? 0,00 (2018 ? 0,00)
Abschreibungen
auf Verm?gensgegenst?nde des Umlaufverm?gens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft ?blichen Abschreibungen ?berschreiten
3.426.599 2.866.181
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.019.768 4.268.325
4. Ergebnis der gew?hnlichen Gesch?ftst?tigkeit 9.566.738 3.292.467
Jahresfehlbetrag 7.836.475 8.676.832
5. Jahres?berschuss 1.955.246 9.477.093
6. Verlustvortrag aus dem 2018 7.872.212 4.212.576
7. Bilanzverlust 147.907 5.126.615


Entwicklung des Anlageverm?gens
Gisela Hacker Fleischerfachgeschäfte GmbH,Hamm

Entwicklung des Anlageverm?gens
Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
01.01.2019 Zug?nge Abg?nge 01.01.2019 01.01.2019 Zug?nge Abg?nge 01.01.2019 01.01.2019 01.01.2019
I. Sachanlagen
1. Grundst?cke, grundst?cksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundst?cken 9.768.781 9.751.564 8.930.873 3.306.737 9.734.923 8.492.037 7.836.134 3.016.767 1.151.883 4.903.071
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.115.309 6.068.052 4.319.174 595.657 6.380.884 7.421.959 6.908.546 7.447.228 1.765.377 3.298.005
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Gesch?ftsausstattung 7.771.400 1.006.750 5.784.080 9.985.091 9.771.412 4.367.191 9.438.674 3.179.159 7.782.496 5.440.910
4.274.215 8.039.142 2.513.680 2.387.161 1.616.983 929.838 8.486.890 3.123.586 5.654.929 6.234.731
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.828.696 3.088.131 5.820.839 628.619 7.050.456 3.754.073 4.331.406 2.115.761 2.592.386 5.050.090
2. Genossenschaftsanteile 4.889.703 4.804.348 6.381.721 4.909.445 1.778.792 9.909.424 7.792.390 5.491.928 8.587.176 2.945.862
6.691.144 6.342.898 7.414.052 136.834 7.267.211 3.462.796 6.866.075 6.281.466 6.096.707 833.874
7.308.627 9.655.595 6.541.320 9.839.351 7.829.239 2.981.476 4.164.162 5.499.992 3.891.601 7.995.837

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  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/06/bilanz-der-diemo-muth-models-ges-m-b-haftung-aus-neuss/

Muster Gruendungsprotokoll der Helga Bregenzer Seminare Ges. mit beschränkter Haftung aus Ludwigshafen am Rhein

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Musterprotokoll für die Gründung einer Mehrpersonengesellschaft mit bis zu drei Gesellschaftern

UR. Nr. 76695

Heute, den 19.06.2019, erschienen vor mir, Hannsgeorg Diehl, Notar mit dem Amtssitz in Ludwigshafen am Rhein,

1) Frau Altrud Frank,
2) Herr Harald Brainstormer,
3) Herr Sieglind Ackermann,

1. Die Erschienenen errichten hiermit nach ? 2 Abs. 1a GmbHG eine Gesell?schaft mit beschränkter Haftung unter der Firma
Helga Bregenzer Seminare Ges. mit beschränkter Haftung mit dem Sitz in Ludwigshafen am Rhein.

2. Gegenstand des Unternehmens ist Foto Begriff Schreibweise es Fototechnik Geschichte der Fotografie Analogfotografie Digitalfotografie Fotografie als Kunst Urheberrecht Fotografen Rezeption Navigationsmenü.

3. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 201309 Euro (i. W. zwei null eins drei null neun Euro) und wird wie folgt übernommen:

Frau Altrud Frank uebernimmt einen Geschäftsanteil mit einem Nennbetrag in Höhe von 156379 Euro
(i. W. eins fünf sechs drei sieben neun Euro) (Geschäftsanteil Nr. 1),

Herr Harald Brainstormer uebernimmt einen Geschäftsanteil mit einem Nennbetrag in Höhe von 24826 Euro
(i. W. zwei vier acht zwei sechs Euro) (Geschäftsanteil Nr. 2),

Herr Sieglind Ackermann uebernimmt einen Geschäftsanteil mit einem Nennbetrag in Höhe von 20104 Euro
(i. W. zwei null eins null vier Euro) (Geschäftsanteil Nr. 3).

Die Einlagen sind in Geld zu erbringen, und zwar sofort in voller Höhe/zu
50 Prozent sofort, im Übrigen sobald die Gesellschafterversammlung ihre Einforderung beschliesst.

4. Zum Geschäftsführer der Gesellschaft wird Herr Helga Bregenzer,geboren am 13.4.1944 , wohnhaft in Ludwigshafen am Rhein, bestellt.
Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des ? 181 des Bürger?lichen Gesetzbuchs befreit.

5. Die Gesellschaft trägt die mit der Gründung verbundenen Kosten bis zu einem Gesamtbetrag von 300 Euro, höchstens jedoch bis zum Betrag ihres
Stammkapitals. Darüber hinausgehende Kosten tragen die Gesellschafter im Verhältnis der Nennbeträge ihrer Geschäftsanteile.

6. Von dieser Urkunde erhält eine Ausfertigung jeder Gesellschafter, beglau?bigte Ablichtungen die Gesellschaft und das Registergericht (in elektroni?
scher Form) sowie eine einfache Abschrift das Finanzamt ? Körperschaft?steuerstelle ?.

7. Die Erschienenen wurden vom Notar Hannsgeorg Diehl insbesondere auf Folgendes hingewiesen:

Hinweise:
1) Nicht Zutreffendes streichen. Bei juristischen Personen ist die Anrede Herr/Frau wegzulassen.
2) Hier sind neben der Bezeichnung des Gesellschafters und den Angaben zur notariellen Identi?tätsfeststellung ggf. der Güterstand und die Zustimmung des Ehegatten sowie die Angaben zu einer etwaigen Vertretung zu vermerken.
3) Nicht Zutreffendes streichen. Bei der Unternehmergesellschaft muss die zweite Alternative ge?strichen werden.
4) Nicht Zutreffendes streichen.


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Top 3 satzung:

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  3. https://www.aktivegmbhkaufen.de/2019/06/mustersatzung-gmbh-muster-gesellschaftsvertrag-fr-raumausstattung-einer-gmbh-aus-darmstadt/